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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2010September

Familienzuwachs: Mama Luna mit 7 Welpen



Durch einen Anruf wurden wir darüber informiert, dass eine Mutterhündin mit Welpen und zwei weiteren Hunden nicht gut gehalten würde. Eine Außendienstmitarbeiterin fuhr zur genannten Adresse und fand eine kleine Hündin mit 7 Welpen vor. Der eigentliche Besitzer musste geschäftlich ins Ausland und der Vater desselben war mit den Hunden völlig überfordert und konnte sich nicht kümmern.

Ein Tierheim ist für Welpen sicherlich nicht der beste Start ins Leben, aber allemal besser, als dort, wo man überhaupt nicht wusste, was mit den Welpen geschehen sollte. Nach einigen Telefonaten und einer schlaflosen Nacht unserer Mitarbeiterin war der Besitzer einsichtig geworden und bereit, die Mama mit den Welpen ins Tierheim zu geben, wo sie gut versorgt werden konnten. Nun ist Mama „Luna“ mit ihren 7 Welpen bei uns und einige haben auch bereits schon ein gutes Zuhause gefunden.

 

 

Arme Bonnie: böse Bisswunde musste operiert werden





Ein wirkliches Drama hat die liebe „Bonnie“ erlebt. Sie wurde als Welpe von uns 2003 vermittelt und die Familie war sehr glücklich und zufrieden mit der Hündin. Vor zwei Jahren bekam die Familie erneut Hundezuwachs, doch mit jeder Hitze wurde die neue Hündin immer aggressiver gegenüber Bonnie und so kam es dann, das die Hündin Bonnie so gebissen wurde, dass ein richtiges Loch entstand.


Sie gingen dann zum Tierarzt, der ihr sagte, dass die Hündin ab und an den Halskragen abnehmen sollte und sich die Wunde auslecken sollte, damit der Speichel die Wunde reinigte. Das haben sie dann auch so gemacht und die Wunde eiterte, die Wundränder waren schon abgestorben und unter der Haut hatte sich durch die Entzündung eine riesige Wundfläche gebildet.

Unsere Tierärztin kam sofort vorbei und musste sofort operiert werden. Die Wunde heilte erstaunlich gut ab und Bonnie freut sich wieder über beste Gesundheit.


 

 

 

Danke, Henner!




Henner erwies sich als großer Freund und Helfer unserer Tiere.

Sehr engagiert hat sich ein 6-jähriger Junge namens Henner Mehling. Er stand hier vor der Information und hatte in der Hand eine Tüte voll mit Kleingeld. Er liebt alle Tiere, aber ganz besonders Katzen und hatte sich sehr viele Gedanken über die Tiere hier im Tierheim gemacht, die sonst keiner haben will und wie man ihnen helfen könnte.

Kurz entschlossen nahm er all sein erspartes Kleingeld mit und brachte es uns ins Tierheim. Lieber Henner, wir danken Dir im Namen unserer Tiere, die jeden Cent gut gebrauchen können und auch wenn es nur Kleingeld war: Jeder Cent zählt!

DANKE!



 

Unbestechlicher Joschi: nicht einmal Leberwurst half




Manchmal dauert es eben ein paar Tage länger, bis man Vertrauen fasst ...

Eine traurige Geschichte hat auch der Cocker-Rüde „Joschi“ zu erzählen. Er wurde von einer Frau abgegeben weil der Ehemann verstorben war und sie sich nicht ausreichend um den 6-jährigen Hund kümmern konnte/wollte.

Die Frau brachte „Joschi“ in einen Freilauf, leinte ihn ab und von da an war er nur noch ein Häufchen Elend. Er zitterte am ganzen Körper, und sobald sich jemand ihm näherte, fletschte er die Zähne und zeigte uns ganz deutlich, dass er mit uns nichts zu tun haben wollte. Auch mit Leberwurst war er nicht bestechlich. Begleitet wurde das Ganze durch ein herzzerreißendes Heulen.


Allerdings taute er nach 5 Tagen plötzlich und unerwartet auf, freute sich, sprang seine Pfleger an und auch mit völlig fremden Menschen lief er mit. Glücklicherweise fanden wir auch recht schnell ein schönes Zuhause für ihn, so dass er nur 3 Wochen bei uns war.


Neues Herrchen ließ sich nicht abschrecken und adoptierte Sorgenkind Tobi




Wir freuen uns ganz doll mit Tobi über sein neues Zuhause.

Ein Happy-End gab es auch für unseren Spitz-Mix „Tobi“. Der Rüde wurde von unserem Bereitschaftsdienst abgeholt aus der Wohnung, wo das Herrchen verstorben war und erst nach Tagen entdeckt wurde. Ein Bekannter und Freund des Tierheims, Jochen Schneider, hatte seine Hündin verloren und war nun ohne Hund sehr unglücklich. Beim gemeinsamen Spaziergang erzählte Frau Schneider ihm von dem armen Tropf, den keiner haben wollte und der dringend eine Familie suchte. Erst war er etwas skeptisch, aber nach ein paar Tagen kam er ins Tierheim und besuchte „Tobi“. Dieser zeigte sich von seiner spröden Seite und knurrte ihn an. Als er Tobi dann das Halsband angelegen wollte, schnappte dieser mehrere Male zu, doch Jochen Schneider ließ das völlig unbeeindruckt und nahm ihn mit.

Nach ein paar Tagen trafen sich Frau Schneider und er wieder beim Spaziergang und Tobi hatte erstaunliche Fortschritte gemacht. Er lässt sich streicheln, darf auf dem Sofa liegen, lässt sich ohne Probleme das Halsband an- und ausziehen und läuft sogar schon ohne Leine. Das hätten wir uns nie träumen lassen und es gibt uns Hoffnung für zukünftige Sorgenkinder. Wir freuen uns, dass „Tobi“ nun seinen Lebensabend bei einem Menschen verbringen darf, der ihn liebt – mit all seinen Macken.



Adieu - Natascha, Jule und Kinder von Luna





Im September konnten auch noch weitere Hunde bei uns ausziehen:

Natascha, die ängstliche Hündin aus Rumänien,
Jule, deren Vermittlung wir nicht so schnell vermutet hatten
und einige Welpen der Beagle-Hündin „Luna“.


Wir wünschen allen vermittelten Vierbeinern ein langes und gesundes Leben in ihren neuen Familien.


Immer wieder: „Wilde“ Katzenmütter und ihre Babies




Born to be wild? Nein, das sollte geändert werden ...

Es  reißt nicht ab…….Wer glaubt die Katzenbabyzeit ist vorbei, der  täuscht sich: Katzenmamas, die schwanger rausgeschmissen werden, da die Besitzer irgendwie das Kastrieren vergessen haben.  Katzenmamas, die dann mit ihrem Nachwuchs eingefangen werden müssen, da sie keinem mehr gehören.  Babys, die  meist wild sind, da bislang kein Menschenkontakt.

Häufig fangen wir auch „wilde“ Katzenmamas oder trächtige Katzenmamas ein, die wir dann in Pflegestellen bringen (oder bei uns behalten, wenn wir genügend Platz haben), bis die Babys dort geboren werden oder die Mütter mit ihrem zu jungen Nachwuchs so lange zusammenbleiben, bis diese groß genug sind (10 Wochen), um von der Mama getrennt zu werden. Diese wird dann Kastriert und dort wieder freigelassen, wo sie gefangen wurde. Für die sogen. „wilden“ Katzen, die häufig feste Futterstellen haben, ist dies die beste Lösung, da sie die Freiheit brauchen und sich in „Gefangenschaft“ nicht wohl fühlen und meist auch nicht zahm werden.


Reni: auf nur drei Beinchen die Welt entdecken




Renis Beinchen war nicht zu retten. Trotzdem kann sie ein schönes Leben haben.

Vor kurzem haben wir erst eine solche liebe Mama mit ihren 4 Katzenbabys bekommen. Ihre Babys sind bereits auf dem besten Weg, zahm zu werden und lassen sich streicheln und beschmusen. Unsere Romy lief schwanger und unbeachtet in Geisweid rum. Erst als sie die Babys hatte, ist sie aufgefallen und man hat uns angerufen. Nun, da die Nächte ja bekanntlich kalt werden, mussten wir schnell handeln und haben ca. 1 Woche gebraucht um die Mama und ihre Jungen einzufangen. Dabei hatten wir Glück, alle zu bekommen, leider hatte das letzte Junge ein verfaultes Beinchen was in der Praxis von unserer Tierärztin abgenommen werden musste. Alles heilt gut und die kleine Reni, wie sie liebevoll von allen genannt wird, hat keine Probleme damit,  nur auf  3 Beinen durch die Welt zu tapsen.

Dann wären da noch der rote Remus, der schwarz-graue Tiger Romulus und Rima ein kleines Grautiger-Mädel, die vom Charakter her eher einem Löwen gleicht.



Zeit und Geduld sind gefragt: wer will aus kleinen „Wilden“ Schmusetiger machen?



Wir in der Katzenabteilung unseres Tierheims und unsere Pflegestellen sind zur Zeit mit Lieben, Scheuen und z.T. wilden  großen und kleinen Katzenbabys und ihren Mamas gut besucht und alle warten auf ein liebevolles zu Hause. Besonders unsere „wilden“ warten auf geduldige, liebe Dosenöffner, die Zeit und Geduld genug haben, sie zahm zu bekommen.




Dreister Versuch!




Eine junge Frau rief bei uns an, und bat um Hilfe. Ihre Kaninchen benötigten stündlich Augentropfen, ansonsten drohte der Verlust eines Auges.
Nachdem wir uns bereit erklärt hatten, die Tiere bei uns aufzunehmen, erklärte sie uns allerdings, dass sie erst mal abwarten wolle, ob die Augenverletzung nicht auch mit weniger Behandlung besser würde. Wenn das Auge dann doch raus müsste, könnte sie sich ja noch mal bei uns melden, denn das sei ihr dann auch zu teuer…


Zum Glück konnte sie dann doch noch davon überzeigt werden, dass es wohl besser sei, die Tiere sofort abzugeben. Dass sie von uns kein Pärchen als Ersatz bekam konnte sie überhaupt nicht verstehen.


Schmerzhafte Verwicklungen



Häufig werden uns neben den üblichen Haustieren auch andere Fundtiere gebracht, um die wir uns natürlich genauso bemühen. So auch diese Stadttaube, bei der sich verschiedene Drähte und Schnüre um die Ständer gewickelt hatten. Derart behindert war es ihr kaum noch möglich, zu fliegen. Die Schmerzen der bereits stark geschwollen Füße müssen zudem unerträglich gewesen sein.

Zum Glück konnten die teilweise eingewachsenen Drähte entfernt werden und die Taube erholte sich sehr gut. Inzwischen ist sie sogar schon in unseren Taubenschlag übergesiedelt und genießt ihren Freiflug und die regelmäßigen Futtergaben sichtlich..



Das Elend mit den Wasserschildkröten




Diese Bilder sprechen für sich ...


Bei den unzähligen Wasserschildkröten, die alljährlich den Weg in unser Tierheim finden, gibt es nur noch selten etwas, was uns wirklich erschüttern kann. Da wir im Moment schon wieder viel zu viele Wasserschildkröten beherbergen, haben wir eigentlich auch Aufnahme-Stop.

Allerdings stand an einem Dienstag morgen ein junger Mann mit einem Plastikeimer vor uns und wollte seine zwei Schildkröten abgeben. Während die Kollegin aus der Kleintierabteilung ihm schon erklärte, dass wir keine weiteren Tiere mehr aufnehmen können, öffnete er den Eimer und zeigte uns die zwei erbarmungswürdigen Gestalten. Eine Rotwange mit heftigster Ohrentzündung (Otitis) und eine Hyroglyphen-Schildkröte mit einer lebensbedrohenden Panzerdeformation. Selbst Dr. Wettengl (unser Reptilien-Spezialist) hatte eine solche Deformation noch nicht gesehen.


Die Tatsache, dass der junge Mann mit beiden Tieren bereits beim Tierarzt gewesen war, spricht zwar für ihn, nicht jedoch für den Tierarzt. Der hatte nämlich lediglich der männlichen Schildkröte die Krallen geschnitten. Die langen Vorderkrallen sind jedoch ein sekundäres Geschlechtsmerkmal.

 

 



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