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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2009Mai

Kaum zu fassen!






An einem Samstagnachmittag stand eine Dame in unserer Katzenabteilung, die ihren Kater abgeben wollte. Am Telefon hatte sie erwähnt, dass das Tier wohl nicht so ganz gesund sei, das es schon seit vier Tagen nichts mehr gefressen habe. Als die Mitarbeiter in die Box schauten, trauten sie ihren Augen nicht. Dort hockte ein armer Kater, der auf der Schulter eine tennisballgroße Beule hatte. Er konnte sich vor lauter Schmerzen nicht bewegen. Die Dame erzählte uns, dass der Kater wohl noch einen Tag vorher durch die Gegend gelaufen wäre. Beim Anblick des Patienten konnten wir uns das nicht vorstellen. Nachdem sie weg war, riefen wir sofort unsere Tierärztin an, damit sie sich den Kater unbedingt noch vor dem Wochenende anschauen konnte. Kurze Zeit später kam sie und schaute sich das arme Wesen an. Fazit: Sofort operieren! Der Kater"Tommy" seufzte fast vor Erleichterung, da er durch die Narkose den Schmerz nicht mehr spürte. Als die Tierärztin die Beule eröffnete, waren wir alle entsetzt. Es lief fast 1 Liter Eiter aus diesem armen Geschöpf heraus und kein Ende in Sicht. Ein entsetzlicher Gestank breitete sich im gesamten OP aus. Wir haben lange überlegt, ob wir Ihnen dieses Foto zumuten können... - Was muss der Kater für unvorstellbare Schmerzen gehabt haben! Und keiner"seiner" Menschen ist mit ihm zum Tierarzt gegangen. Die Entzündung hatte sich zwischen Schulterblatt und Brustkorb eingenistet und das Gewebe war schon völlig zersetzt. Er hatte durch die Entzündung und den vielen Eiter schon eine Blutvergiftung. Wäre man mit ihm 2 Tage vorher zum Arzt gegangen, hätte man ihm vermutlich noch helfen können. Leider kam zu diesem Zeitpunkt jede Hilfe zu spät und so konnten wir Tommy nur erlösen.

Unsere Tierheimleiterin war so wütend und fassungslos, dass sie die Dame, die Tommy abgegeben hatte, noch einmal anrief. Leider war sie selbst nicht zu Hause. Als daraufhin dem Ehemann mitgeteilt wurde, dass sein Kater entsetzliche Qualen durchlebt hätte, weil ihm dringend notwendige Hilfe verweigert und er seinen Schmerzen überlassen wurde, erhielt sie zur Antwort: " ... es ist doch nur eine Katze"! Das Gespräch wurde dann seinerseits schnell beendet. Der Kater hat seinen Menschen vermutlich viele Jahre Freude bereitet, Leid geteilt, getröstet und unterhalten. Sollte es da nicht selbstverständliche Pflicht sein, seinem Haustier zu helfen, wenn es tierärztliche Hilfe braucht?! Leider scheinen dies nicht alle Tierhalter so zu sehen.

 

Zu Gast bei "Tiere suchen ein Zuhause"






Im Wonnemonat Mai wurden wir zum ersten Mal in diesem Jahr zum WDR nach Köln zu "Tiere suchen ein Zuhause" eingeladen (wie auf unserer Website vorab angekündigt). Wir konnten wieder viele liebe Tiere mitbringen und Chancen auf Vermittlung wahrnehmen.

Bei den Hunden durften Zora, Ratz und Rübe, Benji, Mikira und Carlotta mitreisen. Die Vertreter der Katzen waren Timmy und Diddy und aus unserer Vogelschar war Singsittichdame Robby mit von der Partie.

Die Hunde präsentierten sich allesamt lieb und Ratz und Rübe machten durch Ballübungen auf sich aufmerksam. Kater Diddy benahm sich ebenfalls vorbildlich. Kater Timmy jedoch fand die Studioatmosphäre nicht so prickelnd, was er auch mit leichtem Grummeln zum Ausdruck brachte.

Am Abend der Ausstrahlung standen die Telefone nicht mehr still. Publikumsliebling war die kleine Zora, die die Zuschauer mit ihrer witzigen Art einfach um den Finger gewickelt hatte und so verwunderte es auch nicht, das sie vermittelt werden konnte. Und, liebe Tierfreunde, an diesem Abend geschah ein kleines Wunder: Kater Diddy, der zuckerkrank ist, hatte nur einen Anruf. Aber dieser war für ihn der absolute Lottogewinn. Es meldete sich eine Dame, die schon eine zuckerkranke Katze hat und keine Scheu, Insulin zu spritzen. Sie hat einen gesicherten Balkon und einen gesicherten Garten. So muss Diddy künftig auch nicht auf ein bisschen Abenteuer verzichten.

Für die liebe Hündin Mikira konnten wir auch schon ein Zuhause finden. Bei den anderen Teilnehmern laufen noch die Vorbesuche und wir können erst im nächsten Monat sagen, ob noch weitere Erfolge zu verzeichnen sind. Fest steht aber, dass die Sendung für unsere Tiere ein voller Erfolg war!

 

Update zu Buff oder "Großer Freund im neuen Zuhause"




Wir hatten in unseren letzten Kurznachrichten von unserem Riesen Buff berichtet. Diesen Monat können wir Erfreuliches mitteilen. Nachdem wir ihn seines Felles beraubt hatten (wir hatten ihn von seinen Filzplatten befreit), haben wir ihm auch ein neues und schönes Zuhause besorgen können.

Ein ganz liebes Ehepaar konnte mit seinen Fähigkeiten, seinem Wissen und seiner Herzenswärme überzeugen, so dass wir Buff dorthin vermittelt haben. Es waren einige weitere Interessenten vorhanden, aber dieses Zuhause passte einfach perfekt zu unserem großen Jungen. Zwei Geschwister hat er übrigens auch und ein sußergroßes eingezäuntes Grundstück, auf dem er toben, rennen und spielen kann, wie es sein Herz begehrt. Nachdem wir uns das neue Zuhause vorab angeschaut hatten, stand eines fest: so ein tolles Zuhause kann ihm kaum einer bieten. Kurz danach brachte eine Kollegin ihn dorthin, denn ein 82 cm großer Hund passte nicht in das Fahrzeug der neuen Besitzer (ein passendes Gefährt ist allerdings schon bestellt). Buff stieg aus und machte eines sofort und unmissverständlich klar: "Ich bleib dann mal hier!" Auf dem Foto können Sie sehen, wie gut es ihm dort geht. Buff hat eine ganz tolle Familie gefunden und wir wünschen dem sanften Riesen von Herzen alles Gute.

 

Rabauke Timmy fand passendes Zuhause




Timmy, ein Kater, der keine anderen Samtpfoten mag, kam mit der Tierheimsituation überhaupt nicht zurecht. Er mag keine Artgenossen und so wurde er bei uns abgegeben. Die Nachbarskatzen bekamen beim Zusammentreffen regelmäßig von ihm eine Tracht Prügel. Das machte uns auch die Vermittlung sehr schwer. So ein gestandener Haudegen und dann in Wohnungshaltung? Das geht ja nun gar nicht. - Doch zum Glück verliebte sich eine ältere Dame in Timmy und als wir ihr erklärten, dass er es mit Artgenossen so gar nicht hat, meinte sie, dass dies überhaupt kein Problem sei, da weit und breit keine andere Katze angesiedelt sei. "Juchu", dachten sich die Kolleginnen in der Katzenabteilung: ein Sechser im Lotto! Hier im Tierheim wurde er ja ständig mit anderen Katzen konfrontiert und so freut es uns, dass der Einzelgänger ein passendes Zuhause gefunden hat.

 

Momos Wunden konnten heilen - Happy End bei netten Menschen



Ein passendes Zuhause hat Momo nicht wirklich gehabt. Der schwarze Kater wurde als Fundtier bei Tierärzten abgegeben. Da wir für Fundtiere zuständig sind, haben wir ihn übernommen. Als wir ihn aus der Transportbox holten, waren wir ziemlich entsetzt. Der ganze Rücken war verbrannt und er war in einem erbärmlichen Zustand. Die Tierärztinnen hatten ihn aber schon sehr gut versorgt. Außer den Verbrennungen war er auch abgemagert. Wahrscheinlich hatte er seit Tagen nichts mehr zum Fressen bekommen.

Nach einigen Tagen bei uns trat aus der Narbenlandschaft Flüssigkeit aus. Unsere Tierärztin vermutete, dass sich unter diesem Narbengewebe etwas entzündet hatte, was in einer anschließenden OP bestätigt wurde. Das betroffene Gewebe wurde entfernt, die Wunde zusammengenäht. Wir hätten nicht gedacht, dass diese große Wundfläche so gut heilt. Inzwischen hat Momo sich zu einem ganz netten kleinen Kater entwickelt, dessen körperliche Wunden gut verheilt sind, und er konnte zwischenzeitlich sogar schon vermittelt werden. Ein ganz liebes Ehepaar hat sich seiner angenommen und es macht ihnen nichts aus, dass er wahrscheinlich auf dem Rücken kein Fell mehr bekommt. Wir wissen Momo nun in guten Händen und sind uns sicher, dass ihm dies bestimmt nie mehr passieren wird.

 

Langzeitinsasse kann endlich ausziehen!




Condor war sehr lange bei uns, da er sich mit Männern nicht versteht. In seiner Vergangenheit muss er wohl sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. Nun meldete sich ein Paar, das ihm eine Chence geben will. Mit vielen ganz besonderen Leckerchen hat es sich über Wochen in Condors Herz geschlichen und am 30.05. war es dann soweit: er durfte in sein neues Zuhause einziehen. Anfangs wollte er nicht ins Auto steigen, aber nach 2 Stunden Überredungsarbeit gelang es, ihn zu überzeugen. Am nächsten Tag erhielten wir die tolle Botschaft: Condor benimmt sich, versteht sich prima mit der Katze im Haus und lässt sich sogar vom Mann kuscheln.

Wir haben hier wieder gezeigt bekommen, dass es mit viel Geduld, Liebe und Leckerchen möglich ist, auch einen Hund mit "Macken" zu vermitteln und zu einem glücklichen Leben zu verhelfen, denn jeder Topf hat einen passenden Deckel. Dies gilt auch für die Hundevermittlung. Wir wünschen Condor und seinen Menschen von Herzen alles Gute!

 

Einäugiger Fiete erobert Herzen



Unsere Tierärztin kam eines Tages mit einem Grautiger, den sie zuvor als Fundtier erhalten hatte. Dem armen Kerl musste wegen eienr Entzündung ein Auge entfernt werden. Mit Sicherheit hatte man ihn ausgesetzt. Er irrte schon einige Zeit in Freudenberg umher. Da er nicht gechipt oder tätoweirt war, konnten wir seine Besitzer nicht ausfindig machen. Nachdem die Wunde gut verheilt war, konnte er auch schnell an nette Leute vermittelt werden, die sich nicht daran stören, dass Fiete, wie wir ihn tauften, nur ein Auge hat.

 

Blinde Fee hatte großes Glück




Eine ganz tolle Geschichte haben wir auch noch zu berichten. Über die Siegener Zeitung dürfen wir im Internet unter SZ-TV  immer viele unserer Tiere vorstellen. Beim "Tierheim-Casting" hatten wir die liebe Katze Fee bereits zweimal vorgestellt. Die menschenbezogene Katzendame war schon so lange bei uns und wir hätten nicht geglaubt, dass sie überhaupt noch einmal ein Zuhause finden würde.

Inzwischen hat sich ein junges Paar ganz bewusst für unsere blinde Samtpfote Fee entschieden. Die beiden wollten einer Katze, deren Vermittlungschancen schlecht stehen, ein Leben im Tierheim ersparen. So konnte Fee bei dem Paar einziehen und wird inzwischen so betüddelt, wie sie es verdient hat. Liebe Fee, wir wünschen Dir von Herzen alles Gute. Lass Dich verwöhnen, denn Du (alle anderen unserer Tiere natürlich auch) hast es ganz besonders verdient"!

"Tierheim-Casting" bei SZ TV




An dieser Stelle möchten wir Ihnen gerne noch einmal die Internetseite www.siegener-zeitung.tv ans Herz legen. Dort werden neben Neuigkeiten aus der Region im sogenannten "Tierheim-Casting" auch regelmäßig Tiere aus unserem Tierheim vorgestellt. - Schaun Sie doch einfach dort mal vorbei - vielleicht entdecken Sie dort Ihren neuen Mitbewohner?!

Verwaiste Vogelkinder aufgezogen



In unserer Kleintierabteilung häuften sich im Monat Mai, wie auch schon in den vergangenen Jahren, vor allem die Anrufe wegen verwaister Jungvögel. Vom Zaunkönig bis zur Saatkrähe wurde so ziemlich jeder Jungvogel von uns erstversorgt und dann an Frau Menze weitergegeben, die seit Jahren mit unendlich viel Mühe und Geduld die kleinen Piepmätze hegt und pflegt und natülrich wieder auswildert. Wer selbst in dieser Richtung tätig werden möchte, kann sich gerne an Frau Menze wenden oder sich im Internet unter www.wildvogelhilfe.de schlau machen.

 

Eichhörnchen erfolgreich ausgewildert



Ende Mai konnten wir auch endlich die lang gehegten und gepäppelten Eichhörnchen auswildern. Die 4 Racker bewohnten einige Zeit eine Voliere hinter dem "Nager + Co.-Haus" und machen jetzt das Schweinegehege und die umliegenden Freiläufe unsicher. Ab und zu statten sie uns auch noch mal einen Besuch ab oder klauen Futter bei den Tauben.

 

Graupapagei im Aquarium ..



Einen gefiederten, aber eher seltenen Gast brachte uns eine Familie aus Niederschelden. Der Graupapagei saß bei den Leuten vor der Haustür und vollführte die ulkigsten akrobatischen Klettertouren auf dem Geländer. Kurzerhand packten sie den imposanten Papagei in ein Aquarium und brachten ihn zu uns. Hier hat er sich schnell eingelebt und amüsiert uns täglich mit seinem abwechslungsreichen Geplapper von "Wow" bis "Miau".

 

Immer wieder: Schildkröten



Auch Schildkröten wurden wieder gefunden und zu uns gebracht. Eine griechische Landschildkröte konnte schon am folgenden Tag von den glücklichen Besitzern wieder in Empfang genommen werden, eine europäische Sumpfschildkröte wurde in eine Pflegestelle weiter gegeben. Die zahlreichen "normalen" Sumpfschildköten bevölkern unseren großen Teich und warten auf zuverlässige Interessenten.

 

Koblenzer Meerschweinchen "importiert"



"Die drei Koblenzer" werden die Meerschweinchen liebevoll genannt, die wir von einem Hundeseminar in Koblenz mitgebracht haben. Da wir im Moment gar keine Meerschweinchen hatten, diese für die bei uns stattfindende Abschlussprüfung der Tierpfleger aber dringend brauchten, hatten wir sie kurzerhand importiert. Bestimmt werden wir nun schnell nette neue Besitzer fpr die "Koblenzer" finden.

      

 

 

 

 

 



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