Keine News in dieser Ansicht.










home > Rund ums TierheimKurznachrichten2006Januar

Kurznachrichten Januar 2006




„Im neuen Jahr wird alles besser“, so hört man häufiger von Menschen, die sich dieses Datum als Stichtag für wichtige persönliche Entscheidungen gesetzt haben.

 

Wirklich besser wurde zu diesem Datum aber auch alles für „Panther“, der als Findling bei uns landete und zuletzt als „Notfall“ auf unserer Homepage zu sehen war. Der ca. 12-jährige schwarze Kater, zuerst sehr scheu, dann allmählich immer zutraulicher werdend, kränkelte im Tierheim so vor sich hin, es ging ihm mal besser, mal schlechter, bis der Tierarzt eine beginnende Niereninsuffienz bei ihm diagnostizierte. Medikamente waren zwar noch nicht nötig, dafür aber eine radikale Umstellung des Futters auf eine Spezialnahrung. Wenn nun eine Katze mit mehreren Artgenossen in einer Wohnstube lebt, ist diese Diät natürlich nicht einzuhalten, man hätte Katerchen schon in eine Box sperren müssen, da es bei dem hohen Tierbestand im Katzenhaus unmöglich ist, ihm eine komplette Wohnstube zu reservieren. So wurde für unseren Schwarzen dringend eine Pflegestelle gesucht, diesmal reine Wohnungshaltung, denn auch die leckeren Mäuschen, die ja das Entzücken eines Freigängers darstellen, sind ja in diesem Fall verboten. Aber: Bingo für Panther! Die Bitte um Hilfe las eine Katzenfreundin, die einen Kater mit genau den gleichen gesundheitlichen Problemen besitzt und so durfte unser Schwarzer gleich in den ersten Januartagen dort einziehen. Nachdem sich nun gezeigt hat, dass die beiden Samtpfoten miteinander klar kommen, steht einem (oder vielen) guten neuen Jahr (en) nichts mehr im Wege.

 

 

 


Beinahe mit einem Paukenschlag begann das Jahr 2006 bei uns im Tierheim. Am 01.01. wurde – wie an jedem Sonntag – die Sendung: Tiere suchen ein Zuhause ausgestrahlt, wobei diesmal auch das Tierheim Siegen wieder mit von der Partie war. Vorgestellt wurden 4 Hunde, 2 Katzen, eine Gruppe Farbmäuse und last but not least – 2 Rotmaskensittiche. In ihrer üblichen charmanten Art führte Claudia Ludwig durch die Sendung und alle unsere „tierischen Kandidaten“ spielten super mit, so dass wir nach der Sendung recht zufrieden waren und auf zahlreiche Anrufe hofften.

 

Was aber dann kam, brach alle bisherigen Rekorde. Obwohl teilweise vier Mitarbeiter gleichzeitig Telefondienst machten, hatten wir nicht annähernd die Möglichkeit, allen Anrufern gerecht zu werden, zumal sich auch an der Information bis zu 30 Besucher drängten, die zum großen Teil auf Grund der Fernsehsendung nach Siegen gekommen waren. Dabei war die Resonanz bei den Hunden und Katzen durchaus normal – im Schnitt bis zu 10 Anrufe pro Tier – nur unser bildhübscher „Solino“ ging – für uns alle völlig unverständlich – total leer aus, ebenso unsere Mäuse. Aber der absolute Renner waren die Rotmaskensittiche. Insgesamt wurden im Laufe der Woche über 400 Interessenten gezählt, die sich, teils per E-Mail, teils telefonisch, teils persönlich meldeten und wenn am Ende der Woche noch jemand von unseren Mitarbeitern das Wort „Rotmaskensittiche“ hörte, bekamen er oder sie einen starren Blick.

Nachdem der „Sturm“ sich gelegt hatte, ging es später ans Aussortieren der Interessenten, denn es erfordert schon einigen Aufwand, sich das zukünftige Zuhause vorher anzusehen, wobei häufig die Hilfe der Tierschutzvereine vor Ort unerlässlich ist, schließlich möchte man ja nicht ein Tier einfach „ins Blaue“ vermitteln. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an alle auswärtigen Kollegen für die bereitwillig gewährte „Nachbarschaftshilfe“.

Nach 4 Wochen nun können wir folgenden „Abschlußbericht“ geben:

 

Trixi, Schäferhündin, 3 Jahre – vermittelt

Blacky, Husky-Rüde kastriert – vermittelt

Jessy-Ly, Schnauzer-Mix – vermittelt

Leo, Kater – vermittelt

Lena, Katze – vermittelt

Solino, Podenco-Mix – leider kein Anruf

4 Farbmäuse – kein Anruf

 

Darüber hinaus fanden 6 Wellensittiche und 12 Zebrafinken neue Besitzer. Für unsere Kakadus laufen noch Vorbesuche, ebenso für die heiß begehrten Rotmaskensittiche.

 

Wir wünschen allen neuen Tierbesitzern sowie unseren ehemaligen Schützlingen von Herzen alles Gute.

 

 

 


Große Sorgen machte sich offenbar ein Siegener Mitbürger um eine Kanal-Ratte, die bei ihm vor der Haustüre saß, zeigte das Thermometer doch schließlich die „Null-Grad-Grenze“ an. Der Herr griff daher zum Telefon, rief im Tierheim an und fragte nach, ob dem Tier denn womöglich draußen nicht zu kalt sei. Der Hinweis eines Mitarbeiters, dass ja auch andere heimischen Tierarten wie z. B. auch Hasen, Rehe oder Vögel derartige Temperaturen durchaus gewohnt seien und gut damit klar kämen, beruhigte den besorgten Anrufer jedoch leider nicht und so bat er darum, dass doch vorsichtshalber jemand vom Tierschutz vorbeikommen und das Tier einfangen solle. Als die Tierheimleiterin das Gespräch übernehmen wollte, wurde spontan der Hörer aufgelegt und somit bleibt unklar, ob es sich bei dem Anrufer um einen übersorgten Tierfreund handelte oder um jemanden, der sich im Kalender verguckt hatte und einen verfrühten Aprilscherz loswerden wollte.

 

 

 

 



Sehr erstaunt waren die Mitarbeiter des Tierheims, als sie einen bitterkalten Montagmorgen um 8.00 Uhr das große Tierheimtor aufschlossen. Stand doch unmittelbar dahinter – offenbar darunter durchgeschoben – ein Plastikteller, auf dem sich mehrere gefrorene Bröckchen Katzenfutter befanden. Daneben, in eine Klarsichthülle gesteckt, lag ein Zettel mit der Aufschrift: Ich heiße „Lissy“. Offenbar war hier also ein Katzenmädchen ausgesetzt worden, von dem jedoch weit und breit nichts zu sehen war.

 

Kopfschüttelnd betrachteten die Mitarbeiter die Utensilien und begannen sofort das Gelände abzusuchen, leider ohne Erfolg. Sorgenvoll schauten einige in Richtung Autobahnzubringer, der sich ja in unmittelbarer Nähe befindet, andere befürchteten, dass Mieze sich vielleicht in einen Hundfreilauf verirrt hatte, es war jedenfalls nirgendwo auch nur ein Zipfel von einer Katze zu sehen. Was blieb anderes übrig, als nach erfolgloser Suche an die Arbeit zu gehen? Schließlich war es Montag früh, eine Tierarztfahrt stand an und die Tierheimtiere wollten versorgt werden. So gegen 9.30 Uhr hörten die Mädchen, die im Katzenhaus arbeiteten, plötzlich von draußen ein lautes Mauzen.

 

Vor der gläsernen Eingangstür stand ein kleines getigertes Kätzchen und begehrte lautstark Einlaß! Schnell wurde die Tür geöffnet und das zierliche, vielleicht 7 – 8 Monate alte Katzenmädchen spazierte mit hoch erhobenem Schwanz hinein. „Ja, Lissy, da bist du ja!“ begrüßte eine Mitarbeiterin das total zutrauliche Tierchen, was Lissy durch lautes Miauen und eifriges Schnurren bestätigte. Eine Box wurde hergerichtet und das Tigerchen kuschelte sich sogleich hochzufrieden in das behagliche Körbchen.

Das hatten wir noch nie – eine Mieze, die allein zum Katzenhaus marschiert und um Einlaß bittet und daher denken wir, diese erstaunliche Geschichte ist es wert, auch anderen Tierfreunden zugänglich gemacht zu werden.

 

 

 

Eigentlich sollte jedem Katzenbesitzer inzwischen die Tatsache bekannt sein, dass gekippte Fester eine Todesfalle für unsere Stubentiger sein können. Denn wenn sie da einmal festklemmen, gibt es für sie keine Möglichkeit, sich zu befreien. Leider gibt es aber immer noch Katzenfreunde, die entweder aus Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit ihr Tier dieser Gefahr aussetzen.

 

So geschehen in Siegen in der Oberstadt. Nachbarn beobachteten einen jungen schwarz-weißen Katzer, der hilflos in einem Kippfenster eingeklemmt war und laut jammerte. Da sich auf Schellen an der Wohnungstür des Besitzers niemand meldete, taten die tierfreundlichen Mitbewohner des Hauses das einzig Richtige und alarmierten die Feuerwehr. Mit entsprechenden Geräten gelang es den Feuerwehrmännern schließlich, dass schreiende Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien. Da der Kater weder stehen noch gehen konnte, brachten sie den armen Kerl zu uns ins Tierheim. Umgehend wurde er einem Tierarzt vorgestellt um abzuklären, ob er schwere innere Verletzungen hatte und die Diagnose lautete: Nerv entweder gequetscht oder eingeklemmt. Wir betteten ihn vorsichtig auf eine weiche Unterlage und ganz langsam erholte er sich von dem Schock und nahm auch etwas Futter zu sich. Nun hieß es, ihn sorgfältig zu beobachten, aber glücklicherweise begann er nach einigen Tagen kleine Schritte zu machen, so dass es sich offensichtlich nur um eine Quetschung handelte, von der er sich zusehends erholte. Der freundliche junge Kater, den wir „Nils“ tauften begann schon zu schnurren, wenn man nur den Raum betrat und sich ihm näherte und wir freuten uns mit ihm, dass er nach relativ kurzer Zeit wieder gesund und munter und noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen war. Er konnte inzwischen schon bei lieben Katzenfreunden einziehen und fühlt sich dort sehr wohl.

 

Der wirkliche Besitzer hat sich übrigens bis heute nicht bei uns gemeldet. Ob er wohl Angst hat, dass ihm durch den Einsatz der Feuerwehr möglicherweise Kosten entstehen könnten?

 

 

                                  

 



TIERHEIM SIEGEN - HEIDENBERGSTRASSE 91 - 57072 SIEGEN - FON: 02 71 - 31 37 70 - EMAIL: INFO@TIERHEIM-SIEGEN.DE

Impressum  Seitenanfang  Drucken