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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2011März

Adieu Chico




Chico, ein Sheltie-Mix, der im Juli 2007 zu uns ins Tierheim kam, hatte schon keine schöne Jugend. Als Welpe wurde er zusammen mit -zig anderen Hunden an einer Kette und mit einem Pflock in eine Hinterhoflandschaft gesperrt. Die Hunde haben sich aus lauter Not Erdkuhlen gegraben, damit sie ein bisschen Schutz vor Regen hatten. Glücklicherweise wurde er von Tierfreunden befreit und durfte durch uns vermittelt werden.

Leider hatten jedoch seine schlimmen Erfahrungen in seinem Leben tiefe Spuren hinterlassen. Er war gegenüber Menschen sehr vorsichtig, vertraute nicht jedem und dadurch, dass er nie viel im Leben kennen gelernt hatte, war alles Neue, Geräusche, Autos und viele andere Dinge für ihn so erschreckend, dass er sich nicht anders zu helfen wusste, als zu schnappen.

Es fanden sich auch nicht die passenden Leute für ihn. Viele fanden ihn hübsch, aber das Äußere alleine reicht leider nicht aus. Vor ein paar Wochen fing „Chico“ an zu kränkeln. Wir merkten, dass es ihm von Tag zu Tag schlechter ging. Er wollte nicht richtig fressen, stand nicht auf und selbst die Hunde, die direkt neben ihm saßen, wurden nicht mehr angebellt. Er bekam Fieber und sein Allgemeinzustand wurde immer schlechter. Wir haben ihn komplett durchchecken lassen, haben Blutbilder gemacht, Röntgenbilder ect., aber konnten nicht herausfinden, warum es ihm so schlecht ging. Dann fraß er immer weniger. Also kochten wir ihm Hühnchen und Reis mit Gemüse. Zuerst fraß er dies, aber am nächsten Tag schon ließ er auch dieses Essen stehen. Er war total teilnahmslos, lag in der Ecke und bekam überhaupt nichts mehr mit. Sogar die Spaziergänge mit seiner Gassigängerin (die er abgöttisch liebte) wollte er nicht mehr laufen.

Das war für uns ein Zeichen: Wir wollten ihn nicht länger als nötig quälen. Wir sind als Tierschutzverein auch dazu da, Leiden zu lindern und in seinem Fall blieb uns leider nur der Weg, ihn im Kreise seiner Liebsten zu erlösen. Seine Gassigängerin war bei ihm und er ist ganz ruhig eingeschlafen. Das ist auch für uns schrecklich. Wir sehen zwar viel Elend, aber wir können eigentlich meistens helfen. Wenn man aber ein Tier gehen lassen muss, fällt es schwer daran zu denken, dass dies eine Erlösung ist. Für Chico war es das aber bestimmt. Er wurde vom Tierbestatter eingeäschert und bekommt bei seiner Gassi-Gängerin im Garten seine letzte Ruhestätte.

Lieber Freund, Dein Leben war nicht immer schön und Menschen haben es mit Dir nicht immer gut gemeint. Aber wir haben Dich sehr lieb gehabt und ein Teil von Dir bleibt immer in unseren Herzen.

 

 

 

Hatten großes Glück: Bo und Findus





Neben all dem Leid, gibt es aber auch die Freude, zum Beispiel über eine gelungene Vermittlung. Wie im Fall von Bo und Findus.

Bo wurde einst von uns vermittelt, kam aber wegen Scheidung zurück. Findus kam als Findling zu uns - ein alter Rüde mit Tumoren unter dem Bauch, verwahrlost und lieblos einfach ausgesetzt.

Die beiden teilten sich eine Stube und eines Tages kam eine Familie, die eigentlich nur einen Hund wollte und sah die beiden. Kurzerhand wurden alle Vorsätze über Bord geworfen und so durften die zwei zusammen dort einziehen. Wir wüschen allen eine tolle Zeit zusammen!

 

Nele und Lele: nach 2 Jahren endlich ein Zuhause für die beiden Riesendamen




Der Monat März war für die Kleintierabteilung etwas erfreulicher als der Vormonat. Es konnten einige Tiere gut vermittelt werden.

Unter anderem ein Kaninchen-Duo namens „Nele“ und „Lele“, das aufgrund seiner imposanten Größe einfach keiner haben wollte. Die beiden saßen ganze 2 Jahre bei uns und nun endlich fanden sich Menschen, die bereits Kaninchen von uns hatten. Sie entschlossen sich, den beiden Riesen-Damen ein neues Zuhause zu geben. Wir freuen uns sehr für die beiden und hoffen, dass sie zusammen noch ein schönes langes Leben im neuen Zuhause haben.

 

Verschnupfter Kaninchenbock Kingston wurde adoptiert



Dann konnte auch Kingston, ein chronischer Schnupfer, vermittelt werden.

Natürlich klären wir die neuen Besitzer auf und sagen ihnen, worauf sie achten müssen. Aber letztlich ist Kingston ein super-lieber Kaninchenbock und er hat es verdient, ein tolles Zuhause zu finden, was auch endlich geklappt hat.

 

Ein Teich für Warzenente Donald Duck




Unsere Warzenente „Donald Duck“ konnte an einen schönen Weiher umziehen. Durch die Vermittlung eines ehrenamtlichen Helfers wurde dieser Platz aufgetan.

An dem Teich leben bereits mehrere Enten und so wundert es uns nicht, dass es „Donald“ dort sehr gefällt. Wir wünschen fröhliches Plantschen!

 

Haltung geriet aus den Fugen: 19 Mäuse, handzahm ...




Dann erhielten wir einen Anruf, dass jemand Mäuse abgeben müsse, da dem Halter die ganze Sache mit den Tieren aus den Fugen geraten sei. Als wir hörten, dass es sich hierbei um ganze 19 Tiere handelt, mussten wir erst einmal schlucken.

Wir haben die Tiere erst einmal nach Geschlechtern getrennt und die Böckchen werden auch noch kastriert, sobald sie das passende Alter haben. Da sich die Mäuse bisher wahllos vermehrten, haben einige Tiere Probleme mit den Augen, was sie aber überhaupt nicht behindert. Es wundert uns auch, dass alle Tiere handzahm sind.

Nun hoffen wir, dass wir bald Mäuseliebhaber finden, die noch Verstärkung suchen.

Imposanter Riese Leffi fand im Tierheim Kuschelpartner



So ganz ohne Fundtiere ging es dann leider im März doch nicht: „Leffi“, ein hübscher Stallhase, wurde in Obersetzen gefunden. Tagelang lief er wohl schon bei den Nachbarn umher, als sich die Beobachter ein Herz fassten und den imposanten Riesen zu uns ins Tierheim brachten.

Er zeigte sich hier zunächst sehr schüchtern, doch als wir ihn mit einem Kaninchenkumpel zusammengesetzt haben, taute er nach und nach auf. Mittlerweile liegen die beiden zusammen und kuscheln. Es ist wirklich ein toller Anblick.

Durch die Terrasse auf´s Sofa und dort 9 Junge bekommen ....?





Anruf bei uns im Katzenhaus: Bei mir ist heute Morgen eine Katze durch die Terrasse ins Wohnzimmer gekommen, hat sich auf meine Couch gelegt und Junge zur Welt gebracht, die müssen sie jetzt holen!


Zwar kommt uns die Sache komisch vor, aber wir telefonieren direkt unsere Pflegestellen durch, wer kurzfristig eine Mama mit fünf ganz Kleinen bei sich aufnehmen kann. Schnell ist jemand bereit und wir fahren hin, um die Katzen abzuholen. Nur unter Tränen trennt sich der Anrufer von den sechs  (und das, obwohl er sie erst seit wenigen Stunden kennt???).


Wie dem auch sei: Mutter und Kinder sind wohlauf, mittlerweile vier Wochen alt und gedeihen in der Pflegestelle prächtig. Ein Rottiger und eine der Schildpattdamen sind bereits reserviert und wir finden bestimmt auch für die anderen schnell geeignete Dosenöffner.

 

Abschied von Bommel




Bommel, unsere Glückskatze, hatte leider nicht viel Glück in ihrem Leben. Sie kam als recht kräftige Fundkatze zu uns, war sehr scheu und ängstlich und versteckte sich immer in ihrer Stube. Vom Tierheimalltag war sie sehr gestresst und verlor während ihres Aufenthaltes, der leider aufgrund ihres Verhaltens sehr lange war, viel Gewicht und wurde krank.

 

Jetzt hatten wir endlich nette Menschen gefunden, die sich Bommel annehmen wollten, und dann passiert, was wir zwar befürchtet, aber verdrängt haben. In der letzten Woche ihres Aufenthaltes kam Bommel trotz tierärztlicher Behandlung nicht mehr auf die Beine. So konnte Bommel natürlich nicht vermittelt werden. Wir haben gehofft, die kleine Kämpferin würde es schaffen, aber letztlich konnten wir sie nur noch erlösen.

 

Glücksfall für Pommes: "Inkontinenz ist kein Problem!"




Eine unsaubere Katze zu vermitteln, ist bekannterweise immer sehr schwierig. Daher freuen wir uns immer sehr, wenn sich Menschen ganz bewusst für eine Problemkatze entscheiden. Denn das ist das Glück von Pommes.

 

Pommes kam als Unfallkatze zu uns. Ihr Schwanz war verletzt – vermutlich war sie unter ein Auto geraten. Bedingt dadurch kann  Pommes keinen Urin mehr halten. Immer wenn sie sich hinsetzt, geht tröpfchenweise Urin ab und Pommes neigt auch sehr schnell zu Blasenentzündungen, so dass regelmäßige Urinkontrollen erforderlich sind.

 

Das schreckte die Besitzer eines Reiterhofes nicht ab, die eine nette, unkomplizierte Mäusefängerin suchten und Pommes konnte vor wenigen Tagen dort im Stall einziehen. Wir wünschen unserer Pommes gute Jagd!

 



TIERHEIM SIEGEN - HEIDENBERGSTRASSE 91 - 57072 SIEGEN - FON: 02 71 - 31 37 70 - EMAIL: INFO@TIERHEIM-SIEGEN.DE

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