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Kurznachrichten Februar / März 2008:




Ausgesetzt ohne Reue?!

 

 

An einem Tag, rief uns unsere „Perle“ aus der Verwaltung – Frau Moll – an und teilte völlig fassungslos mit, dass ihr ein Hund an das Tor gebunden worden sei. Ungläubig gingen wir zum Verwaltungsgebäude rüber und holten den armen kleinen Rüden, den wir Rasputin tauften, ab. In dem Briefkasten befand sich ein zusammengefalteter 50,-- €-Schein, der wahrscheinlich von der Dame stammte, die den armen kleinen Kerl einfach ausgesetzt hatte.

 

Jetzt fragen sich sicherlich einige aufmerksame Leser, woher wir wissen, dass es eine Frau war?! Ein Mitarbeiter hatte einen Einsatz und sah auf dem Weg dorthin eine Frau mit exakt diesem Hund. Die Dame hatte kinnlange blonde Haare, war ca. 50 Jahre alt und hat ihren vierbeinigen Kamerad einfach an der Tür angebunden. Fassungslos nahmen wir den Terrier-Mischling mit und quartierten ihn bei uns ein. Bei der tierärztlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass „Rasputin“ noch gar nicht alt ist. Unsere Tierärztin schätzte ihn auf ca. 2 Jahre ein. Mit Hilfe der Presse haben wir versucht, die Besitzerin ausfindig zu machen. Leider sind hier keine Hinweise eingegangen.

Die ersten Tage im Tierheim hat er sehr gejault und auch essen wollte er auch nicht wirklich – so sehr hat er seine Familie vermisst. Mittlerweile konnten wir „Rasputin“ vermitteln und wir wissen, dass er es dort sehr gut haben wird.

 

Bei der ganzen Geschichte können wir nicht verstehen, dass man nicht den Mut aufbringt, und im Tierheim den Hund abgibt. Uns fehlen bei „Findlingen“ wichtige Informationen, die zum Vermitteln des Tieres sehr wichtig sind.

 

 

 


Ein sanfter Riese!

 

Von einem besorgten Tierfreund, der sich mit Haut und Haaren erhielten wir eine Anfrage, ob wir einen Hund aufnehmen können, der unter erbärmlichen Zuständen gehalten würde. Natürlich stimmten wir zu. Als „Pascha“, ein 6-jähriger Kangal (anatolischer Hirtenhund, Schulterhöhe ca. 82 cm) bei uns eintraf, wussten wir, was gemeint war. An den Beinen hatte er Wunden, die er sich teil selbst, teils durch einen zu engen Zwinger zugefügt hatte. Als wir ihn in eine Stube gebracht, wo er einen direkt angeschlossenen Freilauf hat, den er jederzeit besuchen kann und dort rumschnüffeln und –toben kann.

 

Als er den riesigen Platz gesehen hat, den er nun zur Verfügung hat, begann sich sein Gesicht zu verändern. Er lief alles ab, schnüffelte hier und dort, machte ein paar Freudensprünge und freute sich über den Platz, den er nun sein Eigen nennen darf, bis er eine Familie gefunden hat. Und nach ein paar Tagen können wir nun behaupten, dass er sich freut und ein Lächeln im Gesicht hat. Endlich Platz ohne Ende…

 

 



Eine weitere bedauernswerte Socke ist als Findling zu uns gebracht worden.

 

Ein Mann fand ihn in Siegen, in einem kleinen Park und brachte den Hund zu uns und wir sahen direkt, dass der Schäferhund ziemlich arge Probleme mit der Hüfte haben musste. Bei Schäferhunden wird die Rückenlinie abfallend gezüchtet, so dass die Hunde sehr oft an HD (Hüftgelenksdysplasie) erkranken. In den ersten Tagen hatte der arme Rüde so schlimm Durchfall, der vom Geruch her nicht zu ertragen war. Es stank erbärmlich. Unsere Tierärztin hat ihn dann untersucht und mit Medikamenten versorgt, damit es ihm schnell wieder besser ging.

 

Nach ein paar Tagen war dies im Griff und wir konnten nun die Hüfte röntgen lassen. Leider wurde unsere Befürchtung bestätigt: er hat eine mittelschwere HD und es könnte eventuell passieren, dass er, wenn er älter wird, eine OP benötigt. Unsere Tierärztin hat ihn auf ca. 2 Jahre geschätzt und er hat doch ein schmerzfreies Leben verdient, oder? Die Muskulatur an seinen Hüften ist so unterentwickelt, dass wir mit ihm auch diese langsam trainieren müssen, damit er wieder zu Kräften kommt.

 

 

Beim Umzug „Inventar“ vergessen!

 

An einem Tag bekamen wir einen Anruf, dass um das Haus ständig ein Kater läuft, die wohl dem Vormieter gehörte. Natürlich fuhren wir hin und holten den Kater ab. Leider bekommen wir in der letzten Zeit häufiger die Mitteilung, dass Leute umziehen und ihr Tier einfach zurücklassen. Es ist uns total unverständlich, wie man sich erst für ein Tier entscheidet, es bei sich aufnimmt und dann einfach zurück lässt, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob das Tier weiter gefüttert wird und/oder medizinisch versorgt wird.

 

 


Osterhäschen „entsorgt“

 

 

2 verspätete Osterhäschen erreichten uns am 26.03.2008! Angeblich ausgesetzt wurden uns die zwei süssen Zwerge gebracht. Bis auf viel zu lange Krallen erfreuten sich „Stern“ und „Schnuppe“ zum Glück bester Gesundheit und warten jetzt im Kleintierdorf auf neue Liebhaber.

 


Transportkisten neu, Kaninchen alt!

 

Der schwedische Möbelhersteller in der Nähe unseres Tierheims erfreut sich wachsender Beliebtheit. Leider auch in Hinblick auf die Anzahl der dort abgeladenen Tiere. In zwei pfuschneuen Transportboxen wurden in der vergangenen Woche zwei süße Kaninchen dort abgeladen.

 

Zum Glück waren die Transportboxen so auffällig deponiert, dass eine aufmerksame Kundin die Tiere schnell zu uns bringen konnte. „Hanni“ und „Nanni“, wie die zwei von uns getauft wurden, könnten tragend sein und müssen daher noch mindestens bis Mitte April bei uns bleiben.

 


Hilfe für Jedermann

 

Daß ein Tierheim sich nicht nur um das Wohl der Tiere kümmert sondern auch das Wohlergehen von Menschen wichtig ist, kann man gut an der folgenden Geschichte erkennen:

Der Pfleger eines Siegener Krankenhauses rief bei uns an und fragte ob wir den Wellensittich einer Patientin in Pflege nehmen könnten. Die alte Dame musste dringend operiert werden, weigerte sich aber dem zuzustimmen weil sie Angst hatte ihr Wellensittich würde nicht mehr ordentlich versorgt solange sie im Krankenhaus liegt.

 

Daher wollte sie lieber möglichst schnell nach Hause zu ihrem Vogel. Nachdem wir ihr versichert hatten dass wir uns während ihres Krankenhausaufenthalts gut um das Tier kümmern wurden stimmte sie schnell zu. So konnten wir den kleinen Piepmatz inzwischen abholen und er wartet jetzt nur noch drauf, dass sein Frauchen schnell gesund wird und ihn wieder holen kann. Also : Gute Besserung, werden sie schnell wieder Gesund!

 


Glücklich vermittelt

 

Hennes und Fritz unsere beiden Zwergziegen konnten nach ihrem Fernsehauftritt bei Tiere suchen ein Zuhause glücklich vermittelt werden. Zwischen den zahlreichen Interessenten zu wählen war nicht leicht. Bei den neuen Besitzern war es Liebe auf den ersten Blick. Sie wollten schon seit Jahren gerne Ziegen haben und bauen nun ein Gehege mit Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Der 2m hohe Zaun wird die zwei Racker bestimmt davon abhalten beim Nachbarn mal auf Entdeckungstour zu gehen. Wenn wir die zwei im April in ihr neues Zuhause gebracht haben werden wir aber bestimmt noch mal berichten.

 

Auch Pennantsittich Dame Penny fand nach der Sendung ein neues Zuhause. Ein 11jähriger einsamer Hahn suchte in Baden-Würthemberg eine neue Partnerin. Die neuen Besitzer scheuten auch die weite Fahrt nicht und holten die 10jährige Penny hier Anfang März ab. Die zwei Vögel haben sich auf Anhieb gut verstanden und haben hoffentlich noch viele schöne Jahre bei ihren netten Besitzern.

 

 

 


Neue Bewohner in der Information im Tierheim.

 

Seit Neustem gibt es in der Information/Anmeldung im Tierheim Siegen etwas Neues zu bestaunen: ein Aquarium, das zur Behausung für Wasserschildkröten eingerichtet wurden. Man bestaunt die kleinen Tiere, wie sie unter Wasser paddeln, sich auf der schwimmenden Holzbrücke ausruhen und nach ihrem Futter „angeln“.

 

Nur leider hat das Aquarium einen kleinen Nachteil: Wir haben verstärkt festgestellt, dass die Mitarbeiter, die sich dort häufiger aufhalten, verstärkt die Toilette aufsuchen müssen, aber der Blick auf die Wasserschildkröten entschädigt.

 


Weckruf aus dem Vogelhaus

 

 

Wer morgens nicht ganz so schnell wach wird sollte sich mal im Kleintierdorf unseres Tierheims betätigen. Dort sorgen zwei Seiden-Zwerg-Hähne neuerdings für einen kostenlosen Weckdienst. Einmal die Tür zum Hundehaus geöffnet ertönt für fast eine Stunde ein zweistimmiges Weckkonzert a la Kikeriki.

 


Schildkröte gefunden

 

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen kamen auch die ersten Fund-Schildkröten dieses Jahr zu uns. An der Sieg wurde eine mittelgroße Hyroglyphenschildkröte gefunden die leider über und über von Panzernekrose befallen ist. Eine Erkrankung die neben den Erkältungskrankheiten ganz typisch ist für ganzjährig draußen gehaltene Schildkröten.

 

Glücklich und kompetent vermittelt!

 

Ein Mann kam ins Tierheim und wollte den Kater „Sam“ abgeben, weil er Unsauber sei. Er würde so viel trinken, aber er sei ja eine Wohnungskatze und müsste daher ja nicht zum Tierarzt!? Wir nahmen ihn dann natürlich sofort auf und stellten „Sam“ unserer Tierärztin vor. Nach einem Bluttest wussten wir dann auch, warum „Sam“ Unmengen an Wasser zu sich nahm: Er hat Zucker. Nun mussten wir ihn zwei Mal (morgens und abends) am Tag mit Insulin versorgen – wie bei Menschen eben auch. Wir stellten ihn auf unserer Internetseite als Notfall vor und hofften, dass sich bald jemand finden würde, der „Sam“ bei sich aufnimmt und ihn auch täglich und vor allem pünktlich spritzen würde.

Schon bald hatte er Glück: Ein Arzt, der ihn fast täglich besuchen kam, hatte sich schon nach ganz kurzer Zeit in ihn und seine wunderschönen Augen verliebt, ist ja auch kein Wunder 

Das war doch das Beste, was „Sam“ passieren konnte: Ein Arzt, der ihn morgens und abends mit Insulin versorgt. Wunderbar. Somit war für die Zukunft von dem hübschen Kater alles bestens geregelt.

 

Da wir momentan ja ziemlich viele Katzen bei uns im Tierheim haben, sind wir sehr froh, dass wir auch solche „Pflegefälle“ ein so tolles Zuhause bekommen.

 



Wir nehmen Pflegetiere!!!

 

Hier wollen wir auch noch einmal darauf hinweisen, dass wir durchaus auch Pflegetiere über die Ferien aufnehmen! Selbst wenn hier im Tierheim grade kein Platz sein sollte so können wir doch immer vertrauenswürdige Pflegestellen empfehlen. So hatte die Kleintierabteilung in diesen Osterferien zum Beispiel „Besuch“ von einem Graupapagei, mehreren Kaninchen und Meerschweinchen und auch Landschildköten waren unter den Gästen. Es ist also immer sinnvoll hier nachzufragen ob wir die Tiere in Pflege nehmen können statt sie in der Wildnis zu entsorgen!!!

 

 

                               

 

 

 

 

 

 

 



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