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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2010Oktober

Wenn Igel Hilfe brauchen ...




Der Monat Oktober bescherte uns auch bereits die ersten Igel. Deshalb hier noch einmal ein paar Hinweise:

Die Tiere brauchen nur in Ausnahmefällen menschliche Hilfe. Eingreifen sollte man nur, wenn das Tier sichtbar krank, verletzt oder geschwächt ist oder es sich um ein offensichtlich verwaistes Jungtier handelt. Ansonsten kann eine gut gemeinte Hilfe mehr schaden als nützen, denn oftmals werden die Igel aus ihrer natürlichen Umgebung herausgerissen oder aufgenommene Tiere falsch versorgt. Wir sind zwar ein Tierschutzverein, sind aber in erster Linie für die Versorgung von Heimtieren zuständig. Die Aufzucht von kranken und verwaisten Igeln sprengt jedes Jahr aufs Neue unsere Kapazitäten. Daher nochmals die herzliche Bitte: versuchen Sie es doch selbst einmal, den gefundenen Igel zu versorgen. Wir helfen natürlich auch gerne bei Fragen weiter und können für weiterführende Infos die Internet Seite des Vereins Pro-Igel e.V. nur empfehlen:  www.proigel.de




Erfolgreicher Fernsehauftritt für Archie



Neben den üblichen Katastrophen haben wir auch schöne Nachrichten zu verkünden: Archi, der schon sooo lange Zeit bei uns im Tierheim war (seit April 2009), konnte nun endlich vermittelt werden. Wir haben Archi im Fernsehen bei „Tiere suchen ein Zuhause“ vorgestellt und auch in verschiedenen Internetforen, woraufhin ein Mann aufmerksam wurde. Er suchte einen Hund, mit dem er Fährtenarbeit machen kann und da passt unser Archi wie die Faust auf´s Auge. Drücken wir dem lieben Kerl die Daumen, dass er nun endlich ein dauerhaftes Zuhause gefunden hat, wo er den Rest seines Lebens verbringen darf. Wir wünschen Dir von Herzen alles Gute lieber Archi!




Norbert darf Norbert bleiben - und endlich umziehen




Was lange währt wird endlich gut. Unser scheuer Norbert saß seit September 2007 im Tierheim. Eigentlich ein unkomplizierter Kater, wenn man davon absieht, dass Norbert sich nur von seeehhhhrrrr vertrauten Personen anfassen lässt, schwarz und auf einem Auge blind ist. Für den schüchternen Zeitgenossen interessierte sich drei Jahre lang niemand und Norbert, auch erst vier Jahre alt, wartete und wartete und wartete.

Das sah jeden Samstag eine unserer ehrenamtlichen Helferinnen. Und jetzt konnte sie einfach nicht anders – Norbert wurde eingepackt und darf nun zusammen mit vier weiteren Katzen und einem Hund sein Leben außerhalb des Tierheims genießen. Ob Norbert jemals ein Schmusekater werden wird, wissen wir nicht, aber er muss es nicht – er kann sich dort einfach so geben wie er möchte. Und so findet doch jeder Topf irgendwann seinen Deckel.




Bernhardinerhündin Jasmin - Wunden an der Nase




Als Neuzugang können wir eine ganz freundliche Bernhardiner-Hündin namens „Jasmin“ vermelden.


Die Hündin wurde aus familiären Gründen bei uns abgegeben. Sie hat an der Nase zwei Wunden, die wie abgefressen aussehen. Zurzeit wird noch abgeklärt, woher dies kommt, aber alle Indizien weisen auf eine Autoimmunerkrankung hin.





Renovierung abgeschlossen - Katzenstuben in neuem Glanz




Vor einigen Wochen legte unser Handwerkerteam mit der Renovierung der Katzenstuben los.


Alle Stuben wurden nacheinander ausgeräumt und die teilweise beschädigten Klettermöglichkeiten abgebaut. Es wurde gestrichen und geschraubt und jetzt können wir endlich sagen, dass alle zehn Stuben einen neuen Anstrich bekommen haben, es wurden neue Klettermöglichkeiten angeschraubt und die Stuben wieder gemütlich eingerichtet.

Unsere Vierbeiner begeben sich jetzt auf Entdeckungstour und werden sich bestimmt auch bald in ihren neuen Stuben wohlfühlen.




Angekommen



Im Vormonat haben wir über Hündin Luna mit ihren Welpen berichten. Wir können als Update mitteilen, dass alle Hundekinder und auch die Mama ein schönes Zuhause gefunden haben..

Ebenfalls konnten noch einige weitere Hunde vermittelt werden: Faro, Chicca, Mimo und Robin.




Rätsel um Rudi




Eine nicht so schöne Geschichte könnte der Schäferhund-Mix „Rudi erzählen. Mitten in der Nacht wurde er von unserem Bereitschaftsdienst entgegen genommen. Ein Pärchen ging mit seinem eigenen Hund in der Nacht noch ein letztes Mal vor die Türe, als ihnen „Rudi“ über den Weg lief, aber weit und breit war kein Mensch zu sehen, der nach ihm suchte. Beherzt packten sie den Rüden ins Auto und brachten ihn zum Tierheim. Die Kollegin vor Ort quartierte ihn ein.

Einen Tag später riefen die Finder an und teilten uns mit, dass sie einen Mann getroffen hatten, der einen „Rudi“ suchte. Nachdem sie festgestellt hatten, dass es sich um den Fundhund handelte, den sie einen Tag zuvor eingesammelt hatten, sagten sie dem Mann, dass sich sein Hund im Tierheim befindet. Leider meldete sich der Mann nie im Tierheim. Glücklicherweise teilten uns die Leute eine Adresse mit und aus dieser Adresse erhielten wir bereits einmal eine komplette Hundefamilie: Vater, Mutter und 12 gesunde Welpen. Leider fanden wir keine Telefonnummer heraus. Durch Zufall meldete sich nach ein paar Tagen ein Herr vom Ordnungsamt und teilte uns mit, dass die Frau den Hund „Rudi“ abmelden wollte, da sie ihn im Tierheim abgegeben hätte und nun wollte er sich vergewissern, ob die Story stimmt. Wir staunten alle nicht schlecht, denn von einer Abgabe kann hier ja nicht die Rede sein. Nun hatten wir aber eine Telefonnummer, unter der die Familie erreichbar war. Wir riefen an und hatten direkt den Herrn des Hauses am Apparat. Er gab an, dass er momentan Besuch hätte und uns zurückrufen würde. Das tat dann eine Frau, die die Familie betreute. Sie erklärte uns, dass die Familie den Hund nicht mehr zurück haben wollte und auch nicht in der Lage sei, die Kosten zu bezahlen. Auf die Frage, warum sie sich denn nicht früher gemeldet hätten, gab sie zur Antwort, dass die Familie sich nicht mehr getraut hätte.

Nun suchen wir für „Rudi“ verantwortungsvolle Menschen, gerne auch mit standfesten Kindern, die den freundlichen Rüden bei sich aufnehmen möchten.




Volltreffer: endlich ein Zuhause für Akira!




Happy end für Akira! Die Hündin war seit Februar 2009 bei uns in der Vermittlung und kein Mensch hatte sich ernsthaft für sie interessiert. Bis zu jenem Tag als eine Frau mit ihrem erwachsenen Sohn das Tierheim betrat. Sie ließ nicht locker und fragte nur nach Akira. Sie hatte sich verliebt in die Hündin und wollte ihr unbedingt ein Zuhause geben. Da dies eine wirkliche Chance für die Hündin war, probierten wir es aus und nach anfänglichen Schwierigkeiten verstehen sich mittlerweile alle prima. Manchmal muss man Mut haben und Dinge ausprobieren. In Akiras Fall wird dies mit einem tollen Zuhause belohnt.


Verletzte Grautigerdame - Glück im Unglück




Natürlich ist es nichts Neues, dass wir Tag für Tag Fundkatzen aufnehmen müssen. Viele sind in einem gesundheitlich „normalen“ Zustand, manche haben bedingt durchs Streunen einige Macken. Aber es gibt auch immer wieder schlimme Verletzungen, die behandelt werden müssen und dadurch entstehen für uns auch hohe Tierarztkosten. Im Monat Oktober wurde aus einer Tierarztpraxis eine verletzte Katze zu uns gebracht. Die nette Grautigerdame war ein Findling aus Bad Berleburg und wurde von dort in die Wilnsdorfer Klinik gebracht – eigentlich sind wir für Fundkatzen aus dem Wittgensteiner Raum nicht zuständig, aber wo sie nun schon mal im Siegerland gelandet war, haben wir sie natürlich aufgenommen. Wir stellten sofort fest, dass eine Operation in einer Spezialklinik erforderlich ist, Termin und Kostenübernahme wurden besprochen – aber siehe da – wider Erwarten meldete sich der Besitzer. Wir wünschen der netten Katze eine schnelle Genesung, die im vertrauten Zuhause natürlich viel eher möglich ist als bei uns im Tierheim.


Weihnachtswunsch: ein (letzter) guter Platz für Seniorin Kika




Leider hatte die kleine Hündin Kika nicht so viel Glück. Vor knapp 14 Jahren kam die kleine Maus aus Ibiza zu uns und wir konnten sie recht schnell vermitteln. Damals war sie 6 Monate alt.

Jetzt erhielten wir einen Anruf, dass eine Hündin abgegeben werden müsse, da das Herrchen verstorben sei und das Frauchen wahrscheinlich nicht mehr aus dem Krankenhaus kommen würde bzw. sich dann nicht mehr um die Hündin kümmern konne. Sie lebte derzeit bei den Eltern des Verstorbenen, die allerdings um die 90 Jahre alt sind. Natürlich nahmen wir die Hündin auf und bei der Aufnahme stellten wir fest, dass die Hündin seinerzeit von uns vermittelt worden war. So konnten wir glücklicherweise ihren Lebensweg nachvollziehen. Beim Anblick dieser kleinen Hündin schossen uns die Tränen in die Augen, weil sie schon wackelig auf den Beinen ist und auch nicht mehr hören kann.

Wir wünschen uns für alle Hunde, dass sie nie den Weg ins Tierheim finden müssen, aber bei Hundesenioren fällt es uns wirklich schwer, weil das für viele der letzte Weg ist. Ein Weihnachtswunsch von uns wäe es, wenn die kleine „Kika“ doch noch ein warmes Plätzchen in einem liebevollen Zuhause findet, wo sie ihren Lebensabend verbringen kann.

 

Mieter hinterließ 11 Ratten auf dem Dachboden



Der Vermieter eines Mehrfamilienhauses brachte uns die von einem Mieter auf dem Dachboden zurück gelassenen Ratten. In einem 50 cm x 25 cm kleinen Käfig vegetierten 11 (!!!)  Ratten unterschiedlicher Altersgruppen. Das Plastik-Futterschälchen war leer und bereits zur Hälfte aufgefressen. Wasser war erst gar keines vorhanden. Der Gestank war unerträglich. Die erfreuliche Nachricht: Alle Tiere sind inzwischen über den Berg, der Vater und eins der jungen Böckchen konnte bereits kastriert werden. Für einige der Rattenmädels konnten sogar bereits neue gute Plätze gefunden werden. Der verantwortungslose Tierhalter / Mieter wurde sowohl vom Vermieter als auch von uns angezeigt.

Üverblick verloren - 8 trächtige Rattendamen landeten bei uns




Erst vor einigen Tagen erreichte uns dann der zweite Ratten-Notfall. Diesmal kamen 8 zum Teil trächtige Weibchen zu uns. Die Familie war zwar rattenerfahren, hatte aber leider bei der Unmenge ihrer Ratten den Überblick verloren und somit keine Kontrolle mehr über die sich wild vermehrenden Tiere. Bei einer durchschnittlichen Jungenanzahl von 13-20 Stück sollte man sehr vorsichtig sein und wirklich 3x überlegen, ob man Weibchen zu Böckchen setzt!!! Am besten lässt man alle Böckchen kastrieren, das reduziert auch den doch recht starken Eigengeruch der sonst so netten Heimtiere.

Großzügige Spende und seltene Gäste



Dass nicht alle ihre Tiere mal eben im Tierschutzverein entsorgen und sich dann noch darüber wundern, dass sie eine Abgabegebühr entrichten sollen, die die ersten Kosten deckt, bewies uns dieser Herr. Er wollte zwar auch seine Wasserschildkröten abgeben, spendete aber zugleich 500 €. Die zwei Rotbauch-Spitzkopf-Schildkröten gehören zu den Halswendern, sind also eine vollkommen andere Art, als die von uns überwiegend beherbergten Halsberger. Für eine Vermittlung suchen wir daher auch Spezialisten, die sich mit dieser Art auskennen. Da sie aus Australien stammen hält diese Art auch keine Winterruhe wie die meisten der Schmuckschildkröten.



TIERHEIM SIEGEN - HEIDENBERGSTRASSE 91 - 57072 SIEGEN - FON: 02 71 - 31 37 70 - EMAIL: INFO@TIERHEIM-SIEGEN.DE

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