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Kurznachrichten Oktober 2008:





Liebe Tierfreunde,

 

im Monat Oktober ist wieder allerlei passiert. Es gibt schöne Nachrichten und auch leider nicht so schöne.

 

Hund am Waldrand gefunden!

 

Unser Bereitschaftsdienst erhielt an einem Tag einen Anruf, dass Leute einen Hund am Waldrand gefunden haben. Wir fuhren los und nahmen einen super-freundlichen Labrador-Mix entgegen. Kurzerhand tauften wir ihn Bruno. Bruno war weder gechipt noch tätowiert und hatte kein Halsband an. Nach einer Eingangsuntersuchung stellten wir schnell fest, dass der nette Rüde massive Wucherungen im Ober- und Unterkiefer sowie ein faulendes Gebiss hatte.

Am nächsten Tag wurde er von unserer Tierärztin in Narkose gelegt und sie versuchte, die Zähne zu sanieren. Sie entnahm einige Gewebeproben, damit wir genau wissen, was Bruno hat. Nachdem uns die Ergebnisse vom Labor vorlagen, wussten wir auch den Grund, warum der freundliche Rüde ausgesetzt wurde. Die Tumore greifen schon den Kieferknochen an und um die Wucherungen zu entfernen, müsste man die Knochen mit entfernen. Das heißt, das Bruno keinen Ober- und Unterkiefer mehr hätte. Unsere Tierärztin wird mit „Bruno“ in eine Klinik fahren, um die Ergebnisse bestätigen zu lassen.

 

Wir haben hier im Tierheim schon sehr nette Hunde gehabt, aber Bruno wickelt jeden hier in Nanosekunden um den Finger und wir haben noch nie einen so lustigen, freundlichen und fröhlichen Hund wie Bruno gehabt. Wir werden Sie natürlich über Brunos Zustand weiter auf dem Laufenden halten.

 

Vielleicht erkennt ja jemand von Ihnen den Rüden? Für Hinweise wären wir dankbar, denn wir wünschen uns nichts mehr, als die ehemaligen Besitzer zur Rechenschaft zu ziehen.

 

 

 

 


Tyson im Glück!

 

 

Es gibt natürlich auch schöne Dinge zu berichten. Tyson, ein American Staffordshire-Terrier konnte nach 2,5 Jahren nun endlich vermittelt werden. Ein junges Paar nahm alle Unannehmlichkeiten auf sich, um Tyson ein neues Zuhause zu geben.

 

Ein junger Mann hatte Tyson damals im Internet entdeckt und war schockiert, da der damals halbjährige Rüde fast kein Fell mehr hatte. Er nahm ihn aus Mitleid bei sich auf, musste ihn aber leider ins Tierheim geben, da er die Auflagen für die Haltung eines Kampfhundes nicht erfüllen konnte. Nach einigen Tests fanden wir heraus, dass der Rüde auf einige Lebensmittel allergisch reagierte. Nach der richtigen Fütterung und einigen Mittelchen wuchsen die Haare wieder und er sieht heute wieder richtig gut aus mit glänzendem Fell.

 

Staffs sind zwar äußerlich sehr kompakt, muskulös und machen einen sehr robusten Eindruck, aber oftmals sind sie innerlich sehr zerbrechlich und sensibel. Tyson litt sehr unter der Tierheimsituation, obwohl er täglich seinen Freilauf bekam und eine feste Bezugsperson hatte, die sich sehr liebevoll um ihn kümmerte. Ein Tierheim ersetzt nun mal auch keine Familie. Wir hoffen, dass es dem Jungen jetzt bald viel besser gehen wird und er endlich ein normales Hundeleben leben darf.

 

Lieber Tyson, wir wünschen Dir und Deiner neuen Familie alles Gute und viele tolle gemeinsame Kuschelstunden. Du hast es Dir verdient!

 

 


 

Hamster über Hamster:

 

 

Der Oktober im Kleintierdorf stand unter dem Thema "Hamster", könnte man sagen. Insgesamt 11 Tiere von 4 verschiedenen Haltern wurden hier abgegeben. Die Krönung war dabei ein junger Mann, der 6 (! ) Tiere in einem winzigen Käfig zusammen abgab. Der Käfig war ungefähr 40cm x 20cm groß, ausgestattet mit einem viel zu kleinen Hamsterrad und einem Plastikhäuschen, in dem sich die Hamster stapelten. Einfach gruselig!!! Aber es war noch gar nicht Halloween, also kein Scherz diesmal. Natürlich mussten wir ihm die Tiere sofort abnehmen, zumal Goldhamster ja strikte Einzelgänger sind und es somit ein wahres Wunder ist, dass die Hamster sich nicht längst tot gebissen hatten.

 

Da es sich um vier Weibchen und zwei Böckchen handelte hatten wir knapp 2 Wochen später natürlich viele süße Babyhamster. Ein echtes logistisches Problem, da diese natürlich auch alle getrennt werden müssen, sobald sie geschlechtsreif werden. Wenn Sie also einen Hamster haben möchten…. bei uns werden sie bestimmt fündig!

 

 


Chinchillas ausgesetzt!

 

 

Wie grausam manche Menschen doch sein können, sieht man mal wieder an diesem Beispiel:

 

Mitte des Monats erreichte uns ein Anruf: Auf einer Wiese hatte ein junger Mann zwei Chinchilla in einem Pappkarton gefunden. Das Schlimme daran: es regnete seit Stunden in Strömen und Chinchilla sind extrem kälte- und feuchtigkeitsempfindlich!!!

 

Ein Aussetzen von Chinchilla im Regen kommt also fast Mord gleich. Zum Glück konnten die zwei Tiere sofort von unserer Tierärztin behandelt werden. Die schnelle Hilfe und ein warmes Gehege mit Rotlicht brachten die geschwächten Kerlchen schnell wieder auf die Beine. Das angebotene Sandbad wurde erst kritisch in Augenschein genommen und dann begeistert angenommen.

 

 

      

 

 

 

 

 



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