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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2009Januar

Wie passte das zu Weihnachten???



Eines Nachmittags im Dezember erhielten wir einen Anruf von einer Frau, die bereits vor 12 (!) Jahren einen Hund von uns übernommen hatte. Sie teilte uns mit, dass sie diesen jetzt abgeben müsse. Der Grund: ihr Mann sei verstorben und die Witwenrente reiche nun nicht mehr aus, um für die Kosten aufzukommen. Da der kleine Hund mittlerweile schon 14 Jahre alt ist, haben wir zunächst angeboten, mit Futter usw. zu helfen, damit er in seinem Zuhause bleiben kann.

Nach einer kurzen Bedenkzeit teilte die Dame jedoch mit, dass sie den Hund nun doch endgültig abgeben wolle. Der Tod ihres Mannes habe sie so mitgenommen, dass sie keinen erneuten Abschied durch das Sterben des Haustieres erleben wollte. Ein Abschied wurde es dann ja doch, auch wenn wir es uns sicher anders gewünscht hätten. – In den AGB´s unserer Vermittlung von Tieren steht zwar, dass ein Tier jederzeit wieder zu uns zurückkommen kann. Doch wir haben wenig Verständnis dafür, dass ein vierbeiniger Gefährte nach so langer Zeit, in der er seine Menschen begleitet und ihnen vielleicht über manches hinweg geholfen hat, so im Stich gelassen wird. Mit der Übernahme eines Tieres geht man auch eine Verpflichtung ein. In den Impfausweis waren übrigens keine weiteren Impfungen eingetragen als die, die der Hund bei uns vor 12 Jahren erhalten hatte ...

Nun ist „Asti“ wieder bei uns, und wir hoffen von ganzem Herzen, dass sich jemand ihrer erbarmt und sie mit nach Hause nimmt, wo sie geliebt wird und ihren Lebensabend verbringen darf.

 

Pekingente, im Tierheim nur süß, nicht sauer!




Wolfgang und Hannelore - die beiden Pekingenten

Im Dezember, passend zu Weihnachten, kamen Wolfgang und Hannelore zu uns. Die beiden schneeweißen Pekingenten eroberten nicht nur die Herzen der Tierpfleger im Sturm. Beide bewohnen nun das im letzten Jahr neu errichtete „Wildgehege“ rund um den schon lang bestehenden Schildkröten-Teich. Hier können die zwei nach Herzenslust plantschen, im Gras nach Schnecken und Würmern suchen, oder einfach ihren Nachbarn, den Schweinen beim schlafen zusehen. Wir glauben, es gefällt ihnen bestens bei uns!!!

 

Keinen Bock mehr auf seinen Hund




Versteht die Welt nicht mehr: Eddy darf nicht mehr nach Hause

An einem Abend erhielt unser Notdienst einen telefonischen Hinweis, dass ein kleiner Hund umher läuft. Die Kollegin fuhr los und fand einen kleinen Jack-Russel-Terrier vor. Sie quartierte ihn im Tierheim ein und zermartere sich den Kopf, da ihr der Hund bekannt vorkam. Leider war er weder gechipt noch tätowiert, so dass wir ihn nicht zuordnen konnten.

Nach zwei Wochen rief eine junge Dame an, die sich nach genau diesem Hund erkundigte. Auf Nachfragen erklärte sie, dass der Hund dem Nachbarn gehöre und dieser ihn schon vermissen würde. Wir freuten uns riesig, weil der Hund nun endlich wieder nach Hause gehen könnte. Als wir versuchten, den Besitzer anzurufen, war das Telefon jedes Mal besetzt und so fuhren wir hin, um den Mann persönlich anzusprechen. Als wir ihm sagten, dass „Eddy“ bei uns sei, zuckte er nur mit den Schultern und meinte, dass ihm dies egal sei, da er ja immer wieder weglaufen würde. Nun ja, der Hund kann ja nur weglaufen, wenn man die Türen nicht richtig schließt. Auf unsere Nachfrage, warum er sich denn nicht gemeldet hätte meinte er nur mürrisch, dass es ihm egal sei, was mit dem Hund wäre. Er wolle ihn auch nicht wieder haben. – Schwer zu verstehen. Andere Menschen würden sich einen Ast abfreuen, wenn sie ihren geliebten Vierbeiner wieder in die Arme nehmen könnten. Doch in diesem Fall kann man nur sagen: er hat den Vierbeiner auch nicht verdient.

 

„Jessi“ hielt Achenbach in Atem




Wer vermisst die quirlige Jessi?

Ganz schön auf Trab hat uns kesse „Jessi“ gehalten. Vor Weihnachten erhielten wir einen Anruf, dass ein Hund frei laufen würde und sich nicht einfangen ließ. Leider hatten wir auch keinen Erfolg, denn ein Hund mit vier gesunden Pfoten und Angst, lässt sich nicht ohne weiteres fangen. Ein besorgter Bürger ließ sich jedoch nicht entmutigen und baute mit Hilfe von Futter, Überwachungskamera und ein paar super Leckerchen eine „Falle“ und konnte die junge Hündin nach nunmehr 4 Wochen einfangen. Nach ein paar Streicheleinheiten wurde sie zutraulicher und so konnte er sie zu uns bringen. Sie ist inzwischen zum Herzensbrecher aller Pfleger geworden, aber gemeldet hat sich bislang niemand, der die liebe Maus vermisst…

 

Merkwürdige Geschichten gibt es ...



An einem Sonntagmorgen kam ein Mann (ca. 35 Jahre alt) mit Hund an der Leine auf einen unserer Mitarbeiter zu und fragte nach den Zeiten des „offenen Sonntags“. Nachdem er Antworten auf seine Fragen erhalten hatte, zog er von dannen. Kurze Zeit später lief der Hund dieses Besuchers auf unserem Hof umher. Vor lauter Panik ließ der arme Hund sich nicht einfangen und schnappte wild um sich. Nachdem ein ehrenamtlicher Gassi-Gänger sich ein Herz fasste und ihn einfing, hockte er den ganzen Tag zitternd in einer Ecke. Kein Wunder, wer rechnet denn auch damit, einfach ausgesetzt zu werden?

Wir haben schon einiges hier erlebt, gesehen und gehört, aber solch eine Dreistigkeit ist uns schon lange nicht mehr untergekommen. Zwei Tage später erschien bei uns ein anderer Mann und teilte mit, dass er seinen Hund vermisse. Er habe diesen seinem Schwager gegeben, da er übers Wochenende verreist war und dort sei der Hund entwischt. Eine ganz seltsame Geschichte! Der Mann hatte jedoch sowohl Impfpass als auch Fotos des Hundes dabei und konnte so glaubhaft machen, dass er sein Eigentum war. Somit mussten wir den Hund wieder herausgeben.

 

Endlich kuscheliges Zuhause für Diabetes-Kater „Russel“




Glücklich im neuen Zuhause: Russel

Es gibt auch ab und zu etwas Schönes zu berichten. Z.B.: „Russel“, ein Kater mit Diabetes, hat nach nunmehr 1 ½ Jahren endlich ein kuscheliges Zuhause gefunden. Der freundliche Kater muss zweimal täglich gespritzt werden und das trauen sich scheinbar nicht viele Menschen zu. Jedenfalls hat sich nun nach langer Zeit eine Familie gefunden, die den freundlichen „Russel“ bei sich aufnahm und auch mit dem Spritzen keinerlei Probleme hat. Wir wünschen der Samtpfote alle Gute und ein langes, glückliches Katzenleben!

 

Farbmäuse, soweit man blicken kann




Farbmausmänner unter sich

Eine regelrechte „Farbmausschwemme“ hatten wir im Dezember zu vermelden. Gleich zweimal wurden 6-er Gruppen von ausschließlich männlichen Mäusen bei uns abgegeben. Einen Teil haben wir bereits kastrieren lassen, weil sich die kleinen Mäusemänner so sehr viel besser vermitteln lassen. Ein positiver Nebeneffekt ist natürlich auch, dass die Süßen weit aus weniger stinken, wenn sie kastriert werden.

 

Pflegen, aufklären – und manchmal auch abschwatzen



Das neue Jahr begann mit vielen Pflegetieren. Gerade rund um Weihnachten zieht es immer wieder viele Menschen in den wohl verdienten Winterurlaub, und zum Glück werden immer mehr Tiere zur Pflege abgegeben, statt sie kurzerhand auszusetzen.

So finden immer wieder Pflegetiere auch den Weg in unser Kleintierdorf. Einige kennen wir noch von früher, wurden sie doch vor kurzer oder auch längerer Zeit von uns vermittelt.

Leider kommen auch ab und zu Pflegetiere zu uns, die offensichtlich nicht optimal gehalten werden. Da versuchen wir dann natürlich zu beraten, um die Haltung zu verbessern. Sind die Tiere nicht von uns, können wir eigentlich auch nicht mehr tun, aber in seltenen Fällen gelingt es uns, die Besitzer zu überzeugen und sie trennen sich von den Tieren, statt sie in einem viel zu kleinen Käfig weiter zu quälen. Das ist dann ein besonderes Erfolgserlebnis.

So kamen Anfang Januar vier Vögel zu uns, die bereits jetzt alle gut wieder vermittelt werden konnten!

 

Ein „Dickes Ding“ ...



Ein ganz schön dicker Brocken war Fundtier Harris. In einem Karton abgestellt wurde er gefunden und zu uns gebracht. Da ein so offensichtlich ausgesetztes Tier wohl kaum vermisst wird, haben wir zuerst auch gar nicht auf der Vermisstenliste nachgesehen. Erst als ein neues Tier dort eingetragen werden musste, fiel uns die Ähnlichkeit von Harris mit dem vermisst gemeldeten „Hansi“ auf. Er konnte also wieder seinem überglücklichen Besitzer übergeben werden. Ein seltenes Highlight, dass auch ein vermisstes Kaninchen wieder den Weg nach Hause findet!

 

Findling auf Umwegen



Weiterer Findling war im Januar die kleine Hamsterin „Betty“, mit der einige Kinder spielten und sie dabei nicht sonderlich pfleglich behandelten. Von einer besorgten Passantin angesprochen, versicherten die Kinder, dass sie das Tier in einem Karton gefunden hätten. Zum Glück ist der kleinen Hamster-Dame nichts Ernsthaftes passiert und sie konnte sogar schon wieder vermittelt werden.

 

Frettchen auf Wanderschaft



Frettchen sind schon quirlige Gesellen, dass ein kleiner Wirbelwind aber innerhalb von nur 3 Tagen gleich zweimal ausbüchst, ist schon eher selten. Die erste Vermisst-Meldung von „Freddy“ erreichte uns Mitte Januar. Die besorgte Besitzerin war völlig aufgelöst, nicht unbegründet, wenn man an die kalten Nächte denkt. Freddy ließ sich auch immer mal wieder hier und dort sehen, aber leider nicht einfangen. Bis Ende Januar zog sich das Katz- und Mausspiel, dann konnte Freddy dingfest gemacht werden und seiner überglücklichen Besitzerin übergeben werden. Leider erreichte uns nur 3 Tage später die Nachricht, dass er schon wieder auf Abwegen ist… Mal schaun, wie lange er uns dieses Mal auf Trab hält!

 

                               

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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