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Mia und Milow: 4 kleine Knopfaugen schauten aus dem Pappkarton




Unfassbar: erst 4 Wochen alt und schon entsorgt!

Einer unserer ehrenamtlicher Helfer fuhr mit seiner Frau einen Parkplatz an, um die schöne Aussicht zu genießen. Plötzlich hörten sie ein leises Fiepsen. Sie drehten sich um und sahen neben dem Müllcontainer einen Pappkarton stehen. Mutig öffneten sie den Deckel und staunten nicht schlecht. Es schauten sie vier Knopfaugen an. Zwei schwarze kleine Fellknäule hatte man einfach h in einem Pappkarton entsorgt. Sie riefen bei uns an und wir nahmen die Hundwelpen sofort auf.

 

Unsere Tierärztin schätzte sie auf 4 – 5 Wochen alt. Eigentlich brauchen sie in diesem Alter noch dringend ihre Mutter, aber diese Zeit wollten ihnen die Menschen offensichtlich nicht geben. Vielleicht waren sie auch einfach nur übrig und ihre Geschwisterchen waren bereit verkauft worden. Es ist leider nicht unüblich, daß unseriöse Hundehändler Welpen in diesem Alter verkaufen. Allerdings ist es vom Gesetz her verboten, die Welpen vor der 8 Woche von dem Muttertier zu trennen!

 

Die Kleinen erfreuen sich bester Gesundheit, sind schon geimpft und haben auch bereits einige Interessenten. Bei der Wahl der neuen Familie werden wir ganz genau hinschauen, damit es den kleinen Rackern in Zukunft gut ergehen wird.

 

Armes Anschauungsmaterial: 32 gefiederte Neuzugänge!




Im September gab es in der Kleintierabteilung eine richtige Vogel-Flut. Ein Lehrer hatte als Anschauungsobjekte mehrere Vögel in einer Voliere gehalten, um den Schülern die Farbenpracht der Tiere nahe zu bringen. Allerdings hatte der Lehrer vergessen, die Behausung der Tiere ordnungsgemäß zu reinigen, die Vögel tierärztlich durchchecken zu lassen und sie regelmäßig zu füttern.

Eine Lehrerin konnte diesem Drama glücklicherweise nicht mehr länger zusehen und beschloss, die Tiere  bei uns abzugeben. So zogen auf einen Schlag 32 (!)  Vögel bei uns ein. Unter ihnen waren Wellensittiche, Nymphensittiche, ein Bauersringsittich, Zebrafinken, Kanarienvögel, Singsittiche und Agaporniden (sogenannte Liebesvögel).

Drei Vögel waren in einem nicht guten körperlichen Zustand und wurden unmittelbar von einem Fachtierarzt untersucht und bekamen Medikamente. Teilweise waren die Geschlechter nicht bestimmt, so dass wir den Tieren Federn entnommen und zu einem Labor eingeschickt haben.

Die Vögel haben sich teilweise überhaupt nicht in unsere Außenvolieren getraut, weil sie es einfach nicht kannten. Leider werden immer noch sehr viele Vögle in viel zu kleinen Käfigen gehalten, so klein, dass sie ihre Flügel überhaupt nicht benutzen können. Bei unseren Vermittlungen achten wir natürlich auch darauf, dass die Tiere artgerecht untergebracht werden, und dies haben wir auch diesen Tieren versprochen, damit sie es in Zukunft besser haben.

 

Grüße von Lilly




Lilly geht es beim neuen Frauchen richtig gut.

Hallo Ihr Lieben,

ich bin Lilly, bekannt auch als „großes Mädchen“ oder die schwarze hübsche Labrador-Hündin. Im Frühjahr auf der Hauptversammlung bin ich noch als „Problemfell“ bezeichnet worden, da ich eine sehr lange Zeit im Tierheim Siegen verbracht habe. Den einen oder anderen Spaziergängern bin ich oft begegnet, da ich durch meinen Gassigänger fast täglich unterwegs gewesen bin. Bei ihm und mit ihm habe ich gelernt, nicht mehr so stark an der Leine zu ziehen und nicht ständig beim Spazierengehen zu bellen. Oft musste dieser auch mit meiner Ungeduld Geduld haben.

Geduld, Liebe und Pflege erfuhr ich auch durch die Mitarbeiter des Tierheimes Siegen, besonders erwähnen möchte ich hierbei die Praktikanten, Auszubildenden und die vielen Hilfskräfte, die teilweise auch ehrenamtlich dort tätig sind.

Nun bin ich in die Nähe von Minden gezogen, ca. 260 km von Siegen entfernt. Mein jetziges Frauchen wurde zunächst übers Internet auf mich aufmerksam und machte sich die Mühe, mich näher kennenzulernen, indem sie 4 Monate lang alle 14 Tage zu Besuch kam.

Ende September 2011 war es dann endlich soweit: ich durfte ganz lange Autofahren, was mir doch sooo viel Spass gemacht hat. Nun lebe ich auf dem Lande, genieße mein neues Zuhause und sende Grüße ins Siegerland. Damit ihr mich nicht so schnell vermisst, habe ich einige Bilder von meinem Frauchen und mir beigefügt.

DANKEN möchten wir an dieser Stelle Frau I. Schwarz für die großzügige Spende die sich im 3 stelligen Bereich befand, die sie dem Tierheim Siegen zusätzlich zur Vermittlungsgebühr von Lilly zukommen ließ, dies ist eine sehr wichtige Unterstützung für unsere Arbeit.

 

Trio im Glück: Felix, Tiger und Stupsi fanden ein gemeinsames Plätzchen



Wer öfter mal auf unserer Homepage vorbeischaut, kennt sicherlich Felix, Stubsi und Tiger, unsere drei scheuen Katzen, die bereits seit über einem Jahr in ihrer Pflegestelle auf ein neues Zuhause warteten. Da Felix fast blind ist und die drei ein so eingespieltes Team, sollten nach Möglichkeit alle drei zusammen vermittelt werden. Es fanden sich einfach lange Zeit keine Interessenten für diese jungen Katzen, die bei Fremden immer noch sehr zurückhaltend waren. Bei ihren Bezugspersonen waren sie hingegen nur lieb und verschmust.

 

Aber jetzt endlich  – im Monat September – konnten alle drei gemeinsam in ihr neues Zuhause einziehen. Eine tierliebe Familie hat Felix, Stubsi und Tiger mehrere Wochen lang immer wieder in der Pflegestelle besucht und langsam das Vertrauen gewonnen und sich schließlich für alle drei entschieden. Besonderes Glück für Felix, dass er weiterhin in Gesellschaft seiner beiden Helfer leben darf. Der im neuen Zuhause bereits lebende Kater kommt hoffentlich mit dem Trio klar. Wir drücken der Katzengroßfamilie auf jeden Fall die Daumen!

 

Dreiste Entsorgung!




Aussetzen ganz praktisch: im Korb direkt vor´s Tierheimtor ...

Es geschah an einem Samstag während der regulären Öffnungszeiten: Wir wurden im Katzenhaus angesprochen, dass vor dem unteren Tierheimtor ein Katzenkorb stehen würde – ob dies normal sei?? Natürlich nicht! Da hat sich mal wieder jemand erdreistet, sich im Getümmel seines Katers zu entledigen. Im Korb fanden wir Simba – einen super-netten unkomplizierten Kater mit einer lesbaren Tätowierung.

Einige Telefonate später hatten wir die Rufnummer der mutmaßlichen Besitzer. Dort erhielten wir die lapidare Auskunft, sie hätten ihren Kater verschenkt – an wen wüssten sie nicht.

Nun denn, Simba blieb bei uns und konnte zum Glück sehr schnell mit einem weiteren Kater in ein neues Zuhause einziehen. Wir sind uns sicher, dass er dort nicht mehr einfach entsorgt wird…

 

Unser Auftritt beim WDR: die Ergebnisse




Anfang September waren wir auch wieder Gast beim WDR in der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ mit Claudia Ludwig. Wir präsentierten 5 Hunde (Schäferhündin Pepper, Labrador-Mix Dascha, Podenco-Hündin Alma, Bardino-Mix-Rüde Aron und unsere kleine weiße Hündin Maggy),  2 Katzen (Kater Theo und unsere liebe weiss-rotgetigerte Katze Kira) sowie unsere Single-Singsittich-Henne Pauline.

Star der Sendung war Hündin Pepper. Ganz viele Menschen wollten ihr ein tolles Zuhause geben. Den „Zuschlag“ erhielt eine Familie, die mit ihr Hundesport in einer Rettungshundestaffel betreiben will.

Für Dascha gab es auch ein neues Zuhause mit zwei netten Kindern. Dort ist sie nun der Mittelpunkt der Familie und wird nach allen Regeln der Kunst verwöhnt.

Singsittich Henne Pauline hat es richtig gut getroffen. Für sie gab es nicht nur einen Artgenossen, nein, sondern ein ganzer Schwarm begrüßte sie im neuen Zuhause. Dort wird sie bestimmt ganz schnell einen neuen Partner finden.

Somit ist die Bilanz der Sendung durchweg positiv. Sehr viele nette Anrufe haben uns nach der Sendung erreicht und wir freuen uns, wenn unsere Tiere ein so schönes neues Zuhause gefunden haben.

 

 

Ausgesetztes Duo Flocke und Drops: auf Umwegen ins neue Zuhause




Riesiges Glück hatte letztendlich auch unser Doppelpack Flocke und Drops. Die zwei kleinen Hunde wurden vor einiger Zeit einfach ausgesetzt. Nach kurzer Zeit hatten wir aber bereits Leute gefunden, die die zwei Kleinen adoptieren wollten, nur wurde nach 4 Tagen klar, warum sie ausgesetzt wurden: Sie waren nicht stubenrein. Leider brachten die Leute die Hunde deshalb wieder zu uns zurück.

 

Über unsere neue Rubrik „Fundtiere“ wurde dann ein Paar aus dem Sauerland auf die beiden aufmerksam. Selbst die Nachricht, dass die zwei nicht stubenrein sind, hielt sie nicht auf, die Tiere zu adoptieren. Wir freuen uns für Flocke und Drops sehr, denn die wenigsten Menschen wären bereit, gleich zwei Hunde mit einem kleinen Handicap zu adoptieren.

 

Wir danken den beiden Hundefreunden, dass sie diese zwei kleinen Hundeseelen glücklich gemacht haben.

Im Tierheim zuletzt gesucht: Beagle Jones musste 18 Tage lang warten




Die Geschichte dieses Findlings ließ uns alle mit dem Kopf schütteln. Wir bekamen an einem Tag einen Beagle ins Tierheim gebracht, der in Freudenberg bei McPlay gefunden wurde. Die Mitarbeiter fragten dort in der ganzen Nachbarschaft nach, ob jemand einen Hund vermisst. Niemand kannte diesen Hund und so fand er den Weg zu uns ins Tierheim.

 

Da der Rüde gechipt war, hofften wir, daß uns TASSO weiterhelfen könnte, doch dort war der Halter als unbekannt verzogen gemeldet. Wir bekamen noch mitgeteilt dass der Hund als „Jones“ registriert war.

 

Nach fast drei Wochen rief eine Frau an, die nach einem Beagle-Rüden fragte. Ihrer Tochter sei der Hund abgehauen. Wir fragten, ob er gechipt sei und stellten anhand der Chipnummer  fest, daß es sich um unseren Findlingsrüden „Jones“ handelte. Verwundert fragten wir, warum sich die Tochter denn nicht schon viel früher gemeldet hätte. Darauf erhielten wir nur die Antwort, dass die Tochter ja gar nicht ans Tierheim gedacht habe ... 18 Tage lang??? Am gleichen Tag hat sie Jones aber abgeholt.

Die Wege des Carlos



Carlos kam vor mehreren Monaten als Fundkater zu uns. Er war einem uns bekannten Ehepaar zugelaufen, das ihn gerne bei sich aufgenommen hätte. Aber die dort bereits lebende ältere Katzendame kam mit dem jungen Kater nicht zurecht.

Die ursprünglichen Besitzer von Carlos meldeten sich nicht und so wurde der nette Vierbeiner nach wenigen Wochen von uns vermittelt, kam allerdings kurze Zeit später wieder zurück, weil er nicht so war, wie die neuen Besitzer sich ihre Katzen wünschten.

Und von da an saß Carlos wochenlang in seiner Stube und fand keine neuen Interessenten. Bis zu unserem Sommerfest. Am Samstag kamen Carlos ursprüngliche Finder auf ihren jährlichen Sommerfestbesuch ins Katzenhaus und trauten ihren Augen nicht: War das in Stube 6 tatsächlich ihr Carlos?? Die Wiedersehensfreude war groß und es flossen Freudentränen. Was wir nicht wussten: Die ältere Katzendame des Ehepaares war zwischenzeitlich krankheitsbedingt eingeschläfert worden und sie hatten daraufhin nachgefragt, ob Carlos noch im Tierheim war. Zu diesem Zeitpunkt war er aber noch vermittelt, und als er wieder zurück kam, war der Anruf in Vergessenheit geraten. Umso größer war nun die Freude der Wiedervereinigung und Carlos wurde noch am selben Tag in eine Transportbox verfrachtet und in sein neues/altes Zuhause gebracht.

 

Wir brauchen IHRE Hilfe!



Dieser Monatsrückblick gewährt Ihnen einen ganz kleinen Einblick in unsere vielen Aufgaben im Tierschutz. Wir freuen uns, dass wir vielen Tieren helfen können. Doch das geht nur mit IHRER Hilfe, denn die Versorgung und Betreuung unserer Tiere kostet viel Geld.

 

Wenn Sie uns helfen können - und sei es auch nur mit einem ganz kleinen Beitrag - danken wir Ihnen im Namen der misshandelten und vernachlässigten Tiere von Herzen.

Spendenkonto Sparkasse Siegen

Konto.-Nr. 1 131 507

BLZ 46050001

 



TIERHEIM SIEGEN - HEIDENBERGSTRASSE 91 - 57072 SIEGEN - FON: 02 71 - 31 37 70 - EMAIL: INFO@TIERHEIM-SIEGEN.DE

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