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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2009März/April

„Buff“- imposanter schwarzer Riese – einfach ausgesetzt




Buff im luftigen Sommerkleid (oben); soviel Filz musste entfernt werden (Mitte) und die Rückansicht bei der Rasur (unten) ...



 

Zugegeben: er ist eine imposante Erscheinung! Er ist ca. 80 cm hoch, schwarzes Fell und wurde mit einem Seil in Freudenberg-Lindenberg beim Friedhof angebunden. Ein Spaziergänger hat ihn dort gefunden, abgebunden und zu uns ins Tierheim gebracht.

 

Wir schwanken noch, ob es sich bei „Buff“ um einen Bouvier oder um einen russischen Terrier handelt. Vielleicht kennen Sie den Hund ja. Für Hinweise sind wir Ihnen dankbar.

 

 

Und hier ein kleines Update (15.05.):

 

Inzwischen haben wir Buff ein luftiges Sommeroutfit verpasst. Das war dringend nötig, weil sein Fell so stark verfilzt war.

Eine Bekannte einer unserer Mitarbeiterinnen bot sich an, uns - bzw. „Buff“ - zu helfen und ihn von seinem Filz zu befreien. Aber anstatt einer normalen Schermaschine musste eine Schermaschine für Schafe zum Einsatz kommen, da die Verfilzungen so stark waren.

 

Bewaffnet mit reichlich Leber- und Fleischwurst wagten wir uns ins Gehege und die Dame begann, das Hinterteil zu scheren. „Buff“ ließ sich die ganze Prozedur gefallen und freute sich über die leckere Abwechslung, die er gefüttert bekam. Leberwurst gibt es halt nur zu besonderen Anlässen ...

Die Rute von „Buff“ war so stark verfilzt, dass man sie fast in einem Rutsch abscheren konnte.

 

Nach ca. 2 Stunden war die Dame mit dem Scheren fertig und „Buff“ erlebte ein richtiges Hoch. Er konnte sich kratzen, er schüttelte sich und wir hatten den Eindruck, dass er lächelte und uns sehr dankbar war.

 

Jetzt wird das Fell schön nachwachsen und er bekommt regelmäßige Massagen mit der Bürste. Das gefällt ihm übrigens auch sehr gut, weil es natürlich auch dabei viele Leckerchen gibt. Der schwarze „Riese“ hat mittlerweile auch einige Interessenten und wir hoffen, dass er bald bei einem von ihnen einziehen kann. Drücken wir die Daumen!

 

 

 

 

 

„Gold“ aus Zahnarztpraxen hilft unseren Tieren



Es gibt aber auch durchaus Positives zu berichten. Die Zahnarztpraxis Dr. Susanne Moos ließ uns den Erlös aus eingeschmolzenem Dentalgold überweisen. Wir staunten nicht schlecht über den Betrag von 1.234,36 Euro, den wir auf diese Weise für unsere Tiere erhielten und danken auch auf diesem Wege ganz herzlich für diese wertvolle Unterstützung.

 

Außerdem erhielten wir Besuch von den Helferinnen der Zahnarztpraxis Roschewski aus Siegen-Geisweid: In der Praxis wird ebenfalls regelmäßig Zahn-Altgold gesammelt, eingeschmolzen und der Wert des Goldes einem guten Zweck gespendet. Diesmal waren wir wieder an der Reihe. Stolze 400 € sind dabei zusammen gekommen. Ganz vielen lieben Dank an Euch, dass Ihr an unsere Tiere denkt!

 

 

Happy-End für Fred und Lieschen




Manchmal haben wir Tiere, bei denen sind alle Mitarbeiter einhellig der Meinung: „Die bekommen wir nie vermittelt!“ Aber ab und zu geschehen dann auch mal Wunder. So bei der Vermittlung von Fred und Lieschen. Beide sehr kompliziert bei der Vergesellschaftung, mit anderen Kaninchen gänzlich unverträglich. Beide nicht besonders nett zu ihren Betreuern und gelegentlich sogar richtig bissig. Fred wurde scherzhaft sogar „das Killerkaninchen“ genannt.

Als dann an einem schönen Samstagvormittag jemand ausgerechnet dieses komplizierte Pärchen aufnehmen wollte, waren wir doch sehr erstaunt. Aber die Vermittlung ist geglückt und alle Beteiligten sind glücklich. Fred und Lieschen laufen ihrem neuen Frauchen hinterher und lassen sich sogar kuscheln. Ende gut alles gut!

 

Abgabe = Freiflugschein?




Sehr überrascht war die zuständige Kollegin vom Kleintierdorf, als sie an einem Nachmittag mit Interessenten in das Vogelhaus kam. Dort flog ein Nymphensittich frei. Kurz vorher hatte jemand angerufen, der einen Nymphensittich abgeben wollte und wir hatten ihm auch zugesagt, dass wir das Tier aufnehmen. Die Vermittlungsgebühr hatte der Herr schön auf den Tisch gelegt. Warum er sich bei den Kollegen nicht gemeldet hatte, wissen wir nicht.

 

Halsbandsittich im Glück




 

 

 

 

 

Besonders gefreut hat uns die Vermittlung des einsamen Halsbandsittichs „Lars“. Er konnte in eine wunderschöne Voliere vermittelt werden, die er zusammen mit einer Dame bewohnt. Eine weitere Außenvoliere ist im Bau, so dass er demnächst auch die Sommer-Sonne genießen kann.

 

 

 

 

 

 

Da war wohl jemand seine Chinchilla leid!



In der Tiefgarage eines Supermarktes wurden in einem kleinen Käfig einfach zwei Chinchilla abgestellt. Wir wundern uns immer wieder, warum Menschen diesen Weg wählen, statt einfach beim Tierheim zu fragen, ob man die Tiere nicht regulär dort abgeben kann.

 

Ratte auf Kompost entsorgt



Wir fragen uns, was sich die Menschen wohl gedacht haben, die ihre handzahme Ratte auf dem Kompost entsorgten. „Albi“ hatte Glück und wurde von aufmerksamen Anwohnern entdeckt und zu uns gebracht. Nach der Kastration konnte Albi schnell vermittelt werden und genießt nun sein Leben mit einer Gruppe anderer Ratten.

 

Baby-Kaninchen im Industriegebiet




Der kleine „Pebbles“ wurde im Industriegebiet gefunden. Nur wenige Wochen alt war der kleine, süße Schatz. Nach der Behandlung seines eitrigen Auges konnte er inzwischen nicht nur kastriert, sondern auch schon vermittelt werden.

 

Jede Menge Eichhörnchen




Zur Zeit erreichen uns immer wieder Anrufe von besorgten Menschen, die junge Eichhörnchen scheinbar verlassen auffinden. In diesen Fällen hilft es nicht grundsätzlich, die süßen Tierchen einzupacken und zum nächsten Tierschutzverein zu bringen! Man sollte erst einmal beobachten, ob das Tier verletzt oder krank ist, denn ein gesundes Tier der Natur zu entnehmen entspricht dem Straftatbestand der Wilderei! Allerdings gibt es natürlich auch Fälle, in denen Hilfe Leben retten kann. So fallen immer wieder junge Hörnchen aus dem Nest oder die fast erwachsenen Tiere finden noch nicht genügend Nahrung und betteln dann Wanderer regelrecht um Futter an. Fassen Sie sich ein Herz und helfen Sie selbst. Auf der Internetseite www. eichhörnchen-notruf.de oder am Notfalltelefon unter der Nummer 0700-200 200 12 erfahren Sie alles, was sie wissen müssen.

Natürlich muss man die süßen Gesellen später fachgerecht wieder auswildern!

Im Tierheim werden im Moment bereits 4 Jungtiere gepäppelt und können so hoffentlich schon bald wieder in der freien Natur herumtollen.

 

Tolle Idee: Spenden statt Geschenke




An dieser Stelle möchten wir auch eine Jubilarin erwähnen, die den Tieren eine überaus großzügige Spende gemacht hat. Sie feierte ihren 70. Geburtstag und bat die Geburtstagsgäste, anstatt Geschenke mitzubringen, doch bitte eine Geldspende zu tätigen. Dieses Geburtstagsgeschenk erhielten dann unsere Tiere. Liebevoll verpackt kam ein Betrag von 1.100,00 € zusammen. Liebe Frau Dango, wir danken Ihnen von ganzem Herzen und wünsche Ihnen ein langes und glückliches Leben. Schön, dass Sie so ein großes Herz für Tiere haben.

 

Die Geschichte von Poquito – eine mallorcinische Urlaubserfahrung





Hier erzählt Ihnen Sabine Schneider, unsere Tierheimleiterin, abschließend noch die Geschichte von Poquito:

 

„Der kleine Ratero hat eine ziemlich schlimme Geschichte hinter sich.

Mariska, eine unserer ehemaligen Mitarbeiterinnen, hatte sich entschlossen, aktiv im Auslandstierschutz zu helfen und ging aus diesem Grund nach Mallorca - dorthin, wo andere Menschen Urlaub machen und die Sonne immer scheint. Leider nicht für alle Lebewesen, denn das Leid der Tiere ist auch dort sehr groß.

 

Trotz Flugangst setzte ich mich in den Flieger und besuchte sie. Dort angekommen, sah ich auf meiner Fahrt zur Wohnung ein paar Hunde, die an kurzen Seilen an einer Hütte angebunden waren. Eins war mir sofort klar: Hier kann ich nicht in Ruhe Urlaub machen. Mit Mariska fuhr ich an einem anderen Tag zu der Organisation, wo sie arbeitet. So viele Hunde auf einem Haufen hatte ich selten gesehen. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und sein Schicksal. Dann stellte sie mir Poquito vor. Der kleine Rüde schaute mich mit seinen Kulleraugen an. Der kleine Kerl, der hier in Windeseile ein Zuhause finden würde, wurde auf der Straße in einem völlig schlechten Zustand aufgegriffen und von den Tierfreunden gehegt, gepflegt und aufgepäppelt. Die Hunde werden dort in großen Gruppen gehalten, da sehr viele Tiere Hilfe brauchen, und Poquito wurde immer öfters von den anderen Hunden gemobbt. Das war teilweise so schlimm, dass man ihn aus der Gruppe herausnehmen musste.

Da der kleine Schatz schon geimpft, gechipt und auf Mittelmeerkrankheiten (Leishmaniose usw.) getestet war, entschloss ich mich, dem kleinen Kerl eine neue Zukunft in Deutschland zu ermöglichen und ihn mitzunehmen.

 

Am Morgen meiner Abreise holten Mariska und ich den kleinen Rüden ab und gingen noch einmal mit ihm auf Mallorca spazieren. Dann wurde er in eine Reisetasche eingebettet und zusammen mit mir ins Flugzeug eingecheckt. Als die Maschine landete, begrüßte ich unseren kleinen Spanier und brachte ihn ins Tierheim, ging noch eine kleine Runde mit ihm spazieren und fütterte ihn. Poquito war von der aufregenden Reise, den Eindrücken und Gerüchen so müde, dass ihm sofort seine kleinen Äuglein zufielen.

 

Es dauerte keine Woche, bis wir für ihn ein Super-Zuhause gefunden haben, und bevor die neue Familie ihn mitnahm, versprach ich ihm, dass er nun eine zweite Chance hat und ich ihm versprechen würde, dass er geliebt wird und die Menschen ihm nie wieder etwas Schlimmes antun werden.

 

Mein Fazit: Tierliebe kennt keine Grenzen und wenn Sie Urlaub machen, halten Sie Ihre Augen offen. Vielleicht übernehmen Sie eine Flugpatenschaft, damit anderen Tieren auch geholfen werden kann (für Infos: www.flugpaten.de).“

 

 

                               

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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