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Kurznachrichten September 2008:




Katzenleid und kein Ende in Sicht!

 

Auch für den Monat September gibt es leider keine positive Entwicklung in unserer Katzenabteilung. Alleine im September waren 40 Neuzugänge im Katzenhaus zu vermelden, wovon 4 Katzen trächtig waren und insgesamt 12 Katzenkinder das Licht der Welt erblickt haben.

 

Wenn Sie sich überlegen, eine zweite Katze zu sich zu nehmen, dann nehmen Sie bitte eine Katze aus dem Tierschutz.

 

 



Ganz erbärmlicher Anblick!

 

Eines Nachmittags rief uns eine besorgte Tierfreundin an und meldete einen Hund in erbärmlichem Zustand. Sofort schickten wir unsere Außendienstmitarbeiterin dort hin, damit wir nach dem Rechten schauen können. Was dann unsere Augen zu sehen bekamen, traf uns alle wie der Schlag: Eine fast ganz nackte Border-Collie-Hündin schaute uns aus traurigen geschwollenen Augen an.

 

Die Hündin hätte wohl Milben, aber die Behandlung wäre zu teuer und dauerte zu lange und man hätte das Geld nicht. In dem Haushalt lebten drei erwerbstätige Männer und wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass man dort einfach keine Lust mehr hatte, sich um das Tier zu kümmern.

 

Da der Hund auch nicht schön aussieht, ging man wohl auch dann nicht mehr spazieren, um unangenehmen Blicken und Fragen aus dem Weg zu gehen. Aber wieder einmal machte sich niemand Gedanken um den Hund.

Unsere Mitarbeiterin redete mit Engelszungen auf die Leute ein, die dann nach einiger Zeit endlich bereit waren, uns die Hündin zu übereignen.

 

„Kessy“, wie die kleine Maus heißt, ist nun bei uns, wird behandelt und zeigt auch schon kleine Erfolge: Die ersten Haare wachsen nach und sie lebt auf. Wir werden Sie natürlich auch auf dem Laufenden halten und von ihrem Zustand berichten.

 

 

 

 


 

Deutsch-Drahthaar im Glück

 

„Cookie“, der wegen Trennung bei uns abgegeben wurde, konnte im September in sein neues Zuhause einziehen. Der Deutsch-Drahthaar-Rüde litt sehr unter der Tierheim-Situation. Er bellte den ganzen Tag und wurde allmählich heiser. Ein nettes Ehepaar machte sich überhaupt nichts daraus, dass der ansonsten freundliche Bube schon 11 Jahre alt ist. Da das Ehepaar allerdings bereits einen Urlaub geplant und gebucht hatte, musste er sich noch etwas gedulden, denn zum Zeitpunkt der Buchung, hatten die lieben Menschen eigentlich keinen neuen Hund auf dem Plan.

 

Fast jeden Tag bis zum Urlaub kamen sie vorbei und gingen mit „Cookie“ spazieren. Wir sagen dem Ehepaar ein ganz großes „Dankeschön“, denn es gibt nicht viele Menschen, die den Mut haben, einen ältern Hund aufzunehmen. Wir bedanken uns auch für die vielen Frühstücke und die köstliche Marmelade, die sie uns mitgebracht haben.

 

Wir wünschen Ihnen und „Cookie“ eine tolle Zeit und viel Spaß zusammen. Sie haben es sich verdient!

 

 



Baby-Boom im Kleintierdorf

 

Der August im Kleintierdorf setzte den Juli nahtlos fort. Fundkaninchen über Fundkaninchen wurden abgeliefert oder mussten in nächtlichen Aktionen abgeholt werden. Kein einziges fand den Weg zurück zu den Besitzern. Auch Wasserschildkröten und Vögel fanden wieder zu Hauf den Weg in unsere Häuser. Viele von ihnen konnten zum Glück schon sehr bald zu neuen Besitzern und Artgenossen umziehen.

 

Im September war dann Baby-Alarm angesagt. Viele der im August gefundenen Tier waren tragend und brachten im Tierheim ihre Jungen zur Welt. So erfreuen wir uns täglich an kleinen Meerschweinchen, Kaninchen und auch Ratten-Babies.

 

Bitte keine Tiere als Geschenk!

 

Dass man Kaninchen zum Geburtstag verschenkt, ist ja leider nichts Neues für uns, dass diese „Unart“ aber auch bei einem 40 jährigen „Geburtstagskind“ noch vorkommt, war uns neu. Klein-„Willi“ wurde als Geschenk verpackt übergeben! An einen passenden Käfig, Futter und dergleichen wurde dabei leider nicht gedacht. Dass man diese lebenswichtigen Utensilien aber spät abends auch nirgends mehr auftreiben kann, schon gar nicht am Wochenende, das hätten die Überbringer des Geschenks ja vielleicht selbst bedenken können… So landete Willi bei uns.

 

 

 

 

Kein schönes Erlebnis

 

Vor ca. 4 Jahren haben wir einen Schäferhund in eine Familie vermittelt und glaubten ihn gut aufgehoben. Nach einiger Zeit haben sich die Eheleute getrennt und von da an ging es bergab. Wir bekamen mehrere Hinweise, dass der Hund ständig im Keller gehalten würde, kaum raus käme und auch sich sonst nicht wirklich um den Hund gekümmert wurde.

 

Wir setzten uns ins Auto, um vor Ort nach dem Rechten zu schauen. Der Hund wurde aus dem Keller geholt und war tatsächlich in einem sehr ungepflegten Zustand. Die Krallen waren extrem lang, das Fell ungepflegt und auch der Gesamteindruck war eher schlecht.

Nach kurzem Überlegen stand dann fest, dass die Frau sich nicht mehr optimal um den Hund kümmerte und wir nahmen den Hund wieder bei uns im Tierheim auf.

Nach nicht langer Zeit stellten wir fest, dass der Rüde Panik hatte, wenn wir ihn vom Freilauf in seine Box zurück bringen wollten. Mit Leckerchen, Zeit und Geduld gelingt es uns täglich besser, ihn dort hinein zu begleiten. Man merkt sehr schnell, dass er extreme Angst in dunklen Räumen hat und auch Frauen sind ihm nicht geheuer. Es wird noch einiges notwendig sein, um ihn von seinen Ängsten zu befreien und wir sind heilfroh, dass wir ihn dort herausgeholt haben, um ihm nun noch ein paar Jahre in Sicherheit zu schenken.

 


Eine nicht ganz freiwillige Spende!

 

Ein paar Kinder hatten Unsinn angestellt und sollten hierfür eine Lektion erhalten. Die Betreuerin der Diakonie sagte den Kindern, dass diese jeweils einen Betrag spenden sollten. Den Zweck, dem diese „Strafe“ zugute kommen sollte, durften sich die Kinder selbst aussuchen. Die „Täter“ wollten das gesammelte Geld den Tieren unseres Tierheimes Spenden. So gesagt – so getan. Es kam eine Summe von immerhin 29,00 € zusammen.

 

Vielen Dank, liebe Kids!

 

                               

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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