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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2011Januar

Welpe Pebbles - entsorgtes "Weihnachtsgeschenk"?




Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, da entledigt man sich schon der Tiere.  Ein ganzer Schwung von Fundtieren blieb bei uns im Tierheim hängen. Eines davon ist „Pebbles“, die kleine Hündin mit dem großen Herz. Sie wurde im Wald in Hilchenbach gefunden. Dort stand sie einfach auf einem Waldweg. Die Hündin ist gerade im Zahnwechsel und muss somit um die vier Wochen alt sein. Sie hat zwar einen Unterbiss, aber wenn sie einem in die Augen schaut, dann wickelt sie einen direkt um den Finger.

Schnell wurde auch klar, warum sie nicht mehr abgeholt wird. Die Kleine ist einfach anstrengend, nicht stubenrein und  will dauernd bespaßt werden – halt ein Welpe. Hier können wir davon ausgehen, dass das „Weihnachtsgeschenk“ unüberlegt angeschafft wurde. Die erste Zeit in der großen Box saß sie unter der Pritsche und zitterte zusammengekauert vor sich hin. Wie kann man nur so herzlos sein und das einem Lebewesen antun! Glücklicherweise haben wir inzwischen Menschen gefunden, die sich über die Anwesenheit der kleinen Maus freuen und sie bekommt nun endlich das, was sie die ganze Zeit gebraut hat = Liebe!

 

Mephisto - war er zu lebhaft??




Auch Rüde „Mephisto“ hatte Pech. Ein Herr aus Kaan-Marienborn rief an und teilte uns mit, dass der Hund seit 3 Tagen vor seiner Tür stünde.  Natürlich holten wir den armen Kerl ab. Als wir vor Ort ankamen, trafen wir auf einen verschüchterten armen Kerl, der völlig irritiert war. Das so ein verhuschter Hund 3 Tage lang vor einer Tür in Nähe der Hauptstraße stehen bleibt, können wir uns nicht vorstellen!

Hier im Tierheim hat er sich als absolutes "Äffchen" entpuppt. Er klettert über Zäune und weint den ganzen Tag. Mephisto ist total unglücklich und wir würden uns freuen, wenn wir ihn bald in ein neues Zuhause vermitteln könnten.

 

Ted - für´s Aussetzen noch zurechtgemacht?




Ganz übel  wurde „Ted“ mitgespielt. Der kleine liebe Rüde wurde auf dem Fischbacherberg gefunden. Ein paar Tage später rief eine Frau an und fragte nach ihm. Als wir ihr sagten, dass ihr Hund hier sei, freute sie sich und wollte ihn auch sogleich abholen.

Tja, leider notierten wir uns nicht die Telefonnummer und den Namen, da sie „Ted“ ja auch sofort abholen wollte. Sie erschien bis heute nicht! Wahrscheinlich wollte sie sich nur vergewissern, dass der Rüde bei uns angekommen war und hatte nie wirklich vor, ihn abzuholen. Liebevoll hatte sie ihn auch noch vor dem Aussetzen geschoren.

Mittlerweile haben wir sogar schon Menschen gefunden, die den freundlichen „Ted“ bei sich aufgenommen haben.

 

Browny versteht die Welt nicht mehr




Ein armer Fundhund ist auch „Browny“. Der kleine Rüde wurde in Geisweid im Wald gefunden. Auch ihn hatte man das Fell geschoren.

Am Halsband trug er zwar eine Plakette mit seinem Namen darauf. Leider ist er weder gechipt noch tätowiert und auf der Rückseite der Plakette war leider auch keine Telefonnummer eingraviert.

Jetzt sitzt der arme kleine Kerl hier und versteht überhaupt nicht, was mit ihm passiert. Er ist sehr ängstlich und man braucht viel Geduld, um Kontakt zu ihm herzustellen. Wie kann man seinem Tier so etwas nur antun?

 

Neka: endlich mal ein Happy End



Nach all den armen Socken, die von ihren Menschen nicht mehr gewollt wurden, gibt es aber auch Glückspilze, die Menschen finden, die ihnen ein neues Zuhause geben, wo sie geliebt, versorgt und betüddelt werden. So auch Neka.

Neka war 2009 ins Tierheim gekommen und konnte für 2 Wochen vermittelt werden. Leider kam er dann aber zurück, weil die Leute unsere Ratschläge nicht befolgt hatten. Nun interessierte sich aber eine sehr hundeerfahrene Familie für ihn. Sie gingen regelmäßig mit ihm spazieren und bauten eine Bindung zu ihm auf. Für die Familie stand fest: Den geben wir nicht mehr her!

So sollte nun Neka endlich seine Chance auf ein dauerhaftes Zuhause bekommen und wir drücken ihm ganz fest die Daumen!



Die Geschichte vom Hund an der Raststätte ...



Eine andere Geschichte ließ uns alle nur den Kopf schütteln:

Eines Tages stand eine Frau vormittags vor der Tür mit einem Hund an der Leine. Sie erzählte, dass sie auf der Autobahn fuhr und wegen eines Telefonanrufes an die Raststätte gefahren sei. Dort hörte sie ein leises Wimmern, stieg aus dem Auto aus und sah einen Hund dort angebunden. Sie sei völlig fertig, da sie überhaupt keine Hundeerfahrung hätte und mit einem fremden Hund Auto fahren und überhaupt... Da wir in letzter Zeit einige Fundhunde hatten, verwunderte uns dies auch nicht mehr. Nur irgendwie kam ein komisches Gefühl auf, da die Frau ununterbrochen betonte, dass sie ja so aufgeregt sei.

Als wir den Hund einquartierten, merkten wir, dass er total verstört und verängstigt war. Er fletschte die Zähne und war auch bereit zu schnappen. Und jemand, der eigentlich Angst vor Hunden hat und auch im Umgang damit angeblich unerfahren ist, bindet einen knurrenden und fletschenden Hund von einem Baum? Das alles kam uns sehr spanisch vor und da die Dame aus einam anderen Ort kam, haben wir beim dort ansässigen Tierheim mal nachgefragt, ob dort vielleicht jemand schon genau diesen Hund abgeben wollte. Und tatsächlich war es so! Die Dame habe mit ihrem Lebensgefährten, dem der Hund im Übrigen gehörte, vorm Tierheimtor gestanden und diesen dort abgeben wollen. Die diensthabende Kollegin konnte dies aber nicht entscheiden und bat die Familie, doch um 14 Uhr wieder vorbeizukommen. Dies hat der Frau wohl zu lange gedauert.

Als wir dies bei uns im Kollegenkreis besprachen, erinnerte sich eine Kollegin, dass bei ihr eine Familie mit genau dieser Geschichte angerufen hätte. Da das Telefon eingehende Telefonnummern speichert, hatten wir auch ganz schnell die Telefonnummer der Anrufer. Wir riefen dort an und ein Mann nahm das Gespräch entgegen. Als wir ihn damit konfrontierten, dass sein Hund bei uns sei, war er fassungslos, da er den Hund ja um 14 Uhr in das andere Tierheim bringen wollte. Seiner Lebensgefährtin ging dies wohl nicht schnell genug und so gab sie den Hund unter falscher Angabe hier bei uns als Fundtier ab.

Normalerweise hätten wir Anzeige gegen die Frau erstatten können, aber der Mann versicherte glaubhaft, dass er von dem Vorgang keine Ahnung hatte. Er holte den Hund sofort bei uns ab und gab ihn ordnungsgemäß den Kollegen des zuständigen anderen Tierheims in Obhut.

 

9 Katzen auf einen Streich




Billie - nur eine von 9

Freitagnachmittag. Ein Herr betritt das Katzenhaus und fragt, ob er neun Katzen abgeben könne. Wir fragen nach: Wie viele? Ja, seine Schwiegertochter würde morgen umziehen und hätte neun Katzen, die sie nicht mit in die neue Wohnung nehmen könne. Kurze Besprechung im Team – wir sagen zu, aber erst für Montag, damit unsere Tierärztin sich die Neuzugänge, darunter sechs weibliche, unkastrierte Katzen, direkt anschauen kann.

 

Jetzt sitzen die Katzen verteilt in zwei Pflegestellen und wir sind froh, sie bei uns zu haben. Sie waren in keinem guten Zustand, total verschnupft und teilweise mit Flöhen übersät. Momentan werden sie noch behandelt, in wenigen Tagen können sie aber in die Vermittlung gehen. Wir hoffen, für die netten Vierbeiner schnell freundlichen Dosenöffner zu finden.



Wild - na und?




Mal wieder waren wir mit Katzenfallen unterwegs, nachdem wir die Meldung erhielten, dass im Bereich des Siegener Schlachthofes erneut „wilde“ Katzen aufgetaucht wären.

Unser erster Fang ist Jungspund Paul, der sich alles andere als wild gebärdet. Etwas schreckhaft ist er zwar, aber sobald er bei Menschen auf dem Schoß sitzt, geht eine richtige Schmuseorgie los. Auch die anderen Katzen aus dieser Fangaktion sind überwiegend sehr verschmust, teilweise noch etwas schreckhaft und ängstlich, aber auf keinen Fall wild. Wir hoffen, für die fünf Vierbeiner auch schnell ein neues Zuhause zu finden.



Trauriger Fund



Früh am Morgen fanden wir vor unserem Tor eine tote Katze mit einer Mitteilung. Ein Autofahrer hatte das Tier auf seinem Weg zur Arbeit gefunden. Als er feststellte, dass die Katze bereits tot war, wollte er sie nicht einfach am Straßenrand liegen lassen, wickelte sie ein und brachte sie zu uns. Da noch keiner vom Personal da war schrieb er uns eine kurze Nachricht.

Auf diesem Wege möchten wir uns nochmals, auch im Namen der Besitzer des jungen Katers, beim Finder bedanken. Häufig werden tote Tiere einfach am Straßenrand liegen gelassen und dann von der Stadtreinigung abgeholt. Dadurch besteht keine Möglichkeit, den eigentlichen Besitzer ausfindig zu machen, der dann lange Zeit  in Ungewissheit auf die Rückkehr seines Tieres wartet und nie erfahren wird, was seinem Vierbeiner zugestoßen ist. Zwar mussten wir den Besitzern dieses Rottigers eine traurige Nachricht überbringen, aber sie waren doch über die Gewissheit des Verbleibes ihrer Katze dankbar.

 

Endlich: pures Katzenglück für Whiskey




Lange, lange, lange wartete Whiskey im Tierheim auf ein neues Zuhause. Viel zu lange für die sensible Katze, die über den Aufenthalt im Tierheim, der über drei Jahre dauerte, sehr unglücklich war.

Eine Kollegin hat sich seit längerem um Whiskey gekümmert, konnte sie aber nicht zu sich nehmen, da Whiskey bei ihr keinen Freigang erhalten konnte. Aber was lange währt, wird bekanntlich endlich gut: die Kollegin kaufte sich ein Haus mit Garten und vor wenigen Wochen konnte Whiskey bei ihr einziehen. Alles klappt super und allein schon an Whiskeys Äußerem kann man erkennen, wie wohl sie sich fühlt. Vielen Dank an Nicole und Olaf für die Aufnahme der Katzenseniorin!

Und dann sind da noch June und Theo ...



June und Theo waren Whiskeys Zimmergenossen. Die zwei saßen nun zusammen in einer unserer Katzenstuben. Da eine Stube für zwei Katzen zu groß ist und wir wieder sehr viele Neuzugänge haben, mussten wir überlegen, was mit June und Theo geschehen soll. Beide benötigen Allergiefutter und können nicht einfach zu „normal fressenden“ Katzen gesetzt werden. Im Keller wäre zwar Platz für die zwei, dort ist es aber sehr eng und da die beiden sich nicht unbedingt sehr gut leiden können, muss etwas mehr Platz herrschen, damit man sich aus dem Weg gehen kann. Platz ist vor allem für Theo wichtig, der ein echt wilder Racker ist.

Zum Glück war eine Pflegestelle bereit, sich vorübergehend um June und Theo zu kümmern. Da das natürlich keine Lösung auf Dauer ist, hoffen wir, endlich neue Besitzer für sie zu finden. Beide sollten als Einzelkatzen gehalten werden. Die Kosten für das Allergiefutter sind geringfügig teuerer als normale Nahrung. Bei Interesse an einem der beiden:  bitte im Katzenhaus melden.



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