Kurznachrichten April 2004
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Herzlich Willkommen- Die erste Katzenmama mit Babys: Anruf vom Hausmeister eines Studentenwohnheims: Im Gebüsch auf dem Parkplatz hat eine Katze ihre Jungen zur Welt gebracht. Bei dem Versuch näher dabei zu schauen, sei er doch prompt gebissen worden! Eine Außendienst-Mitarbeiterin versuchte ihr Glück und konnte die Mama mit samt den 5 Welpen unversehrt ins Tierheim bringen. "Lilly", wie wir die hübsche 3 farbige Katzenmama nannten, wird nun in Ruhe auf einer unserer Pflegestellen ihre Babys großziehen und hofft dann auf eine Vermittlung in ein gutes, dauerhaftes Zuhause. Sie wurde übrigens von niemandem vermisst, ist eine nette, verschmuste Katzenpersönlichkeit und in diesem Jahr die allererste Katze mit ihren Kindern in unserem Tierheim. Es werden erfahrungsgemäß weitere folgen!
Ausrutscher mit Folgen: Dass man im Tierheim keinen ganz einfachen Job hat, ist nach zu vollziehen. Es liegt beispielsweise durchaus im Bereich des Möglichen, schon einmal einen Hunde,- oder Katzenbiss einstecken zu müssen. Auch Ratten haben ganz schön scharfe Zähne, vor dem großen Schnabel unserer Papageien muss man sich ebenfalls in acht nehmen und es sind auch schon Tierpfleger von Kaninchen blutig gekratzt worden. Dass man aber, wie jüngst geschehen, ausrutscht und so unglücklich auf den Rand des Krötenbeckens fällt, dass gleich 2 Rippen gebrochen sind, ist eher nicht die Normalität! Wie sagt man so schön: "Wer den Schaden hat..." Wir wünschen unseren Azubi Jens "Gute Besserung!"
Münchhausen könnte noch was lernen! Man kann sich wirklich nur wundern, was für merkwürdige Sachen manche Leute so erleben! Da liefen bei einer Dame doch tatsächlich zwei völlig handzahme Frettchen vor der Haustür herum! Die Dame fing beide problemlos ein, stellte sofort fest, dass die Tiere stark verfloht waren und hatte - rein zufällig, versteht sich - auch gleich das passende Flohmittel plus Shampoo zur Hand. Danach stellte sie dann mit viel Sachkenntnis fest, dass es sich um zwei Weibchen handelte, die sie - es waren ja Findlinge - freundlicherweise ins Tierheim brachte, wo sie dem staunenden Tierheim-Personal genau diese Geschichte präsentierte. Die beiden Frettchen hätten wir natürlich auch aufgenommen, wenn sie einfach mit der Wahrheit angekommen wäre...!
13 kleine Mäuselein ...: Anruf an einem Dienstag Vormittag aus Bürbach: "Kommen Sie schnell! Bei mir im Haus sind lauter zahme Mäuse, eine davon hatte die Katze schon im Maul!" Unser Mitarbeiter fuhr hin und fand insgesamt 13 Rennmäuse vor: Einmal Männlein und Weiblein, schön abholbereit in einem Eimer, dann noch ein Käfig mit einem Mäusepaar und insgesamt 9 Kleinen - deutlich erkennbar aber zwei verschiedene Würfe. Während der Tierpfleger die "Mäuserei" einpackte, wurde ihm mehrmals eindringlich versichert, dass es sich wirklich bei allen Tieren um Findlinge handelt! Ja, ja - schon klar...!?
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… und noch´n Märchen: Es waren einmal zwei Katzen. Diese beiden Katzen hatten kein Zuhause und lebten in einer Kiste mit 4 wenige Tage alten Babys auf einem großen Supermarktparkplatz. Dort warteten sie brav auf ein nettes Paar, was sie dort entdeckte und alle zusammen ins Tierheim brachte. Hier fanden die Tiere eine vorübergehende Bleibe. Da die Leute so tierfreundlich waren, baten sie darum, den erwachsenen Katzen doch Namen geben zu dürfen. Gerne kamen wir diesem Wunsch nach und tauften in gegenseitigem Einverständnis die Katzen auf die Namen "Kimba" und "Kimberly". |
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Die Finder bestritten vehement, die Katzen je zuvor gesehen zu haben und schworen Kreuz und Bein, dass alle sechs brav in der Kiste saßen auf besagtem Parkplatz und offensichtlich doch wohl ausgesetzt wurden. Und so zogen die Finder von dannen, die Katzen warten auf ein neues Zuhause und den vier Welpen steht eine ungewisse, aber hoffentlich gute Zukunft bevor - und wenn sie nicht vermittelt sind, dann warten sie noch heute…
Die wundersame Heilung eines Mauerseglers: Eines Morgens stand ein Herr mit einem Kind an der einen und einem Kästchen in der anderen Hand am Tierheim-Tor und bat um Hilfe. Er hatte auf der Straße einen flugunfähigen Vogel gefunden, wollte ihn lobenswerterweise nicht einfach seinem Schicksal überlassen und hoffte deshalb, man werde das Tierchen im Tierheim pflegen können. Als die Mitarbeiterin den Pappkarton öffnete, schaute sie ein putzmunterer Mauersegler aus blanken Knopfaugen an. Die Tierpflegerin machte ein geheimnisvolles Gesicht, bat den Herrn um ungeteilte Aufmerksamkeit, nahm den Vogel behutsam in die Hand und warf ihn dann hoch in die Luft. Dem vogelfreundlichen Herrn samt seinem Kind klappte der Unterkiefer herunter und sie schauten mit großen Augen dem pfeilschnell davon fliegenden Vogel hinterher. Es hatte ihnen eben noch niemand gesagt, dass Mauersegler vom Boden aus nicht auffliegen können...
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Zu Ostern ging "Manfred": Keiner hatte so recht mehr daran geglaubt, aber zu Ostern wurde einer unserer "Problemhunde", nämlich Langzeitbewohner "Manfred" endlich erfolgreich vermittelt! Wieder einmal zeigte sich, dass zu jedem Topf der passende Deckel gehört - man muss ihn nur finden! Unsere Tierheim-Leiterin schildert aus ihrer Sicht die Vermittlung und den Abschied von Manfred. Lesen Sie hier mehr... |
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Pandabären im Siegener Tierheim. Bereits morgens um 7.00 Uhr bekamen die Hörer von Radio Siegen eine erstaunliche Geschichte serviert: Ein LKW, der mit einem Pandabärenweibchen unterwegs in einen Zoo war, hatte einen Getriebeschaden und an Weiterfahrt war nicht zu denken. Deshalb wurde das Pandamädchen erst einmal ins Tierheim Siegen einquartiert. So weit, so gut - oder nein, doch nicht gut! Pandaweibchen sind nur wenige Stunden im Jahr paarungsbereit und daher war das Bärchen auf dem Weg zu einem ausgesuchten Bräutigam gewesen, doch nun drohte die Hochzeit ins Wasser zu fallen! Was lag da näher, als das Pandamännchen auch ins Tierheim zu bringen, damit allen Hindernissen zum Trotz, die beiden doch noch zusammen kommen konnten? Gesagt, getan.
Dieser Transport klappte problemlos und die Hörer von Radio Siegen wurden aufgefordert, schnellstmöglich Bambuszweige (die Hauptnahrung von Pandabären) im Tierheim vorbei zu bringen, da die Pfleger auf solch exotischen Besuch natürlich nicht vorbereitet waren. Interessierte Zuhörer wurden übers Radio darauf hingewiesen, dass man am folgenden Offenen Sonntag das Bärenpaar im Tierheim Siegen besichtigen könne. 3 Tage später, am Offenen Sonntag durften die zahlreichen Besucher dann auch tatsächlich einen Bären bewundern. Es handelte sich hierbei allerdings um "Balou", den Bären, der stellvertretend vor Ort war, da die Pandas doch schon wieder nach ihrem Liebesspiel im Tierheim in den jeweiligen Heimatzoo zurück gekehrt waren.
Das Tierheim Siegen-Team dankt der Freudenberger Freilichtbühne für die Hilfsbereitschaft beim Verleih eines Bärenkostüms und Radio Siegen für den gelungenen Aprilscherz! (Foto von Fritz Pölking)
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Unser "Dienstältester" fand sein Glück": Wieder eine Vermittlung, die eine Kurznachricht wert ist: "Sniff" unser Dienstältester fand endlich ein tolles Zuhause! Nach 2 Fernsehvorstellungen bei "Tiere suchen ein Zuhause" und als Notfallvorstellung etlicher Vermittlungsseiten im Netz, die keinen Erfolg brachten, konnte Sniff im April doch letztendlich gut vermittelt werden. Unsere TH-Leiterin Heidi Kampmeier hat sich auch hierüber so ihre Gedanken gemacht. Lesen Sie hier mehr...
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