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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2009Juni

Tim und Struppi aus der Wundertüte




Montagmorgen: der Wochenendschmutz muss entfernt werden, die Tierärztin ist im Haus. Es ist immer etwas hektischer, als an den anderen Wochentagen.

Während einer tierärztlichen Untersuchung geht die Tür auf und eine Kollegin steht mit einer Plastiktüte in der Hand da: „Im Katzenhaus steht eine Frau mit dieser Tüte, die Katzenbabies müssen abgegeben werden. Was soll ich tun?“. Wir sagen, dass wir runter kommen und die Dame so lange warten müsse. Unsere Tierärztin wirft schon mal einen Blick auf die kleinen Würmer und wir machen uns mit unserer Tüte wieder auf den Weg ins Katzenhaus. Da stürzt unser Azubi an uns vorbei und ruft: „Die Frau ist abgehauen!“ Naja, uns verwundert das eigentlich nicht. Er hat sie dann aber noch erwischt und die Dame meinte, sie hätte nur ihr Auto umparken wollen…

Tim und Struppi, gerade mal vier Wochen alt, sitzen jetzt in einer Pflegestelle, werden gepäppelt und suchen im August ein neues Zuhause.

 

Zehn auf einen Streich?!





Und wieder Montagmorgen im Katzenhaus: Ein Ehepaar kommt mit zwei Transportboxen an die Info. Aus beiden Boxen schauen einen zwei verängstigte Katzen an. „Unser Mieter ist verzogen und hat seine zehn Katzen zurück gelassen. Was sollen wir jetzt machen, können wir die zu Ihnen bringen?“ Zehn auf einen Streich??? Im Gespräch stellte sich dann auch noch heraus, dass das Ehepaar aus Bad Berleburg kommt. Für Fundkatzen aus Bad Berleburg sind wir nicht zuständig und das wurde im Gespräch auch erläutert.

 

Naja, Beethoven und Mozart, die ja nun schon mal hier waren, sind natürlich auch hier geblieben, was sicherlich ihr Glück war.

Beethoven war in einem katastrophalen Zustand. Ein Auge komplett entzündet und vollkommen vereitert; es konnte nur noch entfernt werden. Bis heute ist er noch ein Klappergestell, frisst aber gut und ist ein absolut netter Kater.

 

Wir haben am nächsten Tag noch mal bei den Leuten angerufen und uns erkundigt, ob sie denn eine Möglichkeit für die anderen Katzen gefunden haben, da wir leider davon ausgehen müssen, dass die dafür zuständige Stelle die Katzen nicht aufnehmen wird. Da der Verbleib noch nicht endgültig geklärt war und wir befürchteten, dass die anderen auch in einem schlechten Zustand sind haben wir uns bereit erklärt, noch weitere Tiere aufzunehmen. Mabel und Chopin sind jetzt auch schon hier und die zwei werden bestimmt noch nicht die letzten gewesen sein.

Also, sie suchen eine Katze – dann auf ins Tierheim Siegen…

 

 

Hartz-IV und Diät-Kater – das ging nicht mehr ...



Anruf aus Bad Berleburg: „Ich kann meinen Kater nicht mehr behalten. Die Tierärztin sagt, er brauche Spezialfutter und dafür habe ich kein Geld. Ich bin doch Hartz IV Empfängerin“. Lucas, ein wunderschöner, lieber, roter Kater, hat Blasensteine und schon einige Behandlungen hinter sich. Wir haben nicht lange gezögert und den kranken Kater hier aufgenommen (eine Aufnahmegebühr wurde natürlich nicht bezahlt). Jetzt hat Lucas hier auch schon wieder einige Behandlungen hinter sich. Wahrscheinlich muss er noch operiert werden. Und auch das richtige Futter kann er hier bekommen.

Leider erreichen uns in letzter Zeit sehr viele Anrufe dieser Art. Wir hoffen dass wir auch weiterhin den Tieren helfen können, aber irgendwann ist auch das Tierheim mal „überfüllt“.

 

Wählerische "Ella" zieht aus




Die freundliche Hündin „Ella“, die im Februar bei uns einzog, konnte endlich im Juni bei uns ausziehen. Die Hündin war bei ihrem neuen Zuhause und deren Menschen sehr wählerisch und machte es den Interessenten nicht wirklich einfach. Sie selbst hatte klare Vorstellungen, wie ihre Menschen sein müssen und so verwundert es nicht, dass viele Interessenten, die „Ella“ haben wollten, nicht gut genug für sie waren und sie diese weggeekelt hat. Bis eines Tags eine Dame hier stand, die die Hündin bei sich aufnehmen wollte. Wir drückten alle die Daumen, dass „Ella“ dieses Mal gnädig war und endlich einem Menschen die Chance gab, sie bei sich aufzunehmen. Und siehe da. „Ella“ fand die Frau auf Anhieb sympathisch. Da wir aber auf Nummer sicher gehen wollten, baten wir die Dame, noch ein-  bis zweimal mit ihr spazieren zu gehen. Da auch bei den weiteren Dates alles harmonisch verlief, konnten wir nun endlich „Ella“ in ihr neues Zuhause vermitteln.

 

Überlebende "Lotta" wird gepäppelt




Ein Anruf der Polizei rief unsere Kollegin zu einem Notfall, der auch für uns Gott sei Dank nicht alltäglich ist. Eine Frau hatte nicht länger leben wollen, sich aber nicht darum gekümmert was aus ihren Tieren wurde. So holte die Kollegin ein total ausgehungertes Kaninchen aus der Wohnung, das auch sonst in erbarmungswürdigem Zustand war. Halb blind, eventuell zuckerkrank, stark abgemagert und mit einem fetten „Blutohr“ hatte unsere Tierärztin bei der Erstversorgung alle Hände voll zu tun. Nun bekommt „Lotta“ wie wir die arme Maus getauft haben, stündlich Päppelbrei und viele andere gute Dinge. Hoffentlich schafft sie es und kann noch ein paar schöne Monate oder Jahre erleben.

 

Ferienzeit = "Land unter" im Kleintierdorf



Wie gewohnt, häuften sich kurz vor und am Anfang der Sommerferien wieder die spontanen Abgaben von Tieren. Auch im Kleintierdorf ist im Moment wieder „Land unter“. Offensichtlich denken noch sehr wenige Menschen darüber nach, wo sie ihre „Lieblinge“ denn während der Ferien lassen. Dabei ist es doch mit der zunehmenden Zahl der privaten Pflegestationen inzwischen soooo einfach, ein kurzzeitiges Quartier zu finden. Auch hier im Tierheim können Pflegetiere gegen einen Unkostenbeitrag zur Pflege abgegeben oder Tierpensionen erfragt werden.

 



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