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Kurznachrichten August 2003




August 2003: Und schon wieder steht zur Mittagszeit eine herrenlose Katzenbox vorm Tierheimtor. Doch was da diesmal in der prallen Sonne hinter einem Auto steht, ist ausnahmsweise keine Katze, sondern zur Abwechslung mal ein Meerschweinchen. Ganz liebevoll mit Plüsch-Kuscheltier und Wasserflasche. Aber so weit, das Tier im Tierheim abzugeben, reichte die Liebe dann doch nicht.

 

 

August 2003: In einem Hausflur wird ein Bewohner von einem kleinen Raubtier attackiert. Er ruft die Polizei, diese ruft das Tierheim, das Tier einzufangen. Es ist ein übermütiges, verspieltes Frettchen, und da der Hausbewohner so entnervt von ihm war, tat er ihm kurzerhand eine Schlaftablette ins Futter. Zum Glück war das Frettchen nicht so blöd, die Schlaftablette zu schlucken, so dass es wohlbehalten ins Tierheim geholt werden konnte. Vermisst hat es nie jemand.


 

 

August 2003: So ziemlich das Schlimmste, was mit einem gerade vermittelten Hund passieren kann, geschieht: Lalita, eine scheue Podencohündin, entläuft ihren neuen Besitzern, bevor sie in ihrem neuen Zuhause angekommen ist. Tage und Wochen vergehen, Lalita treibt sich in der Gegend herum, weiß ihre Futterstelle und ihr Bettchen im Wald zu schätzen, doch sie läuft niemandem zu und lässt sich auch erst recht nicht einfangen. Über zwei Wochen strapaziert sie die Nerven ihrer Menschen, und dann, warum auch immer, stellt sie sich vor ein Auto, lässt sich von der Fahrerin am Halsband packen und ins Auto packen. Endlich Zuhause angekommen genießt sie nun das Familienleben und musste erst mal tüchtig ausschlafen.

 

 

 

 

August 2003: Ein Herr betritt Morgens seinen Garten, da sitzen unter einem Strauch drei weiße Wesen, die er noch nie gesehen hat. Es sind drei Rex-Meerschweinchen, zwei Mädels und ein Böckchen, und der Herr kann sich nicht erklären, wie sie dahin gekommen sind. Da sie auch nirgends in die Nachbarschaft gehören, kommen sie ins Tierheim. Da das Böckchen nicht kastriert war, stellen wir uns schon mal auf noch ein paar mehr weiße Meerschweinchen ein.


 

 

 

August 2003: Im Tierheim wird eine Hündin abgegeben. Da sie ziemlich dick ist und ein hängendes Gesäuge hat, fragen wir den Besitzer, wann sie denn das letzte Mal heiß war oder ob sie eventuell trächtig sein könnte. Der Besitzer kann oder will dazu keine Auskunft geben, man kann sich nur erinnern, dass die Hündin des öfteren schon mal Welpen hatte, wann, wusste er auch nicht mehr. Unsere Ahnung war gut, denn besagte Hündin bekam ein paar Tage später sechs Welpen. Schäne Überraschung.

 

 

 

 

August 2003: Mit ein paar Tagen Abstand passiert einem Eisdielenbesitzer und einem Polizisten das gleiche: beide denken, sie hätten in der Stadtmitte einen gefürchteten wilden gefährlichen Automarder gestellt und dingfest gemacht, doch in beiden Fällen war es kein Marder, der es auf Autos abgesehen hatte, sondern es waren zwei zahme ausgesetzte Frettchen, die auf der Suche nach menschlicher Nähe und etwas zu essen waren.


August 2003: Eine Frau ruft im Tierheim an, sie hätte 14 Kaninchen abzugeben, wären zu viele geworden. Wir sagen ihr zu, uns von unterwegs ruft sie zigmal an, weil sie den Weg zum Tierheim wohl nicht findet. Es ist unsagbar heiß an diesem Tag, lebensgefährlich für Tiere und erst recht für Kaninchen. Wir machen uns Sorgen, und Abends um sieben Uhr kommt sie endlich an, frohgelaunt mit einer kleinen Plastikkiste, in der sie ihre Kaninchen gestapelt hat, übereinander liegen die Tiere, schon auf dem Rücken, japsend nach Luft, mehr tot als lebendig.

Wäre halt warm gewesen im Kofferraum, sagt sie, und hat null schlechtes Gewissen. Obwohl wir es kaum gehofft haben, überleben die Kaninchen bis auf eines, was dem Hitzschlag erliegt, unsere erste Hilfe (Abkühlung) kam für dieses zu spät. Die Frau hat mit ihren "14" ( von denen nebenbei nur 13 bei uns ankamen) übrigens unseren Kaninchenbestand arg erhöht, denn mittlerweile haben schon vier der hochschwanger angekommenen Häsinnen geworfen...

 

 

August 2003: Eine Familie mit Kindern steht im Tierheim vor einem Rottweiler-Mischling, die Kinder sind völlig aufgeregt und entsetzt und starren den Hund, der sie freundlich anwedelt, an. Kommen dann ganz eilig angerannt und sagen: "Hallo, das da ist doch ein Rottweiler, dem müsst ihr doch den Schwanz abschneiden, das kann man doch nicht so lassen, sieht doch Scheiße aus!". Hallo, Kinder, und was ist, wenn uns an euch was nicht gefällt?

 

August 2003: Eine Familie kommt zum Tierheim, dabei haben sie zwei Kisten mit insgesamt 11 Meerschweinchen. Die hätten Morgens vor der Haustüre gestanden, und man habe ja selber schon genug Tiere und künne die Schweinchen deshalb nicht behalten. Sehr nett von den Findern, dass sie für uns schon die Tiere nach Geschlechtern sortiert haben. Das kann nicht jeder, der eine Kiste Meerschweinchen findet... die Trennung nach Geschlechtern war aber zu spät gemacht worden: eines von den weiblichen Tieren hat übrigens schon am nächsten Tag ein Baby bekommen.

 

                                  



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