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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2010Januar

Armer Kater - Bein gebrochen und kein Geld für OP!



Das neue Jahr fing schon ziemlich bescheiden an. An einem Freitag standen zwei junge Männer mit einem Katzenkorb in der Hand vor der Türe. Ein Freund hätte vor ca. 1 Jahr einen Kater gefunden und ihn bei sich aufgenommen. Der Kater habe sich bei einer Runde durch sein Revier ein Bein gebrochen und der Freund könne die Operationskosten nicht bezahlen. Der junge Mann bat uns, das Tier zu operieren und er möchte das Tier nach der OP wieder abholen ... ?!

Eine Kollegin schaute sich den Kater an und bemerkte die Vielzahl von Flöhen. Ein Spot-On-Präparat wurde aufgetragen, das den Flöhen den Garaus machen wird.

Natürlich geht dies nicht. Wir boten dem Herrn an, den Kater bei uns aufzunehmen, aber da er keine Vollmacht vom Eigentümer hatte, war dies nicht möglich. Er sicherte zu, sich diese zu beschaffen und den Kater dann abzugeben.

Wir können nicht oft genug darauf hinweisen: Bevor man sich ein Tier anschafft, soll und muss man überlegen, ob man wirklich in der Lage ist, sich um das Tier zu kümmern. Neben den Futterkosten und jährlichen Impfungen kann es auch einmal passieren, dass eine Operation notwendig wird oder dass das Tier eine langwierige Krankheit bekommt und Medikamente gekauft werden müssen. Ganz zu schweigen von den Fahrten zum Tierarzt und der Zeit, die man aufbringen muss, um das Tier zu pflegen. Über diese Fragen sollte man sich im Klaren sein und wenn man nicht bereit oder in der Lage ist, dem Tier die notwendigen Behandlungen zu ermöglichen, sollte man sich kein Tier anschaffen.

 

Hundesenior als Scheidungswaise ...



An einem anderen Nachmittag suchte uns ein Herr auf, der seinen Hund vor 12 (!!!) Jahren bei uns geholt hatte. Er gab an, dass er sich habe scheiden lassen und dass sein neuer Vermieter keinen Hund möchte. Außerdem sei er gesundheitlich nicht in der Lage, den mittlerweile 14-jährigen Hund zu versorgen.

Natürlich nehmen wir einen Hund, der einst von uns vermittelt wurde,  wieder bei uns auf. Aber die Frage ist die: hätten wir dem Hund nicht den erneuten Tierheimaufenthalt ersparen können, wenn der Mann sich früher gemeldet hätte?!

Erfreulich: mittlerweile haben sich ganz liebe Tierfreunde gefunden, die den Hunde-Rentner bei sich aufgenommen haben.

 

"Tiere suchen ein Zuhause - Bilanz einer Sendung





„Kai“ und „Amor“ waren die Renner der Sendung. Wir hätten sie klonen können und einige gute Vermittlungen machen können. Leider hatten „Smoky“ und „Chief“ nicht einen Anruf. „Samantha“, die sich in der Sendung etwas spröde zeigte, konnte recht schnell vermittelt werden, „Neo“, der Kater mit dem Harngries hatte aber leider auch Pech. Wir bekamen jedoch einige Hinweise, wie man den Harngries durch entsprechende Ernährung in den Griff bekommen kann.

Nach ein paar Tagen erhielten wir dann jedoch noch aus Siegen einen Anruf für „Smoky“. Die junge Dame nahm auch recht schnell Kontakt auf und lernte die „wilde Hilde“ kennen. Nach relativ kurzer Zeit entschloss sie sich, der freundlichen Hündin trotz ihrer Behinderung ein Zuhause zu geben. Der Vorbesuch war super und so konnte „Smoky“ bei uns ausziehen.

Auch der alte Cocker „Pinky“ hatte wirklich Glück. Es meldeten sich einige Leute für ihn, wovon aber leider auch die meisten wieder Abstand nahmen, als sie das Alter erfuhren. Aber eine Familie ließ sich nicht abschrecken. Sie wusste die Vorteile eines Hundesenioren zu schätzen und holte den freundlichen und noch recht aktiven Rüden zu sich nach Hause. Dort lebt er als Zweithund und wir hoffen, dass er nun dort seinen Lebensabend verbringen darf.

 

"Jack": Über den Zaun - mitten ins Herz vieler Tierfreunde




Unsere Wurfsendung „Jack“, der bei eisigem Winterwetter über den Zaun unseres Außengeheges geworfen worden war,  konnten wir auch sehr schnell vermitteln und aufgrund des Zeitungsartikels hätten wir auch hier -zig Hunden ein tolles Zuhause anbieten können.

Leider haben wir zu der Herkunft des armen Kerls keine brauchbaren Hinweise bekommen. Es kamen zwar ein paar Anrufe, aber wir konnten nichts nachweisen und so verliefen die Informationen leider im Sande.

 

Wenn Tierliebe an ihre finanziellen Grenzen gerät ...



Durch einen Anruf des Veterinäramtes wurden wir darüber informiert, dass eine Familie einen Hund hält, der einen Kreuzbandriss hat, der aber nicht versorgt wurde. Die Leute hätten kein Geld und von daher würde diese Verletzung halt einfach nicht behandelt. Sie seien auch bereit, die Hündin abzugeben.

In solchen Fällen könnten wir platzen .... Wie kann man sich ein Tier anschaffen, es angeblich „lieb haben“, aber dieses Tier dann nicht versorgen, wenn es krank und verletzt ist? Das wird wohl für uns immer ein Rätsel sein und bleiben. Natürlich müssen wir in solchen Fällen helfen und nahmen die Hündin auf. Sie wurde inzwischen operiert und fängt gerade an zu laufen und das Bein zu belasten.

 

Solche dringend nötige OP’s reißen jedoch auch immer große Löcher in unsere schon eh zu leeren Kassen. Aber sollen wir deshalb aufhören zu helfen? NEIN! Wir sind jedoch auf Sie angewiesen. Helfen Sie uns, damit wir auch weiterhin den Tieren in Not helfen und sie mit dem Notwendigen versorgen können. Vielen Dank!

 

Kleintierdorf platzt aus allen Nähten



Die traurige Menge an Fund-Kaninchen setzte sich leider auch im Januar fort. So ist unser Kleintierhaus noch immer übervoll. Trotz der nun langsam wieder anlaufenden Vermittlungen können wir die kilometerlange Warteliste leider nur langsam abarbeiten. Auch die Vermittlung von Kleinnagern, wie Ratten und Mäusen läuft derart schleppend, dass zur Zeit keine weiteren Tiere mehr aufgenommen werden können.

 

Außergewöhnlicher Neuzugang: Schafbock Shaun




Schon in den letzten Wochen des Jahres 2009 erreichten uns einige Anrufe mit dem Hinweis, dass am Rosterberg ein herrenloses Schaf herum liefe. Leider war es uns nicht möglich, den kleinen Kerl einzufangen. Anfang Januar hatten wir dann endlich Glück. Eine Anwohnerin hatte sich bemüht und das Vertrauen des Böckchens gewonnen. So konnten wir den süßen Fratz zu uns holen.

 

Leider hat sich Shaun, wie wir den braunen Schafsbock kurzerhand tauften, ein Bein gebrochen und musste jetzt in der Tierklinik in Betzdorf versorgt werden. Die Kosten von rund 800 € hoffen wir, über Spenden tragen zu können. Der letzte Eigentümer konnte zwar ermittelt werden, allerdings ist dieser inzwischen abgeschoben worden und kann daher nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden.

 

2 hübsche Tauben fanden Zuflucht




Auch zwei hübsche Tauben wurden uns als Fundtiere gebracht. Sie waren wohl nicht mehr hübsch genug oder machten in diesen ungewohnt strengen Wintermonaten einfach zu viel Arbeit. Bei uns sind sie trotzdem willkommen!

 



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