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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2012Februar / März

Cina: Abgabe nach 14 Jahren - in schlimmem Zustand





Eine Frau rief an und wollte ihren Hund „Cina“ abgeben. Die Familie würde nach Italien zurückgehen und sie könnten den Hund – den sie schon seit dem Welpenalter hatten – nicht mitnehmen.

Die kleine Pekinesen-Hündin ist mittlerweile 14 (!!!) Jahre alt und war bei Abgabe in einem körperlich sehr schlechten Zustand. Die Zähne fielen teilweise schon so aus dem Maul heraus, andere Zähne wurden nur durch den massiven Zahnstein am Herausfallen gehindert. Einige Krallen wuchsen schon kreisrund zusammen und das Fell war stellenweise stark verfilzt. Alleine der penetrante Geruch aus dem Mäulchen hätte die Leute schon veranlassen sollen, zum Tierarzt zu gehen. Aber all dies ist ihnen scheinbar nicht aufgefallen. Geimpft war die kleine „Cina“ natürlich auch nicht.

Jeder, der seinen Hund ein bisschen lieb hat, wäre bei der Abgabe im Tierheim etwas traurig gewesen, doch hiervon war in diesem Fall keine Spur erkennbar. Im Gegenteil, es schien, als wäre man froh, den Hund losgeworden zu sein.

 

 

6 Richtige für Joy




Auch „Joy“, eine kleine Border-Colli-Mix-Hündin hatte Pech. Am 16.01. wurde sie gefunden und es hat so lange gedauert, bis wir für die kleine Maus die passenden Leute gefunden haben. Ein Welpe kann nicht alleine bleiben und teilweise hatten wir Interessenten, die 6 Stunden und länger arbeiten gingen. Andere Interessenten wohnen im 7 Stock eines Hochhauses und wie soll man da den Welpen stubenrein bekommen? Selbst mit Aufzug kommt da jede Bemühung zu spät und schafft letztendlich nur Frust auf beiden Seiten. Am 27.02. aber haben wir die passenden Menschen für unsere „Joy“ gefunden: eine Familie mit Garten, die sich mit Border-Collies auskennen und um deren Beschäftigung weiß. Kurz: ein 6er im Lotto für „Joy“. Wir wünschen allen eine tolle und lange Zeit zusammen.

 

Die beiden Martinas sind zusammengezogen




Nach langer Zeit konnte auch die Podenca „Martina“ endlich ausziehen. Sie war seit Oktober 2010 bei uns. Grundsätzlich finden Podencos bei uns zügig ein gutes Zuhause, aber „Martina“ hatte leider immer Pech, da sie auch mit Artgenossen ein kleines Problem hat. Unterwegs zickt sie an der Leine herum und springt in die Leine, so dass man schon guten Stand haben muss, um sie gehalten zu bekommen.

 

Irgendwann fand sie eine Gassigängerin, die täglich mit ihr spazieren ging. Eigentlich wollte die Gassigängerin gar keinen eigenen Hund, aber mit der Zeit verlor sie ihr Herz an Martina und sie überlegte ernsthaft, Martina bei sich aufzunehmen. Das witzige an der Geschichte ist, dass beide den gleichen Namen tragen und so durfte Martina am 21.03. bei Martina einziehen J Wir wünschen allen viel Spaß aneinander! Leider verlieren wir mit Martina K. eine tolle Gassigängerin, aber für die Hündin freuen wir uns sehr, dass sie endlich Menschen gefunden hat, die ihr verschmustes Wesen genießen und ihr Temperament zügeln können.

 

Friedo konnte endlich Koffer packen




Auch der Schäferhundrüde „Friedo“, der seit 2008 (!!!) bei uns im Tierheim ist, sollte im März ein Happy End erleben. Ursprünglich wurde er aus einem VW-Bus herausgeholt und hatte seither Angst vor Autos und geschlossenen kleinen Räumen. Er konnte von uns vermittelt werden, aber da die Familie sich trennte, hatte man dort auch keine Zeit mehr für ihn. Über wie viele Monate der Rüde im Keller eingesperrt wurde, können wir nicht sagen. Seither lebte er wieder bei uns und wir versuchten allmählich, seine Ängste zu entkräften. Eine Riesenhilfe war seine Gassigängerin Antje. Sie holte ihn aus seiner Angst und nahm ihn übers Wochenende mal mit nach Hause, damit er vom Stress im Tierheim richtig entspannen konnte. Sie übte mit ihm ins Auto einsteigen und gab ihm Sicherheit, die er vorher in seinem Leben nie erlebt hatte. So übernahm sie auch die Vermittlung für „Friedo“.

Eines Tags kam eine junge Frau, die sich nach ihm erkundigt hatte. Sie ging  anfangs mit Antje zusammen spazieren und nach einiger Zeit ging sie mit Friedo auch alleine. Am 05.03. war es endlich soweit und Friedo konnte hier ausziehen. Gut, Auto fährt er immer noch nicht mit Begeisterung, aber er stieg problemlos ins Auto ein und legte sich bei der Fahrt hin. Vor dieser Zeit war daran überhaupt nicht zu denken. Da nahm er die Innenverkleidung auseinander und bellte und jammerte in einer Tour. Mit Hilfe des monatelangen Trainings klappte dies aber vorzüglich. Eine Mitarbeiterin brachte ihn in sein neues Zuhause und wir haben auch schon erste Meldungen erhalten. Alles prima! An dieser Stelle möchten wir unserer  ehrenamtlichen Gassi-Gängerin nochmal von Herzen danken. Ohne sie wäre „der Dackel“ (wie sie ihn liebevoll nennt) nicht so schnell vermittelt worden. Danke!

 

Schwerkranke Hündin Mary: ausgesetzt!




Solch tollen Menschen hätte „Mary“ auch gebrauchen können. Die kleine Pudel-Mix-Hündin wurde am 13.03. in der Fludersbach gefunden und so eine arme Socke haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Das Fell war total verfilzt, an der Gesäugeleiste gab es zwei sehr große Tumore, die eiterten und im Maul befand sich ein hühnereigroßer Tumor am Gaumen. Unsere Tierärztin befreite „Mary“ von ihren schlimmen Filzplatten und entfernte die Tumore an der Gesäugeleiste und im Maul.

Wieviele Monate der kleinen Lady bleiben, wissen wir nicht, da es bösartige Tumore waren, aber wir sind immer wieder fassungslos, wie herzlos und grausam Menschen sind, einen Hund einfach auszusetzen. Die kleine Hündin ist einfach nur lieb, verschmust und menschenbezogen. Sie versteht die Welt nicht mehr und wir ehrlich gesagt auch nicht. Wahrscheinlich wurde sie „rausgeschmissen“, weil man die OP-Kosten nicht tragen konnte oder wollte.

Glücklicherweise haben wir immer wieder Menschen, die solchen Hunden für die ihnen verbleibende Zeit ein Zuhause geben und so freuen wir uns, dass „Mary“ auch eine Pflegestelle gefunden hat.

 

Lässt sich nicht von jedem fangen: schüchterner Merlin




Ein Happy-End gab es auch für den schüchternen Rüden „Merlin“, der im Februar in der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ vorgestellt wurde. „Merlin“ kommt ursprünglich aus Polen und so wunderte es uns auch nicht, dass er weder Autofahren kannte noch Spaziergänge an der Leine. Beides musste er langsam lernen. Glücklicherweise fand er bald die passenden Leute, die ihm ein Heim geben wollten. Also konnte er am 02.03. endlich bei uns ausziehen.

Doch „Merlin“ hielt uns abends ganz schön auf Trab: Der Familienvater wollte abends vor der Haustüre noch eine Gute-Nacht-Zigarette rauchen und ließ die Haustüre nur einen kleinen Spalt offen. „Merlin“ sah hier seine Chance: er öffnete die Tür und rannte in den Garten hinaus, der leider nicht eingezäunt war. Glücklicherweise entfernte er sich nicht weit vom Haus und die Familie versuchte ihn einzufangen. Aber jedes Mal, wenn sie gerade an ihn herankamen, lief er wieder weg.

Glücklicherweise haben sie dann direkt unseren Mitarbeiter, der in der Nachbarschaft wohnt, angerufen, der auch sofort zur Stelle war. Doch leider konnte er nicht helfen, da „Merlin“ sich von ihm auch nicht einfangen ließ. Es blieb also keine andere Möglichkeit, als seine beiden Gässi-Gänger und zwei weitere ehrenamtliche Helfer, die „Merlin“ kannten, zu rufen. Am nächsten Morgen gelang es den Vieren, „Merlin“ einzufangen und zurück ins Haus zu bringen. Es ist also alles gutgegangen und „Merlin“ musste sich erst einmal von seinem Ausflug erholen.

 

17-jährige Katzendame Kira im neuen Zuhause




Keine vier Wochen musste die 17 Jahre alte Siam-Mix-Dame „Kira“ im Tierheim verweilen, da durfte sie schon in ihr neues  Zuhause einziehen . Oft hören wir in unseren Vermittlungsgesprächen „Die Katze sollte nicht zu alt sein“, dabei sind gerade die alten Katzen die, die sich im Tierheim meist nicht so gut zu Recht finden und besonders dringend ein neues Zuhause brauchen. Kira lebte ihr Leben lang bei einer älteren Dame in der Wohnung, kannte keine anderen Katzen und außer ihrem Frauchen auch sonst nicht viel.

Zum Glück aber gibt es auch immer wieder Interessenten, die sich bewusst für ein älteres Tier oder eine gehandicapte Katze entscheiden, weil sie wissen, dass diese Tiere schlechtere Vermittlungschancen haben. Egal für welches Tier Sie sich entscheiden, alle brauchen ein liebevolles Zuhause, in dem sie alt werden dürfen.

Wir freuen uns sehr für Kira und hoffen, dass sie noch eine schöne Zeit in ihrem jetzigen Zuhause erleben darf.

 

Die ersten Katzenbabies sind da!




Der erste Wurf Katzenbabies in diesem Jahr kam sehr früh. Mitte Februar stand an einem Samstagmittag ein Mann mit einer Transportbox vor der Tür und meinte, er habe diese im Gebüsch gefunden. Vier wunderhübsche Katzenbabys im Alter von ca. sechs Wochen waren darin. Halblanghaarig und dreifarbig. Bis auf einen kleinen Schnupfen waren alle vier fit und haben inzwischen alle ein neues Zuhause gefunden.

Immer wieder fragen wir uns, wie herzlos manche Menschen sind und einfach die Babies aussetzen, anstatt mit uns Kontakt aufzunehmen. Wäre das Ganze eine Woche früher passiert, wären die Kleinen bei den hohen Minustemperaturen in ihrer Box erfroren.

Wir können nur immer wieder dazu raten: Lassen Sie Ihre Tiere kastrieren, dann kommt es erst gar nicht zu ungewolltem Nachwuchs und es muss nichts ausgesetzt werden!

 

Unglaublich: auf drei Beinen von Haiger nach Siegen




Kater Fritz wurde uns als Fundkater gebracht, sein linkes Vorderbein ist seit seiner Geburt verkrüppelt und nicht voll funktionsfähig. Fritz trug ein schweres Halsband, so dass wir seine Besitzerin ausfindig machen konnten. Leider ging sie tagelang nicht ans Telefon. Nach einer Woche dann endlich konnten wir sie sprechen und sie kam sofort, um ihren Fritz abzuholen, der seit 5 Wochen verschwunden war.

Fritz war bei ihrer Freundin in Haiger untergebracht, weil sie längere Zeit ins Krankenhaus musste. Beim Lüften nutze der Kater die Gelegenheit, entwischte durch das offene Fenster und ist dann den ganzen Weg nach Hause nach Siegen gelaufen, denn gefunden wurde er drei Häuser von seinem Zuhause entfernt. Tapferer kleiner Fritz! Du hattest einen dicken Schutzengel! Schön, dass er wieder zu Hause ist. Sein Frauchen war überglücklich!

 

Riesenglück für Kater Henry: Frauchen las alte SMS




Fundkater Henry war gechippt und sogar bei Tasso registriert, leider waren die Besitzer unbekannt verzogen. Der letzte angegebene Wohnort war Garbsen. Keiner hier konnte sich vorstellen, dass der Kater von Nähe Hannover bis hierhin gelaufen sein konnte. Unter der Handynummer war nie jemand erreichbar, Tasso schickte aber trotzdem eine Benachrichtigungs-SMS. Eigentlich hatten wir die Hoffnung schon aufgegeben. „Sicherlich ist das Handy bereits außer Betrieb...“. Glücklicherweise fragte die Besitzerin jedoch noch ab und zu mal die SMS auf ihrem alten Handy ab und las so diese wichtige Benachrichtigung. Nach 5 Monaten konnte sie ihren Henry wieder in die Arme schließen, der sich einfach im neuen Siegener Zuhause beim Freigang verlaufen hatte und nicht mehr heim fand. Putzmunter und gut genährt nahm sie den Kater hier in Empfang.

Also denken auch Sie daran, wenn Sie umziehen oder eine neue Telefonnummer bekommen, ändern Sie die Angaben bei Tasso, damit Ihr Tier auch in Zukunft sicher den Weg nach Hause zurück findet.

 

Fluffy - gar nicht fluffig ...




Mitte März fand eine Mitarbeiterin einen Karton vorm Tor. Darin saß eine Perserdame in fraglichem Zustand. Wir nannten sie Fluffy, aber nachdem sie vom Tierarzt kam, war nichts fluffiges mehr an der Katze, denn sie musste komplett geschoren werden. Ihr ganzes Fell war ein einziger Filzteppich und bereitete ihr starken Juckreiz. Jetzt behandeln wir noch ihren Schnupfen und dann hoffen wir, ganz schnell ein neues Zuhause für unsere süße Fluffy zu finden.

Die Katze ist einfach nur lieb und eine ganz große Schmuserin. Beding durch die Rasse hat sie leider tränende Augen und ein leichtes Atemgeräusch, aber das macht sie durch ihre liebe Art mehr als wett.

Ein Tier auszusetzen ist eine Straftat. Wer uns sachdienliche Hinweise zu der Herkunft der Katze geben kann, melde sich bitte schnellmöglich im Katzenhaus, damit der Besitzer zur Rechenschaft gezogen werden kann.

 

 

 

Wir brauchen IHRE Hilfe!



In diesem Monatsrückblick finden Sie alleine aus den letzten beiden Monaten eine Fülle von Geschichten über unsere Tiere. Es sind schöne, aber auch schlimme dabei und sie stellen nur einen kleinen Ausschnitt aus unserer tagtäglichen Arbeit dar. Wir tun unser Möglichstes, um all diesen Kreaturen zu helfen.

Sie können uns dabei unterstützen, denn es geht gar nicht ohne IHRE Hilfe! Eine großerTeil unserer Kosten (Tierarzt, Futter usw.) wird alleine aus Spenden bestritten, die Tierfreunde uns zukommen lassen.

Sie können helfen? Dann danken wir Ihnen im Namen unserer Tiere von Herzen!

 

Hier können Sie online spenden



TIERHEIM SIEGEN - HEIDENBERGSTRASSE 91 - 57072 SIEGEN - FON: 02 71 - 31 37 70 - EMAIL: INFO@TIERHEIM-SIEGEN.DE

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