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Kurznachrichten Juni 2006





Liebe Tierfreunde, wie Sie wissen,

 

versuchen wir optimal zu vermitteln. Wir führen Gespräche mit den „neuen“ Menschen und schauen, ob Mensch und Tier zusammen passt. So auch im nachfolgenden Fall unseres netten und imposanten Rüden „Freddy“. 

 

„Freddy“ ist ein Mischling aus Schäferhund und Dackel. Das heißt: großer Kopf, großer Körper und darunter kleine Dackel-Beinchen. Die Dame schien zu unserem „Freddy“ zu passen, also haben wir ihn vermittelt. Nach 3 Tagen rief die Dame an und erklärte uns, dass „Freddy“ einfach nur ein Traumhund ist.

 

Natürlich haben wir das gewusst! Umso verwunderlicher war es, als genau diese Dame einige Tage später wieder anrief und erklärte, dass wir ihn sofort zurücknehmen müssten, da er auf den teuren Teppich gepieselt hat. Unsere Erklärungen, der Hund würde sein neues Zuhause markieren, wurden zurückgewiesen und somit stand „Freddy“ am nächsten Tag wieder bei uns auf der „Matte“ und zog erneut bei uns ein.

 

Mittlerweile können wir jedoch berichten, dass „Freddy“ eine Familie gefunden hat, die ihn so lieben, wie er ist –einzigartig!

 



 

 

An einem Nachmittag bekamen wir einen Anruf,

 

dass eine Frau einen kleinen weißen Hund  an einer Landstraße in Freudenberg, an einer Leitplanke angebunden, gefunden hat. Sie hat ihn mit nach Hause genommen und am Fundort ihre Telefonnummer hinterlassen. Da sich nach 3 Tagen keiner gemeldet hatte, brachte sie uns den Hund.

 

Schon wieder eine arme Seele, die einfach „entsorgt“ werden sollte. Das kleine Tier war völlig verfilzt, knochig und die Rute war fast kahl. Das kleine Gesicht war völlig zugewuchert und darunter guckten uns kleine schwarze Knopfaugen an.

 

Nach der Untersuchung durch unseren Tierarzt wurde festgestellt, dass der kleine Rüde ca. 13 bis 14 Jahre alt sein muss. Wer kann so herzlos sein und ein so wehrloses Geschöpf einfach an der Straße anbinden und zurücklassen? Unfassbar.  Der kleine „Max“ wurde von überflüssigem Filz befreit. Impfen kann man ihn noch nicht, da er einfach zu schwach ist.

 

Wie Sie sich vorstellen können, ist es nicht einfach einem so alten Hund ein Zuhause zu besorgen. Drücken Sie uns also die Daumen, dass ihn doch noch jemand haben möchte!

 


 

 

Einen Welpen zu vermitteln oder einen jungen Hund

 

ohne optische „Makel“ ist ja nicht unbedingt so schwer, aber wenn man ein Seelchen vermitteln kann, dass schüchtern zurückgezogen und ohne Schwänzchen ist, dann freuen wir uns besonders. Sie kennen sicherlich noch unsere Suchaktion, wo eine kleine weiss-braune Hündin namens „Gigi“ entlaufen war und fast 2 Monate umher irrte, bevor wir sie wieder glücklich in unsere Arme schließen konnten.

 

Insgesamt war „Gigi“ – mit kleiner Unterbrechung – fast 1,5 Jahre bei uns. Eine verdammt lange Zeit für einen Hund. Es scheint jedoch, dass sie nun endlich ein schönes Zuhause gefunden hat. Sie kann ab jetzt mit zwei sehr netten Rüden im eingezäunten Garten spielen, hat Familienanschluss zu zwei sehr netten Kids und natürlich zu den sehr netten „Eltern“, die sich um sie kümmern werden.

 

Als die kleine Gigi dann selbstbewusst und ohne jegliche Angst in den Kofferraum des Kombis sprang, es sich zwischen den beiden Rüden gemütlich gemacht hat und sich hinlegte, da wussten wir, dass sie es geschafft hat. Wir hatten alle eine kleine Träne im Auge als das Auto mit Familie und Hunden vom Hof fuhr. Wir wünschen Gigi und ihrer neuen zwei- und vierbeinigen Familie alles Gute und eine lange schöne gemeinsame Zeit.

 

 



Einen ungebetenen und unerwünschten Gast

 

entdeckte ein Siegener Gastwirt am Pfingstmontag in seinem Garten und reif daraufhin den Tierschutzverein an. Wir glaubten an ein Dejavue-Erlebnis, als wir einem rundlichen Hängebauchschwein gegenüber standen, denn auf ähnliche Weise waren wir ja etwa vor Jahresfrist auch an unseren „Ollie“ gekommen, der inzwischen in einem Streicheltierpark umgezogen ist.

 

Bei diesem grauen Borstentier handelte es sich jedoch eindeutig um ein Mädchen, das sich zuerst ein bisschen zierte, bevor es bereit war, sich einfangen und ins Tierschutzauto verfrachten zu lassen. Im Tierheim angekommen bezog die junge Dame dasselbe Gehege, in dem schon ihr Vorgänger gewohnt hatte, prüfte sorgfältig alle Winkel, Ecken und die Schlafhütte und schien mit dem Ergebnis offensichtlich nicht unzufrieden zu sein. Aus lang bewimperten Schweinsäuglein beobachtete sie die Tierpflegerin, die ihr ein leckeres Mahl servierte, rümpfte kokett das Näschen oder besser den Rüssel – vielleicht war das Angebot nicht passend? – machte sich zum Schluß aber doch schmatzend über das angebotene Futter her, das sie bis zum letzten Krümel verputzte. Wir tauften das recht zutrauliche Schweinemädchen auf den schönen Namen „Belinda“, hauptsächlich, weil sie so hübsch mit den Wimpern klimpern kann, und warteten – natürlich vergebens – ob sich vielleicht der Besitzer des nicht alltäglichen Findlings meldete.

 

Ich habe allerdings die Kollegin, die das Kleintierdorf betreut, stark im Verdacht, das Schweinchen besorgt und im Wirtshausgarten „deponiert“ zu haben, da sie schön länger eine Gefährtin für unsere Schweindame „Lucie“ sucht. Die Zusammenführung der beiden „schweinigen Mädels“ ist geplant und wird demnächst stattfinden und wir hoffen, dass sich die Beiden gut verstehen werden und dem Schweineglück in Zweisamkeit nichts im Wege steht.

 

                                  



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