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Wer tat ihm das an? Rüde Herbert: ein sanfter Riese, mitten im Wald ausgesetzt




Am 20.04. informierte uns die Polizei, dass ein sehr aggressiver Hund in der Nähe von Oechelhausen mitten im Wald angebunden sei und kein Mensch weit und breit zu sehen sei. Es war an diesem Tag für April bereits sehr warm und da wir nicht wussten, wie lange der Hund dort bereits angebunden war, beeilten wir uns. Vor Ort fanden wir einen sehr stattlichen Rüden (Schulterhöhe ca. 70 cm) vor, der sehr verunsichert war. Kein Wunder! Nur mit sehr viel Geduld und super-guten und vor allem vielen Leckerchen gelang es den Kollegen, ihn davon zu überzeugen mitzukommen.

Im Tierheim angekommen, gaben wir dem Riesen (den wir übrigens „Herbert“ tauften) erst einmal Zeit, um zur Ruhe zukommen. Nach ein paar Tagen war er schon etwas versöhnlicher und seine Betreuerin konnte zu ihm in den Auslauf und ihn auch schon etwas streicheln. Von Tag zu Tag fallen seine Barrieren und er taut zunehmend auf. Das Aussetzen hat ihm ziemlich zugesetzt und auch, wenn er ein so großer Kerl ist, hat er doch eine zarte Seele. Auch diese Aktion ist uns, wie viele andere, völlig unverständlich.

Vielleicht kennen Sie „Herbert“ und können uns Hinweise geben, woher er stammt und wer ihm dies angetan hat?


Beagle-Dame Milly – als Gebärmaschine missbraucht und dann ausgesetzt?




Milly kam als Fundhündin aus Neunkirchen zu uns. Auf dem Rassberg wurde sie aufgegriffen. Das Gesäuge ist stark ausgeprägt und sie wird bereits schon einige Male Welpen gehabt haben. Da drängt sich der Gedanke auf, dass sie als Gebärmaschine missbraucht und nun einfach nicht mehr gebraucht wurde.

 

Ein weiteres Indiz sind die schlechten Zähne. Die Eckzähne sind allesamt abgebrochen. Wahrscheinlich hat sie in die Gitter eines Zwingers gebissen und die Zähne wurden dadurch beschädigt. Jedenfalls hat sie niemand mehr abgeholt und wir suchen nun ein neues passendes Zuhause. Geschätzt wird sie auf ca. 5 – 6 Jahre. Vielleicht kennen Sie diese Hündin? Wir würden uns auch hier über sachdienliche Hinweise freuen.

 

 

Jack – anonym weitergegeben oder doch vom alten Besitzer ausgesetzt?




Die Krönung von unserer Findlingsgeschichten aus dem April ist die des kleinen Jack-Russel-Mix „Jack“. Er wurde in Siegen auf der „Panzerstrasse“ gefunden und von aufmerksamen Passanten zu uns ins Tierheim gebracht.

Über Umwege kamen wir an den Namen der Besitzerin. Dort riefen wir sofort an und erhielten eine tolle Erklärung. Sie hätte den Hund weitergegeben, aber weder Name noch Telefonnummer der neuen Besitzer seien ihr bekannt.... Ja nee, is klar!

Kein Mensch auf dieser Welt gibt seinen Hund, den er vorgibt zu lieben, an irgend jemanden weiter, ohne sich Name, Adresse und Telefonnummer aufzuschreiben. Das glaubt doch keiner!

Wir gaben ihr Gelegenheit, sich innerhalb einer bestimmten Zeit zu überlegen, wer der neue Besitzer ist. Sobald dies geklärt wurde, werden wir wieder berichten.

 

 

Fundhündin Charly: Trotz Mikrochip kein Besitzer ausfindig zu machen




Auch Fundhündin “Charly“ hat eine treulose Tomate als Besitzer. Charly  wurde von uns am Ostersonntag über unseren Notdienst in Siegen abgeholt.

 

Über den Mikrochip konnten wir schnell den Besitzer ausfindig machen. Leider sind beide Telefonnummern nicht aktiv und alle Briefe blieben unbeantwortet. Die wilde Hummel ist einfach nur lieb und wenn Sie sie erkennen sollten, wären wir über Hinweise dankbar, wie wir in Kontakt mit dem Besitzer treten können.

 

 

Hündin Bonni eroberte Herzen




Unsere liebe Hündin „Bonni“, die seit September 2010 bei uns war, konnte vermittelt werden. Sie war damals mit einer 10 cm langen Bisswunde am Rücken bei uns abgegeben worden. Sofort wurde sie operiert und die Wunde ist auch sehr gut verheilt. Schnell fanden wir auch Menschen, die ihr ein liebes Zuhause geben wollten. Doch leider stellte Bonni gegenüber den Menschen Besitzansprüche auf das Bett der Eheleute und als diese sie verweisen wollten, knurrte sie und fletschte die Zähne. Da auch Kinder mit im Haushalt lebten, war es leider nicht mehr möglich, „Bonni“ zu behalten. Und so kam sie wieder zu uns zurück.

 

Seit Anfang April jedoch kam ein Paar, das oft mit ihr spazieren ging. Und so verwunderte es uns auch nicht, dass es sich blitzschnell in die ansonsten verschmuste Hündin verliebte. Schon nach ein paar Wochen durfte Bonni bei den Menschen in ihr neues Zuhause einziehen.  Wir wünschen Bonnie und ihren Menschen eine lange und tolle Zeit miteinander und freuen uns riesig über diese tolle Vermittlung!

 

 

Was ist das? Ungewohnte Leere im Katzenhaus!




Wenn man sich zurzeit durch den Gang unseres Katzenhauses bewegt, sieht man nach wie vor unsere Stuben, aber kaum Katzen darin. „Wo sind denn alle Katzen? Ich dachte, es sind so viele im Tierheim?“  Diese Fragen hören wir tagtäglich.

 

Schön wäre es, wenn wirklich nur so wenig Tiere bei uns sitzen würden – aber dem ist leider nicht so! Wir wollen in den nächsten Wochen das „neue“ Katzenhaus renovieren und haben daher die Neuzugänge auf andere Gebäude bzw. Pflegestellen verteilt. Ende des Monats Mai sollen die Renovierungen abgeschlossen sein und sicherlich sind dann innerhalb kürzester Zeit alle Stuben wieder belegt. Wer jetzt eine Katze sucht, muss dann schon mal einen längeren Weg in eine Pflegestelle in Kauf nehmen – aber daran wird sicherlich die Suche nach einem Freund fürs Leben nicht scheitern.

 

 

Unkastrierte Kater: da laufen sie wieder ...




Jedes Jahr um diese Zeit stehen wir vor demselben Problem. Unkastrierte Kater kommen am laufenden Band als Fundkatzen zu uns. Sie sind unterwegs, um sich den Nachwuchsproblemen der Katzenwelt zu stellen und geraten dabei immer wieder auf Abwege. Von der Nase geleitet, kann ein unkastrierter Kater bis zu zehn Kilometer laufen. Und da diese Helden meistens auch nicht gekennzeichnet sind, ist es sehr schwer für uns, die Beisitzer der Tiere zu finden.

 

Daher noch mal unsere Bitte: Wenn Sie schon ihr Tier nicht kastrieren lassen möchten, so lassen Sie es wenigstens chippen, damit ihr Vierbeiner auch wieder nach Hause geschickt werden kann. Allein in einer Woche im Monat April haben wir fünf unkastrierte Kater aufnehmen müssen, von denen bisher nur einer wieder in sein altes Zuhause ziehen konnte.

 

 

Ratz, Fatz und Fraggle: Glück hoch drei





Wer sich für unsere Katzen interessiert, der kennt sicherlich Ratz und Fatz, die mittlerweile schon drei Jahre bei uns im Tierheim auf neue Besitzer warteten. Immer wieder haben wir die zwei auf der Homepage vorgestellt, aber es fanden sich keine Katzenfreunde, die dem alten Katenpaar, das sehr schüchtern ist, ein neues Zuhause geben wollte. Ratz und Fatz lebten in unserer Stube 1 und hatten sich dort mit Jungspund Fraggle angefreundet, der als sehr zurückhaltender, ängstlicher Jungkater mit einem komplizierten Beinbruch zu uns kam und mehrfach operiert werden musste. Den Bruch hat Fraggle gut auskuriert und lebte seitdem ebenfalls in Stube 1.

 

Ratz, Fatz und Fraggle hielten sich überwiegende in der „zweiten Etage“ unserer Stube aus. Dort lagen die drei aneinander gekuschelt im Körbchen und fraßen aus einem Napf. Ratz und Fatz wollten wir von Anfang an nicht trennen, schließlich kennen sich die zwei ein Leben lang. Auch für den schüchternen Fraggle fanden wir keine Dosenöffner, – bis – ja, bis eines Tages im April eine nette Frau zu uns kam und sich nach einem Katzenpaar, gern älter und schwer zu vermitteln – erkundigte. Wir stellten Ratz und Fatz vor und tatsächlich: die beiden konnten das Herz der Tierliebhaberin erweichen. Und dann brachten wir noch so nebenbei Fraggle ins Gespräch… Es wurde überlegt, telefoniert und das Tierheim noch mal verlassen, um über Nacht nachzudenken. Und dann war es soweit: Ratz, Fatz und Fraggle konnten gemeinsam Stube 1 verlassen. Vielen Dank noch mal an die tierliebe Familie, die den Dreien diese wunderbare Zusammenkunft ermöglicht hat!

 

 

Neuzugang: 14 Kaninchen - und alle unkastriert ....




Eine Dame fragte bei uns anund teilte mit, dass sie zwei Kaninchen abzugeben hätte. Nach näherer Nachfrage kam heraus, dass sie drei erwachsene Tiere hatte und einigen Nachwuchs. Sie wollte versuchen, die Jungtiere an ein Zoogeschäft zu verkaufen und sich wieder melden, falls das nicht geklappt hätte. Wir erklärten der Dame, dass wir entweder alle Kaninchen nehmen würden oder keins, da wir befürchten mussten, dass auch schon bei den Jungtieren eventuell einige wieder tragend sein könnten, da die Tiere alle zusammen gehalten wurden. 

 

 

Zwei Tage später stand die Frau im Tierheim und wollte nur das eine Muttertier, das ein blindes Auge hatte, abgeben. Wir erklärten ihr ganz ausdrücklich, dass wir entweder alle Tiere oder keins nehmen würden. Sie zog wieder von dannen und kam zwei Stunden später wieder mit sage und schreibe 14 Kaninchen!! Bereits vier Generationen lebten zusammen in einem Gehege und wurden nicht nach Geschlechtern getrennt, so dass es uns auch nicht wunderte, dass zwei Tage später schon wieder vier Kaninchen das Licht der Welt erblickten.

 

Mittlerweile sind alle Tiere nach Geschlechtern getrennt und die erwachsenen Kaninchenböckchen bereits kastriert. Die kleinen süßen Fellknäuel können auch bald vermittelt werden.

 

 

Findlings-Frettchen entpuppte sich als Marder – leider schwer verletzt und nicht mehr zu retten




Ein Herr stand vorm Tor und hatte ein „Frettchen“ gefangen, das verletzt war. Gut verpackt in einem Karton hörten wir die Fauchgeräusche und uns wurde blitzartig klar, dass es sich hier nicht um ein Frettchen, sondern um einen Marder handeln musste. Wir packten ihn in eine Hunde-Transportbox und befreiten ihn aus dem Karton.

 

Der arme Kerl hatte sich verletzt; wahrscheinlich wurde er von einem Auto angefahren und ließ sich deshalb so einfach fangen. Wir zeigten ihn sofort unserer Tierärztin. Der Rüde hatte sich einige Rippen gebrochen, das Becken ebenfalls und auch die vorderen Gliedmaßen waren gebrochen. So gab es für ihn leider keine Rettung mehr und unsere Tierärztin konnte nichts weiter für ihn tun, als ihn einzuschläfern.

 

 

Gartenteiche mit Wasserschildkröten bitte ausbruchsicher gestalten




Leider nimmt die Zahl der Wasserschildkröten auch wieder zu. Jetzt ist die Zeit, um die Tiere nach der langen Winterzeit wieder in die Teiche zu setzen. Nur leider haben viele ihren Teich nicht umzäunt, so dass die Tiere bei ihrem Landgang ausbrechen. So verlaufen sie sich in unserer Landschaft und nur einige wenige werden von Passanten gefunden. Deshalb bitten wir Sie, sollten Sie Wasserschildkröten in ihrem Teich halten, bitte darauf achten, dass ein kleiner Zaun oder vielleicht Steinmauer um den Teich verläuft, damit die Tiere nicht ausbüchsen können.

 

„Unsere“ Wasserschildkröten sind übrigens auch wieder in ihren Teich gezogen. Das Winterquartier wird zur Zeit renoviert.

 

 

Happyend für Halsbandsittiche




Endlich durften unsere beiden Schreihälse „Uschi“ und „Kesha“ ausziehen. Ein Vogelfreund hatte sich bei uns bereits ein Wellensittich-Paar geholt und ein komplettes Zimmer nur für die beiden Vögel eingerichtet. Als wir ihm von unseren grünen Schönheiten erzählt haben, hat er zu Hause dieses Zimmer so umgebaut, dass auf der einen Seite die Wellensittiche und auf der anderen Seite die Halsbandsittiche wohnen können. Wir haben uns riesig gefreut, denn die Vermittlung dieser „Schreihälse“ ist wirklich nicht so einfach, da sie sehr laut sind.

Außerdem durfte auch das Paar Molly und Lars ausziehen. Ebenfalls zu einem  Vogelliebhaber, der eine große Zimmervoliere für die zwei gefiederten Freunde bereit hielt.

Wir sind sehr froh, die zwei Paare in gute Hände vermittelt zu haben und wünschen Ihnen von Herzen alles Gute.

 

Wir brauchen Ihre Hilfe, damit wir helfen können!



Wir helfen unseren Mitgeschöpfen gerne, doch ohne die finanzielle Hilfe von Tierfreunden kommen wir sehr schnell an unsere Grenzen. Da wir keine städtische Einrichtung sind, sind wir zu einem großen Teil auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen.

Vielleicht entscheiden auch Sie sich für eine Mitgliedschaft, eine Patenschaft oder auch eine einmalige Spende, um uns bei der Arbeit für unsere Tiere zu unterstützen.

Das können Sie auch hier gleich online erledigen. Es geht ganz einfach.

Schauen Sie hier ...

 



TIERHEIM SIEGEN - HEIDENBERGSTRASSE 91 - 57072 SIEGEN - FON: 02 71 - 31 37 70 - EMAIL: INFO@TIERHEIM-SIEGEN.DE

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