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Kurznachrichten Februar 2006




Wenn der Kalender den fünften Februar anzeigt weiß jeder: Die Weihnachtszeit ist vorbei und der Frühling lässt nun nicht mehr gar so lange auf sich warten. Dennoch fühlten wir uns stark an Weihnachten erinnert, als am besagten fünften Februar- unserem „ offenen Sonntag“ –ganz liebe Tierfreunde bei uns auftauchten und uns besuchen wollten. Sie haben vor drei Jahren einen Hund von uns übernommen und schauen seitdem regelmäßig unsere Homepage an, um  über all unsere Sorgen und Nöte informiert zu sein. So hatten Sie dort gelesen, dass wir dringend einen neuen Wäschetrockner fürs Katzenhaus benötigen, da der alte Trockner seinen Geist aufgegeben hat.

 

Sie hatten einen gebrauchten Wäschetrockner für uns besorgt, sich ins Auto gesetzt und waren von ihrem Wohnort Aachen zu uns gekommen, um ihn uns zu schenken. Darüber hinaus brachten sie noch eine sehr großzügige Geldspende für unser Sorgenkind „Leon“ mit, da sie dessen Geschichte gelesen hatten und gerne einen Teil dazu beitragen wollten, ihm zu helfen. Wir waren regelrecht gerührt über das spontane Handeln dieser Tierfreunde und sagen ihnen auch von dieser Stelle aus nochmals unseren herzlichsten Dank.

 

P.S. Nun kann eigentlich in Sachen trockener Wäsche nichts mehr schief gehen! Denn kurz nach Wäschetrockner Nummer eins durften wir nun in Kreuztal einen zweiten, fast neuen Trockner abholen, da die sehr tierlieben Besitzer der Meinung waren, das Teil werde bei uns noch dringender gebraucht als bei ihnen daheim. Vielen Dank, liebe Tierfreunde in Kreuztal, für eure großzügige Spende!

 

 

 

 


Draußen auf den Straßen herrschte Schneechaos, viele Autos standen quer und jeder dachte schon mit etwas Sorge an den Heimweg, als kurz vor Toresschluß noch ein Anruf der Polizeidienststelle Kreuztal kam, bei ihnen sei ein Hund abzuholen.

 

Als die Kollegin wieder im Tierheim eintraf, hatte sie einen blutjungen Belgischen Schäferhundmix an der Leine, der völlig verschüchtert war und vor Angst am ganzen Körper zitterte. Er geriet regelrecht in Panik, sowie jemand einen Schritt auf ihn zumachte. Laut polizeilicher Aussage hatte der Besitzer ihn geschlagen, getreten und mit Bier übergossen und den von Nachbarn herbei gerufenen Polizeibeamten angebrüllt: „Nehmt das Vieh mit, ich kann es nicht mehr sehen!“ Der bildhübsche Rüde wurde an uns übergeben, die Polizei hat eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft weiter geleitet und wir können nur hoffen, dass dieser Mensch nie wieder ein Tier halten darf.

Der sieben Monate alte „Bennie“, wie wir den netten Jungen tauften, blüht im Tierheim förmlich auf, tobt fröhlich mit Artgenossen im Freilauf herum und sucht nun eine einfühlsame Familie, die ihm hilft, all seine schlimmen Erlebnisse zu vergessen und wieder Vertrauen zu Menschen aufzubauen.

 

 

 


Große Augen machte eine junge Dame an einem Sonntagmorgen, als sie ihr Pferd zu einem Ausritt aus seiner Box holen wollte. Saß doch zu dessen Füßen- oder besser Hufen – völlig furchtlos ein bildhübscher, rotgetigerter  Kater und maunzte sie sehr zutraulich an. Einzig mögliche Erklärung: Jemand musste ihn durch das gekippte kleine Fenster zu dem Pferd herein geschoben haben. Glücklicherweise hegte der Wallach keine bösen Absichten gegenüber dem kleinen Stubentiger, denn unter die Hufe zu geraten ist für eine Katze wirklich lebensgefährlich. Doch so konnte der Rottiger  von seiner Finderin unverletzt geborgen und unserem Bereitschaftsdienst übergeben werden. Der junge Kater sucht nun –nach Impfung und Kastration - ein Zuhause bei lieben Katzenfreunden, die gut Acht geben, dass er keinesfalls „unter die Hufe“ gerät!

 


An einem eiskalten Februarabend fuhr ein Ehepaar gegen 22.00 Uhr über die Autobahn heimwärts und hielt auf einem Rastplatz bei Freudenberg kurz an, um dem im Auto befindlichen Vierbeiner noch schnell eine Gassirunde zu gönnen.

 

Da sahen sie sich plötzlich einem anderen Hund gegenüber, der mit einem Seil an eine Mülltonne angebunden war und vor Kälte am ganzen Leib zitterte. Das Ehepaar suchte das gesamte Gebiet nach einem eventuellen Besitzer ab, fand aber keinen Menschen, der zu dem Hund gehörte. Als sie das schwere Stachelhalsband, welches das Tier trug, lockern wollten, sahen sie im Fell einen Zettel mit dem Namen „Gismo“ kleben. Sie banden den winselnden Rüden los und versuchten eine vorsichtige Annäherung an ihren eigenen Hund, was problemlos klappte. So verstauten sie den Findling neben ihrem auf der Rückbank, da es mittlerweile 23.00 Uhr war und sie das Tier erst mal mit nach Hause nehmen wollten. „Gismo“ schmiegte sich sogleich dicht an das warme Fell des Artgenossen und so- eng aneinander gekuschelt – verbrachten die beiden Hunde auch die Nacht.

 

Es tat dem Ehepaar von Herzen leid, den SH-Mix am nächsten Tag im Tierheim abgeben zu müssen, aber es war ihnen nicht möglich, zwei Hunde zu halten. Unser Findelkind bringt leider eine Behinderung mit: Ein Vorder- sowie ein Hinterbein stehen schief, laut tierärztlicher Aussage ein angeborener Schaden. Für unseren total freundlichen und verträglichen Findling suchen wir einfühlsame Tierfreunde, die nicht gerne sehr lange oder weit spazieren gehen und bereit sind, „Gismo“ ein Zuhause zu schenken, wo er vergessen kann, auf welch grausame Art der Vorbesitzer sich seiner entledigte und wieder lernen darf, dass es auch freundliche Menschen gibt.

                                  



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