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"Info-Point" Kleintiere endlich eröffnet




Was lange währt, wird endlich gut -  das kann man auch über unser neu entstandenes Bürogebäude im Kleintierdorf sagen. In Planung ist es schließlich schon seit gut drei Jahren, aber irgendwie hat nie das Geld gereicht. Im letzten Jahr konnte dank des erfolgreichen Sommerfestes und vor allem wegen des unermüdlichen Einsatzes  unseres ehrenamtlichen Hausmeisters Dieter Werthenbach endlich mit dem Bau gestartet werden. Herr Werthenbach schaffte es sogar, für einen Großteil der Baumaterialien Spender zu finden. So konnten wir Anfang Februar mit dem ganzen Computer-Kram endlich aus dem recht staaubigen Nager+Co. Haus ausziehen. Die technischen Geräte wie Drucker und Rechner danken es und auch für die Abwicklung von Abgabe und Vermittlungsverträgen ist so viel mehr Ruhe vorhanden. Aufgrund der geringen Größe unseres „Büros“ haben wir uns für den Namen Info-Point entschieden.

Aber es ist auf jeden Fall genügend Platz für nette Gespräche rund um unsere Tierheim-Tiere.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!!!

 

Das Ordnungsamt schritt ein ...



Im zweiten Monat des Jahres haben wir einige Tiere durch die Behörden aufgenommen. Unser Notdienst musste in einer Nacht gleich 4 Hunde aufnehmen, weil die Besitzer sich nach Angaben der Nachbarn nicht um die Tiere gekümmert haben. Die Hunde hatten fast dauernd gebellt und wurden auch teilweise im Auto gehalten, so dass besorgte Nachbarn bei uns sowie beim Ordnungsamt Meldung gemacht haben. Den ganzen Abend und in der Nacht haben die Tiere anhaltend gebellt und trotz mehrmaliger Aufforderung durch das Ordnungsamt war keiner der Halter in der Lage, sich um die Tiere zu kümmern. Das Ergebnis: bis zur Klärung der Sachlage mussten die Tiere zu uns ins Tierheim.

 

Provozierter Rottweiler schnappte zu




Ebenfalls über das Ordnungsamt wurden wir über folgenden Fall informiert:

Ein Rottweiler, der nicht gemeldet war, sollte angeblich ein Kind gebissen haben und das Tier müsse sofort in unsere Obhut. Vor Ort klärte sich die Situation auf. Tatsächlich handelte es sich nicht um ein Kind, sondern um einen ca. 20-jährigen jungen Mann, der den Hund die ganze Zeit provoziert hatte, bis dieser sich wohl nicht mehr zu helfen wusste und geschnappt hatte. Es war noch nicht einmal eine offene Wunde zu sehen und das hätte der Hund spielend gekonnt, wenn er gewollt hätte. Da der offensichtliche Halter wohl den Hund weder angemeldet hatte, noch die Auflagen für einen Rottweiler eingehalten hat, muss der Hund zu uns ins Tierheim, bis geklärt ist, wie weiter mit dem Hund verfahren wird. Entweder kann er von uns weitervermittelt werden oder der Halter erfüllt die Auflagen und erhält den Hund zurück. Wir werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten.

 

 

 

 

 

Abgestellt, weggefahren - und doch erwischt!



Eine traurige, und dennoch amüsante Geschichte ereignete sich im Februar um fünf „Fund-Meerschweinchen“, die an einem Dienstag einfach an der Info der Hundeabteilung abgestellt wurden. Da die Info zu dem Zeitpunkt nicht besetzt war, stellte der Vorbesitzer den verdreckten Käfig kurzerhand ab und fuhr davon. Eine pfiffige Kollegin aus einer anderen Abteilung wunderte sich über die kurze Verweildauer des Kunden und schrieb das Autokennzeichen auf. So konnten wir dem Besitzer der Meerschweinchen einen netten Brief schreiben und ihn fragen, was er sich denn bei der Aktion wohl gedacht habe. Seine Antwort:“ Ich wusste ja nicht, dass das was kostet. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich die Tiere lieber einem Schlangenbesitzer geschenkt“. Ne, ist klar, der Mann liebte seine Meerschweinchen offensichtlich sehr…

 

Keinen Bock mehr auf den Köter




Das dreisteste, was der Februar zu bieten hatte, war folgendes Ereignis:

Wir erhielten einen Hund als Findling, der Hund herrenlos in Kreuztal herum lief. Von einer Mitarbeiterin des Schlecker-Marktes wurde er eingefangen und wir holten ihn dort ab. Da er eine Steuermarke am Halsband trug, konnten wir schnell die Halterin herausfinden. Als wir diese anriefen, teilte sie mit, dass sie die Kosten nicht übernehmen wolle und sowieso keinen „Bock“ mehr auf den „Köter“ hätte.

Wir teilten ihr mit, dass dies kein Problem wäre, sie könne nach Zahlung der Gebühr gerne den Hund bei uns abgeben, aber bis dahin müsste sie für die Unterbringung aufkommen. Das sah die Besitzerin aber nicht ein, da sie kein Geld hätte und meinte, dass sie die Sache dem Rechtsanwalt übergeben würden. Komisch -  kein Geld, aber einen Rechtsanwalt einschalten? Zum einen wird hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen und zum anderen: hätte sie direkt am gleichen Tag noch den Hund abgeholt, wären lediglich 24,00 Euro fällig geworden. Jeder besorgte Hundebesitzer wäre froh gewesen, wenn er seinen Hund unversehrt und wohlauf wiederbekommen würde. Aber dieser Dame war und ist ihr Hund (entschuldigen Sie bitte die Ausdrucksweise) wohl scheißegal. Wir sind der Meinung, dass sie diesen lieben Hund auch gar nicht verdient hat. Wir werden wir Sie auf dem Laufenden halten....

 

Hund oder kein Hund? Das ist hier die Frage ...




Auf der HTS angefahren, vom Notdienst in der Nacht geholt, wurde unser exotischer Neuzugang erst mal in einem Zwinger des Hundehauses untergebracht. Da der Kleine auch sehr zahm war, vermuteten wir vorerst eine seltene Hunderasse. Die bei uns immer noch recht seltenen Marderhunde hatte niemand auf dem Plan. Doch bei der Recherche im Internet stellte sich dann schnell heraus, dass wir es da mit einem Wildtier zu tun hatten. Nachdem die Kopfverletzung behandelt wurde, konnten wir ihn auch in eine Pflegestelle nach Bad Berleburg geben, wo er nun fachgerecht wieder ausgewildert wird.

 

Zum Sterben ins Katzenhaus?



Eine völlig unverständliche Geschichte aus der Katzenabteilung: Ein Mann kam und brachte eine Katze, die schon durch ihr Alter sehr auffällig war. Katzen können durchaus 15 bis 18 Jahre alt werden. Umso erstaunlicher war, dass die Katze ein Alter von 22 Jahren haben sollte. Die Katze lebte bei einem älteren Ehepaar, wo die Ehefrau verstorben ist und der Ehemann die Katze nicht mehr wollte. Das Tier war schon so gebrechlich, dass sie überhaupt nicht mehr stehen konnte und der Allgemeinzustand schon so schlecht, dass wir das Tier erlöst haben.

 

Rattentrio findet endlich ein Zuhause



Unsere drei Ratten Junky, Frederike und Bella konnten endlich das Tierheim verlassen. Nach 8-monatigem Aufenthalt freut es uns für diese drei besonders, dass sie in ein gutes neues Zuhause umziehen konnten. Jetzt hat endlich jemand genügend Zeit für die Schmuser.

 

Pekingenten im Glück



Wenn man kaum noch an eine Vermittlung glaubt, ergibt sich oft ganz plötzlich etwas, das müssen wir immer wieder feststellen. So auch bei unseren zwei Pekingenten, die ja schon fast zum „Inventar“ gehörten. Sie konnten nun in eine wundervolle Hobbyhaltung nach Bad Laasphe umziehen und teilen sich dort mit vielen verschiedenen Enten und Hühnern eine hübsche Ranch. Auch für unseren Shaun wird dort, sobald er wieder ganz fit ist, ein Platz bei Schaf-Mädels frei sein.

 

Freud und Leid im Agapornidenprojekt



In den vergangenen Monaten hatten wir einige Male das Glück, die passenden Partner für verwitwete Agas bieten zu können. Andere Singles wurden bei uns abgegeben, weil die Besitzer keine Lust mehr auf die recht lautstarken aber auch außerordentlich lustigen Gesellen hatten. Auch diese Singles konnten hier zum großen Teil neue Partner finden und in die Paar-Voliere umziehen.

Dagegen fällt es leider unwahrscheinlich schwer, die fest verpaarten Tiere zu vermitteln. Noch immer kommen einfach sehr wenige Menschen auf die Idee, im Tierheim auch nach etwas „ausgefalleneren“ Arten zu fragen.

Heutzutage gibt es fast nichts, was es nicht auch „gebraucht“ im Tierheim gibt!!!

 

Tierheim contra Zoohandel?!



„Die Tiere im Zoohandel sind noch klein und soooo süß“. „Junge Tiere gewöhnen sich viel leichter an ihre Besitzer“, das sind Sätze die wir immer wieder hören, und denen wir auch gar nicht widersprechen wollen. Allerdings sind junge Tiere auch viel schneller „verschissen“ und die süßen Tiere werden auch mal groß und wollen dann auch noch lieb gehabt werden. Dann kann man doch auch gleich an einem schon ausgewachsenen Tier „üben“.

Egal, ob Vogel, Kaninchen oder Nager, zu ausgewachsenen Tieren kann man oft viel konkretere Aussagen zum Charakter der Tiere machen und somit auch zu deren Eignung für Kinder, Verträglichkeit mit Artgenossen usw.

Ganz davon abgesehen, dass eine Geschlechtsbestimmung bei sehr jungen Tieren häufig noch gar nicht sicher möglich ist (Vögel) oder zumindest sehr schwer ist (Kaninchen und Nager). Und gerade die Bestimmung des Geschlechts ist doch  so wichtig, damit Sie nicht demnächst statt 2 Kaninchen 8 oder statt 2 Ratten 15 haben, oder?! Diese Argumente sprechen auf jeden Fall eher für Tiere aus dem Tierschutz, und das muss ja nicht gleichzeitig heißen, dass diese schon „Asbach Uralt“ sind.

 

"Schrankwand" im Nager & Co. - Haus im neuen Gewand




Um gerade den überaus intelligenten Nagern mehr Abwechslung bieten zu können, haben wir Überlegungen angestellt, wie wir die sogenannte Schrankwand verbessern könnten. So wurden jetzt noch mehr Ebenen eingezogen, die wiederum variabel verschiebbar sind und somit jederzeit umgestaltet werden können. Die Naturäste, Papierröhren und Tücher, die bereits vorher rege Verwendung fanden, bleiben natürlich erhalten. So kann man die wechselaktiven Nager wie Ratten, Mäuse und Hamster in letzter Zeit viel häufiger in ihren Schrankwandabteilen umherhuschen sehen. Die nutzbare Fläche hat sich gewiss vervierfacht durch eigentlich ganz einfache Maßnahmen.

 



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