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Kurznachrichten Oktober 2007




Weihnachten in Sicht und so wenig Herz!

 

Wie kann man nur soooooo herzlos sein! Das fragten sich wieder einmal die Kollegen im Kleintierdorf, als an einem nebeligen Oktober-Morgen drei Wüstenrennmäuse abgegeben wurden. Die drei kleinen Nager waren bei Eiseskälte im Wald gefunden worden, total unterkühlt, dem Tod näher als dem Leben. Mongolische Wüstenrennmäuse bei dieser Witterung auszusetzen ist ja wohl das fürchterlichste was man sich vorstellen kann. Zum Glück konnten alle drei gerettet werden. Es muss noch abgewartet werden ob die Weibchen tragend sind, aber dann steht einer Vermittlung in verantwortungsvollere Hände nichts mehr im Weg.

 


Nagelpflege? – Bei Schildkröten besser nicht!

 

Die nächste Horror-Nachricht war, dass es offensichtlich immer noch Tierärzte gibt, die männlichen Schmuckschildkröten die Krallen schneiden. Bei der Abgabe einer Schildkröte entschuldigte sich der Besitzer, dass er nicht noch mal beim Tierarzt die Krallen hatte schneiden lassen. Das starke Bluten der frisch geschnittenen Krallen hatte der betreffende Tierarzt damit erklärt, dass es gängige Praxis sei die Krallen kurz zu schneiden um den Tieren Blut abzunehmen.

 

Grusel-Graus können wir da nur sagen!!! Vielleicht sollte man da einfach die Finger von lassen wenn man keine Ahnung von den Tieren hat!!! Hoffentlich liest der betreffende Tierarzt dies auch und zieht sich den Schuh auch an!!!

 

 


Achtung - Neue Schweinereien im Tierheim Siegen!

 

Neues aus Schweinien gibt es natürlich auch: Lucie und Clothilde sind inzwischen vereint. Ein Teil des Trenngitters konnte entfernt werden und solange beide Schweine satt sind, verhalten sie sich auch friedlich! Manchmal schafft man es sogar, sie auf einem Foto zu vereinen. Schweinische Futterspenden und Patenschaften werden immer noch gerne entgegen genommen!!!

 

An dieser Stelle einmal vielen Dank der Gemüsezentrale, die uns wöchentlich bei der artgerechten Fütterung unserer Vögel, Kleintiere und Schweine unterstützt!

 

 


Armer Hope!

 

Kaninchen „Hope“ war auch nicht viel besser dran als er zu uns kam. Dem Kaninchenböckchen war offensichtlich übel mitgespielt worden. An Rücken, Po und Schwanz war er übersäht mit Kratz- oder Bisswunden. Woher diese Verletzungen stammten, konnte leider nicht ermittelt werden.

 

Wichtig ist ja auch nur, dass fast alle Wunden inzwischen gut verheilt sind. Er konnte sogar schon kastriert und geimpft werden.

 

 


Der WDR übernahm für 2 Tage das Siegener Tierheim - Dreharbeiten für die Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“:

 

Wer am 24. und 25. Oktober das Tierheim in Siegen besuchte, wusste im ersten Augenblick nicht, ob er wirklich im Tierheim oder auf dem Werksgelände des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Köln war.

 

Als erstes sah man einen riesigen Übertragungswagen und weitere 4 LKW’s des WDR.

 




Daneben große Scheinwerfer, 3 Kameras, jede Menge technische Ausrüstung und ca. 30 Mitarbeiter des Fernsehsenders. Es war nicht zu übersehen, der WDR hatte das Kommando auf dem Heidenberg übernommen. Schnell wurde klar, es wurde für die Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ gedreht. Üblicherweise wird diese Sendung in Köln produziert. Jede Woche nehmen drei bis vier Tierschutzvereine aus NRW an dieser Fernsehsendung teil. Die Moderatorin Claudia Ludwig stellt dann die Hunde, Katzen und andere Kleintiere der jeweiligen Tierschutzvereine dem großen Fernsehpublikum vor.

 

Diesmal läuft die Sendung allerdings ganz anders. Die gesamte Sendung dreht sich um das Siegener Tierheim. Viele Mitarbeiter kommen zu Wort und das Tierheim wird ausführlich vorgestellt. Insgesamt werden 14 Hunde, 10 Katzen und viele Kleintiere aus dem Tierheim gezeigt, die ein neues Zuhause suchen.

Die Redakteurin Gina Göss und die Moderatorin Claudia Ludwig lobten vor allen Dingen die artgerechte und liebevolle Haltung der Tierheimtiere und waren überrascht von der Artenvielfalt im Siegener Tierheim.

 

Am 24.10. kamen die Techniker, um die ganzen Kabel für die Sendung zu verlegen. Am darauf folgenden Tag kamen dann alle und es war ziemlich aufregend für uns alle. Zuerst stellte Moderatorin, Frau Claudia Ludwig, den Notfall Assam vor. Der nette Rüde ist schon so lange bei uns im Tierheim und er ist rundum ein lieber Hund, der jeden Menschen mag. Das einzige Problem hat er mit Artgenossen. Dann wurden noch 5 Hunde auf der Wiese hinter dem Kleintierdorf. Weiter ging es dann im Katzenhaus. Da wir im Moment dort aus allen Nähten brechen, haben wir mehr Katzen vorgestellt, als eigentlich angedacht. Einem kleiner Stubentiger gefielen die Dreharbeiten besonders und wir hatten den Eindruck, sie wäre gerne Kamerafrau geworden, denn plötzlich sprang sie auf die Kamera des Teams, ließ sich dort nieder und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit, die sie durch ihre heldenhafte Tat bekam. Okay kleine Katzendame, demnächst darfst Du die Hauptrolle bei einer Familie übernehmen. Weiter ging es mit den gefiederten Bewohnern des Tierheimes. Zebrafinken, Nymphensittiche und Pennantsittiche wurden vorgestellt. Der Gang ging Richtung Teich, wo weitere 4 Hunde vorgestellt wurden.

 

Die Krönung waren dann die Kleintiere: Ich mit Frau Ludwig im Stroh. Die Kaninchen, Meerschweinchen und Schildkröten erledigten ihren Job gut. Im Hundehaus wurden dann noch drei Hunde vorgestellt. Zwischendurch kamen immer wieder Einspielfilme über das Tierheim, die schon vorher gedreht wurden. Ganz besonders hat mich der Bericht aus der Rubrik „erfolgreich vermittelt“ gefreut. Dort konnten wir sehen, wie es der Hundedame namens „Tuja“ ergeht, die vor einiger Zeit von uns vermittelt wurde. Als ich am Montagmorgen die Wiederholung sah, hatte ich Tränen der Freude im Auge, denn die kleine Maus war hier im Tierheim so schüchtern gewesen und nun strotze sie vor Sicherheit. Das tut so gut!

 

 



Nach der Ausstrahlung der Sendung konnten wir uns hier kaum noch vor Anrufen retten. Mit 3 Frauen haben wir am Telefon gesessen. Von 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr klingelten ununterbrochen die Telefone und wir haben unser Bestes gegeben.

 

Am Montagmorgen das Gleiche. Ab 8.00 Uhr standen die Telefone wieder nicht still und so können wir jetzt schon vermelden, dass 5 Hunde, 7 Katzen und ein paar Kleintiere schon ein neues Zuhause finden konnten. Es laufen noch einige Vorbesuche und bald können wir bestimmt eine Bilanz ziehen. Eins aber steht jetzt schon fest: Es war ein voller Erfolg für die Tiere. Wir werden nächsten Monat berichten, welche Erfolge noch zu verzeichnen sind.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle noch ganz herzlich bei dem gesamten Team des WDR bedanken. Es hat riesigen Spass gemacht und wir sind jederzeit wieder dabei, wenn es heißt: „Tiere suchen ein Zuhause“!

 

Polizei im Siegener Tierheim:

 

Die Dreharbeiten des WDR waren für die Siegener Tierschützer so aufregend, dass sie im Eifer des Gefechtes auch nicht für die Polizei erreichbar waren. Die hatte nämlich einen Findlingshund aufgegriffen, der vom Bereitschaftsdienst des Tierheimes abgeholt werden sollte. Notgedrungen machten sich die Polizeikommissare Anette Harr und Volker Daub selbst mit dem Findling auf den Weg ins Tierheim. Die Tierschützer staunten nicht schlecht, wie sicher, fachgerecht und lieb die Beamten mit dem doch großen und unbekannten Hund umgingen.

 

Vor Ort konnten sie sich auch überzeugen, wie aufwendig und stressig die Dreharbeiten für das Tierheimpersonal war.Der Findling ist übrigens am nächsten Tag von seinem Herrchen aus Geisweid wieder abgeholt worden.

 

 

                               

 

 

 

 

 

 

 



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