Kurznachrichten Okotber 2004
„Lilly“, Geschichte einer ungewöhnlichen Tierfreundschaft: Die Vorgeschichte: Aufmerksam gemacht durch den Anruf eines Hausmeisters: „Bei uns sitzt unter einer Hecke eine Katze mit Welpen, die kann hier auf dem Schulgelände aber nicht bleiben!“ holten wir „Lilly“ – eine bildhübsche 3-farbige Katze – mit 6 Welpen zu uns ins TH. Die Katzenmama war zuerst Menschen gegenüber nicht sehr freundlich und biß mehrmals in die streichelnden Hände, die ihr ja helfen wollten. War es schlechte Erfahrung? Angst um die Welpen? Stress? – Wir wussten es nicht, freuten uns aber mit „Lilly“, als auch sie sehr bald nach der Vermittlung ihrer Kinder ein tolles Zuhause fand. Sie ist inzwischen die netteste, freundlichste Katze der Welt und wenn sie von ihren Ausflügen heimkehrt, versäumt sie es nie, der Familie ein Geschenk mitzubringen. Ihre „Mitbringsel“ lösen oft Heiterkeit aus, handelt es sich doch hierbei um so kostbare Dinge wie Tannenzapfen, faule Äpfel, Raupen oder ähnliches. Anfang Oktober aber setzte sie den Höhepunkt:
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Ganz behutsam legte sie ihren Menschenfreunden ein winziges Mausebaby zu Füßen und forderte, nachdem sie es sorgsam abgeleckt hatte, die Familie durch lautes Mauzen auf, sich doch bitte um das kleine Geschöpf zu kümmern.Wie ein Hund apportierte sie danach noch ein zweites und drittes Mäuslein und achtet nun streng darauf, dass man ihren Adoptivbabies auch die nötige Sorgfalt angedeihen lässt. Unter „Lillys“ kritischen Blicken werden die Winzlinge nun von ihren Menschenfreunden mit der Flasche großgezogen und von der Katzenmama sorgfältig bewacht. Häufig liegt sie schnurrend auf dem Käfig, in dem Die Mäusekinder zur Zeit wohnen und gemeinsam mit der Familie sind wir sehr gespannt, wie sich diese ungewöhnliche Tierfreundschaft weiter entwickelt |
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4. Oktober- Welttierschutztag: Die Vermittlung von Hunden gehört in einem TH ja zum Tagesgeschäft und ist daher nichts Besonderes. Viele Hundefreunde sind allerdings durch den negativen Medienrummel verschreckt oder fürchten unverhältnismäßig hohe Hundesteuern, engstirnige Vermieter sowie die „Anmache“ von Mitbürgern, wenn es sich um einen Anlagehund, gerne auch mit dem Ausdruck „Kampfhund“ belegt, handelt. Da ist es wirklich etwas ganz Außergewöhnliches und fast schon mit einem Gewinnlos der Fernsehlotterie zu vergleichen, wenn ein solcher Hund ein neues Zuhause findet. So geschehen am 4. Oktober, -Welttierschutztag- mit „Laila“, ihres Zeichens Bullterrier. Wir wünschen unserer geliebten „Knutschkugel“ sowie ihren mutigen neuen Besitzern von Herzen viele wunderschöne, gemeinsame Jahre. |
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Das Doppelwunder: Es war einmal eine kleine Hündin, die kam 15jährig blind und taub ins TH, konnte wie durch ein Wunder vermittelt werden, trippelt inzwischen fröhlich und voller Lebensfreude durchs Haus und ist der Sonnenschein der Familie. Gibt es ein solches Wunder auch für „Stitch“? „Stitch“ ist ein kleiner grauer Shi Tzu Rüde, er kam als Findling (einfach ausgesetzt) ins TH und auch er ist blind und fast taub, dazu völlig unterernährt. Er nimmt aber mit jedem Tag an Gewicht zu und genießt die warme Sonne und die streichelnden Hände auf seinem Fell. Er ist durchaus bereit, noch eine Zeit bei lieben Menschen zu leben und seinen Lebensabend zu genießen. Vielleicht bei Ihnen? So lautete der Text auf unserer Homepage, begleitend zu dem Foto des kleinen grauen Rüden, den wir „Stitch“ genannt hatten.
Im Monat Oktober gab es auch für ihn dieses Wunder, dass sich wahrhaftig eine Familie fand, die gerade diesen freundlichen, kleinen Kerl bei sich aufnahm und ihn in ihr „Rudel“ integrierte. Unser Dank gilt in diesem Fall der Familie Wanka, hier namentlich genannt, aber doch stellvertretend für all jene Tierfreunde, die bereit sind, gerade solch einem armen Geschöpf noch eine schöne Zeit zu bereiten und ein bisschen von dem gut zu machen, was Tiere manchmal durch die Roheit von Menschen erleiden müssen.
Igeltreff im TH Siegen: Aufgerufen durch Artikel in verschieden Tageszeitungen trafen sich Anfang Oktober etwa ein Dutzend Igelfreunde und solche, die es werden wollen, im Tierheim, um gemeinsam zu überlegen, wie man hilfebedürftigen Igel besser durch die kalte Jahreszeit bringen kann. In enger Zusammenarbeit haben der TSV Hilchenbach und der TSV Siegen eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, in der es um das Wohl der Stachelträger geht. Die Tierfreunde überlegten, wie man am besten gute Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung leisten kann, denn nicht jeder Igel, der im Garten angetroffen wird, muß gerettet werden. Oft ist es wesentlich besser, ihn in der vertrauten Umgebung zu lassen und zuzufüttern, damit der kleine stachelige Kerl sich noch seinen für den Winterschlaf notwendigen Speck anfuttern kann. Bei kranken, verletzten und auch untergewichtigen Tieren muß man jedoch sofort helfend eingreifen und so stellten sich auch alle der anwesenden Tierfreunde spontan als Pflegestelle zur Verfügung, wobei oft schon ein Gartenhäuschen oder ein Kellerraum für diesen Zweck ausreichen. Weitere Treffen der „Igelfreunde“ sind geplant –das nächste findet am 29.11.2004 um 19 Uhr im TH Siegen statt- und auch spezielle Infoblätter sollen ausgearbeitet werden, um bei Anfragen aus der Bevölkerung gut und richtig reagieren und helfen zu können.
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Einsatz um Mitternacht-Hausdurchsuchung in Netphen! So lautete die Schlagzeile einer Tageszeitung, die darüber berichtete, dass Kripo-Beamte bei der Hausdurchsuchung eines Inhaftierten zahlreiche Giftschlangen sowie mehrere Leguane fanden. Mit von der Partie waren auch 2 Tierschützer vom Not- und Bereitschaftsdienst des TSV Siegen, da sich außer den Reptilien in den Räumen des Hauses auch noch eine schwarze American Staffordshire Hündin befand, die im TH untergebracht werden musste. Nach einem Blick auf die roten, grünen und gelbfarbigen Giftschlangen sowie die Phyton in ihrer Behausung kehrten die Tierschützer dann doch lieber auf vertrautes Terrain zurück und kümmerten sich um das alte Staff-Mädchen, das sich nach Verabreichung einer Portion Leberwurst als recht kooperativ erwies und sich bereitwillig ins Tierschutzauto sowie danach in eine Box ins TH bringen ließ. Erfreuliches gibt es nun im Monat Oktober zu berichten. Dem Nachbarn des Hundebesitzers tat die 11jährige „Nina“, die er seit langem kannte, derart leid, dass er beschloss, sich als Pflegestelle für das alte Mädchen zur Verfügung zu stellen. Vorschriftsmäßig machten sie den Sachkundenachweis für Anlagehunde, erledigten alle Formalitäten beim Ordnungsamt und dann konnte die alte Hündin wieder zu bekannten Menschen umziehen. Wir freuten uns mit ihr, hatte sie doch während ihres Aufenthaltes im TH durch ihr liebes, freundliches Wesen im Sturm alle Herzen erobert. Wir denken aber, dass ihr trotz vieler im TH genossenen Streicheleinheiten der Platz auf der Couch allemal lieber sein wird und wünschen dem alten Mädchen sowie den freundlichen Menschen in der Pflegestelle eine wunderschöne gemeinsame Zeit!
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Schwein gehabt: An eine Sinnestäuschung glaubte zunächst ein Kreuztaler Bürger als er in seinem Vorgarten ein Miniatur-Hängebauchschwein erblickte. Doch es handelte sich nicht um eine Fata-Morgana, sondern tatsächlich um ein echtes „Minipig“, das da leise vor sich hin grunzend im Garten umherschnüffelte. Mit 2 Helferinnen des eiligst herbeigerufenen TSV, sowie einiger mutiger Passanten versuchte man dann, dem Borstentier auf den Leib zu rücken, worauf dieses jedoch mit Empörung reagierte und einem Helfer recht derb ins Bein kniff. Mit vereinten Kräften gelang es aber schließlich, den ungewöhnlichen Findling ins Tierschutzauto zu verfrachten und ins Tierheim zu bringen.
In aller Eile wurde dort in einem Freigehege eine Ecke abgetrennt, eine Transportbox dick mit Heu und Stroh ausgelegt und das Ganze noch einladend mit Äpfeln, Möhren und frischem Wasser versehen, so dass der putzige Neuankömmling - vom Tierheimpersonal sofort „Jens-Uwe“ benannt - umgehend in sein Notquartier einziehen konnte. Wir hoffen nun mit dem munteren Minipig, dass sich der Besitzer bei uns meldet, damit „Jens-Uwe“ bald wieder in sein angestammtes Zuhause zurücksiedeln kann.

















