Keine News in dieser Ansicht.










home > Rund ums TierheimKurznachrichten2012Juni bis September

Doppelter Chip stiftete Verwirrung




So winzig ist ein Mikrochip ...

Im August kam ein Beagle-Rüde als Findling zu uns. Ordnungsgemäß schauten wir nach einem Mikrochip und wurden tatsächlich fündig. Leider ergaben unsere Nachforschungen bei diversen Haustierregistern keinen Treffer. Ein paar Tage, nachdem „Danny“ bei uns ankam, rief eine Dame an und fragte nach. Sie nannte uns eine Mikrochip-Nummer, die aber keinem unserer Tiere zuzuordnen war. Wir erzählten ihr von unserem Beagle, der aber eine ganz andere Nummer hatte. Keiner von uns konnte ahnen, dass es sich um ein und denselben Hund handelte.

Die innere Stimme der Anruferin ließ aber nicht locker und so kam sie zu uns ins Tierheim. Als sie unseren Findling anschaute, erkannte sie ihren Hund sofort. Sie zeigte uns den Impfpass des Hundes und auch einige Fotos, die eindeutig diesen Hund identifizierten. Wir konnten uns jedoch beim besten Willen nicht erklären, warum die Chipnummern nicht übereinstimmten. Also beschlossen wir, uns „Danny“ noch etwas genauer anzuschauen und staunten nicht schlecht, als neben der von uns ausgelesenen Nummer noch eine weitere zum Vorschein kam, die aber erst nach genauem Suchen gefunden werden konnte. Versehentlich wurden diesem Hund zwei Mikrochips implantiert und so war das Missverständnis vorprogrammiert, zumal die Besitzer dies auch nicht wussten. So konnte „Danny“ glücklicherweise wieder nach Hause.

 

Seniorenqualitäten waren gefragt




Der freundliche Rüde „Mick“ wurde im Juni dieses Jahres bei uns aus familiären Gründen abgegeben. Ein 12 Jahre alter Schäferhund-Rüde, der für seine restliche Zeit nun eine neue Familie suchte. Es ist sehr schwer, für einen schon sehr betagten Schäferhund ein neues Zuhause zu finden, aber „Mick“ hatte wirklich Glück. Eine Dame kam und verliebte sich sofort in den freundlichen Rüden. Das Alter war ihr völlig egal. Sie wusste seine tollen Eigenschaften sofort zu schätzen und kam fast täglich zum Spazierengehen. So konnte „Mick“ im August schon wieder ausziehen.

Es ist nicht alltäglich, dass sich Menschen bewusst für einen Hunde-Rentner entscheiden, denn es kann sein, dass man ihn nicht mehr allzu lange hat. Aber Hunde-Senioren sind einfach toll, weil sie schon ruhiger sind und keine Flausen mehr im Kopf haben und auch nicht stundenlang spazieren gehen wollen. Streicheleinheiten und Kuschelstunden wissen sie jedoch sehr wohl zu schätzen. Wir wünschen Mick und seiner Familie alles Gute und noch eine schöne und vor allem lange Zeit zusammen!

 

Trauriger "Rückläufer"



Farina war der Hund unserer früheren und leider im Jahr 2007 verstorbenen Tierheimleiterin Heidi Kampmeier. Frau Kampmeier hinterließ eine Hündin, die wir glücklicherweise auch kurze Zeit später vermitteln konnten. Leider legte „Farina“ aber nach und nach Eigenschaften an den Tag, die es der Familie unmöglich machten, weiterhin mit ihr zu leben. Unter Tränen gab die Besitzerin Farina bei uns ab. Ein  Kollege nahm die unglückliche Hündin mit zu sich nach Hause, wo sie bis zur Vermittlung bleiben kann. Nun sind wir auf der Suche nach Menschen, die Farina mit ihren speziellen Eigenschaften adoptieren möchte. Weitere Infos zu Farina finden Sie auf unserer Vermittlungsseite.

 

Maggy - eine erstaunliche Entwicklung




Gerne möchten wir Ihnen von der kleinen Maggy berichten. Die Hündin kam im Dezember 2010 zu uns ins Tierheim. Sie war so scheu, dass wir sie überhaupt nicht anfassen konnten. Sie wollte auch offensichtlich keinerlei Kontakt zu Menschen. Mit Hunden kam sie super zurecht und heftete sich immer an die Pfoten eines Hundes, den sie auf Schritt und Tritt verfolgte.

Eine Kollegin nahm sich sehr viel Zeit, setzte sich immer wieder in die Box und versuchte, über Leberwurst und Leckerchen Maggys Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach etlichen Wochen war Maggy soweit, dass sie sich das Brustgeschirr anziehen ließ und wir sie anleinen konnte. Dies wurde oft trainiert, bis sie endlich eines Tages an der Leine auf unseren Hundeübungsplatz geführt werden konnte. Natürlich war  immer ein anderer Hund dabei, der ihr das Gefühl der Sicherheit vermitteln konnte. Plötzlich fing Maggy sogar an zu spielen und tobte über den Hundeplatz. Bei diesen Bildern ging uns das Herz auf, weil sie endlich unbefangen und glücklich wirkte. Sie geht auch seither mit spazieren. Unsere Kollegin entschloss sich, Maggy nach der Arbeit mit nach Hause zu nehmen, um sie an Menschen und das „normale“ Leben zu gewöhnen. Auch hier machte Maggy viele Fortschritte. Sie lässt sich gerne kraulen und streicheln, ist aber weit davon entfernt, ein ganz „normaler“ Hund zu werden. Laute Geräusche verängstigen sie sehr und sie verkriecht sich dann in die hinterletzte Ecke. Aber immerhin können wir sie mittlerweile  anleinen und mit ihr spazieren gehen. Für Maggy suchen wir noch nach der passenden Familie, die ihr neues Zuhause gibt. Für weitere Infos können sie uns auch gerne anrufen.

 

Cliff im Glück




Im August konnte unser Bretonen-Rüde Cliff endlich in sein neues Zuhause einziehen. Der Rüde war seit April bei uns im Tierheim und wir konnten alle nicht verstehen, warum sich keiner für den freundlichen Kerl interessiert  hat. Plötzlich gab es drei Parteien, die den hübschen Bretonen bei sich aufnehmen wollten. Wir hatten die Qual der Wahl. Alle Familien waren toll, aber wir konnten ihn ja nicht teilen und so mussten wir uns für eine Partei entscheiden. Sein Zuhause hat der tolle Rüde nun in Bad Berleburg gefunden. Eine tolle Familie mit zwei netten Kindern, viel Platz und Zeit für Cliff. Wir erhielten nach wenigen Tagen schon den ersten Bericht, dass Cliff sich super eingelebt hat und die Bilder sprechen doch Bände, oder?

 

Lilly im Land der Windmühlen




In den Kurznachrichten im September 2011 berichteten wir von Lilly, die lange Gast im Tierheim Siegen war und nun endlich auch das passende Zuhause finden durfte.

Nun hatten wir die Gelegenheit, nach ca. 10 Monaten Lilly in ihrem neuen Heim zu besuchen. Gerne sind unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Lilly im Tierheim Siegen über eine längere Zeit betreuten, der freundlichen Einladung gefolgt und konnten Lilly und ihrem Frauchen einen Besuch abstatten.

Lilly wechselte vom Siegener Stadleben in das idyllische Dorfleben im Kreis Minden-Lübbecke. Bekannt auch als Westfälische Mühlenstraße, die ganze Route hat 43 Mühlen vorzuweisen, viele Felder und Wiesen.

Hier bemerkten wir gleich die Ruhe, als wir aus Siegen angereist waren und mit Lilly einen ausgiebigen Spaziergang unternahmen, vorbei an Mais- und Gemüsefeldern und der historischen Windmühle Eickhorst - eine traumhafte Landschaft, perfekt für ein Hundeleben.

Es dauerte auch gar nicht lange, bis Lilly ihren Besuch wiedererkannte und gar nicht mehr von ihm lassen wollte.Wir überzeugten uns auch auf dem Hundeplatz und der Hundeschule, wieviel Erfolg und Fortschritt Lilly erleben durfte. Der Hundeplatz dort ist parkähnlich angelegt und sehr gepflegt, zieht auch sehr viele Hundebesitzer an, die dort die Möglichkeit haben, ihren Hund frei laufen zu lassen.

Lilly verweilte dort inmitten 50 freilaufender Hunde, selbst war sie natürlich auch nicht angeleint und genoss den sonnigen Tag mit Frauchen und ihrem  Besuch aus Siegen. Immer wieder zeigte sie uns, was sie schon alles in sehr kurzer Zeit gelernt hatte und uns so bewies, wie lernfähig ein "Rohdiamant" sein kann. Die Trennung bei der Abreise unserer Ehrenamtlichen fiel dann allen sehr schwer, aber es gibt bestimmt noch mal ein Wiedersehen.

Es ist schön zu erleben, wenn auch gerade unsere Langzeitbewohner ein neues passendes Zuhause gefunden haben. Vielleicht haben auch Sie Lust auf ehrenamtliche Mitarbeit im Tierheim Siegen bekommen, denn diese kann ganz vielfältig sein und ist für uns eine wichtige Unterstützung (bei Interesse bitte bei uns melden).  Lilly wurde z.B.  über längere Zeit von einem ehrenamtlichen Gassigänger betreut, auch bei der Vermittlung war dieser sehr hilfreich für uns.

 

Entsorgung am Tierheimtor




Hokus, pokus, fidibus, drei Mal schwarzer Kater: Zaubern können wir nicht, aber dieser Spruch trifft fast auf das zu, was sich eines Morgens bei uns vorm Tierheimtor befand: Da hatte sich doch über Nacht jemand von seinen drei schwarzen Katzen „getrennt“. Nino, Nina und Nelly sind Mutter, Tochter und wahrscheinlich Vater. Alle drei rabenschwarz und nett. Mal wieder waren Tierbesitzer zu feige, sich im Tierheim zu melden, sondern die drei wurden wie Müll entsorgt. So haben wir nun auch nicht die Möglichkeit, den hoffentlich bald gefundenen neuen Dosenöffnern die  Vorgeschichte zu erzählen. Vielleicht haben Sie Lust, die drei kennen zu lernen? Dann schauen Sie im Katzenhaus vorbei und auch Sie werden bestimmt nicht verstehen können, wie jemand in der Lage ist, solche Tiere auszusetzen.

 

Souveränität siegt!




Im Juli passierte gleich zweimal, was eigentlich immer anders herum ist: Zwei unserer Katzenmütter wurden vermittelt bzw. reserviert, bevor sich jemand für die Babies interessierte. Beide netten Grautigerdamen, die eigentlich selbst noch zu jung sind, um überhaupt Nachwuchs zu haben, haben die Interessenten so von sich überzeugt, dass (eigentlich) nicht ein Gedanke an die Kleinen verschenkt wurde. Cora konnte schon bei ihren neuen Dosenöffnern einziehen und Rapunzel muss nur noch ihre drei Kleinen aufziehen und freut sich dann schon auf ein neues Zuhause in Siegen, in das dann aber auch noch ihre Tochter mit einziehen darf, denn der fast unwiderstehliche Charme eines Katzenwelpen faszinierte Rapunzels neue Besitzer doch so sehr, dass sie sich für eine zweite Katzen entschieden haben.

Anton und Antonia, der Nachwuchs von Cora, wartet noch im Katzenhaus auf Besitzer.

 

Gespendete Freiheit: Glück für Phoebe und Nele




Na? Was sagt man dazu? Duch diese tolle Tür dürfen Phoebe und Nele jetzt herein- und herausspazieren, wann immer sie wollen.

Phoebe und Nele gehören zu unseren sogenannten Problemkatzen, die sich schlecht vermitteln lassen. Beide haben eine Unsauberkeitsproblematik und sitzen daher schon länger in ihren Stuben. Um ihnen das Leben etwas zu verschönern, hatten wir uns überlegt, die zwei zu unseren Tierheimkatzen zu machen. Da wir schon vor einiger Zeit eine Katzenklappe geschenkt bekommen hatten, beschlossen wir, diese in unsere Tür des Katzenhauses einbauen zu lassen und so Phoebe und Nele die Möglichkeit zu geben, als Freigänger rund ums Katzenhaus zu leben. Aber leider ist der Einbau einer Klappe in eine Glastür nicht gerade preiswert und wir mussten unsere Idee aufgeben – dachten wir. Doch unverhofft kommt oft! Frau Moll, die zum erstem Mal unser Katzenhaus besuchte, war von Phoebes Schicksal so betroffen, dass sie sich entschloss, uns den Einbau der Katzenklappe zu spenden. Über die Firma Glas Gittig, die Frau Moll bekannt war, bekamen wir den Einbau geschenkt und Frau Moll übernahm die Materialkosten. Vielen Dank nochmals den beiden Spendern! Und wie man sieht, freut sich Phoebe gemeinsam mit Frau Moll schon über ihren neuen Freigang.

 

Kater beweist Babysitter-Qualitäten




Leider reißt nach wie vor die Flut an Katzenwelpen nicht ab. Jede Woche kommen Mütter mit Kleinen, bzw. nur die den Welpen oder Einzelkätzchen, die vermutlich vom Wurf „übrig geblieben“ sind und gedankenlos „entsorgt“ werden, in unser Katzenhaus. Besonders problematisch sind dabei die ganz jungen Kätzchen ohne Mutter, die noch die Flasche benötigen. Eine Handaufzucht ist in den ersten Wochen sehr zeitintensiv, und leider haben wir eigentlich nur zwei Pflegestellen, die die hierfür benötigte Zeit aufwenden können und möchten. Und da bereits Anfang Juli direkt fünf etwa eine Woche alte Kätzchen gefunden wurden, sind die zwei Pflegestellen bereits belegt. Und daher stellte sich die Frage: Wohin mit Jim Knopf, etwa drei Wochen alt, der am letzten Samstag im Juli in Niederschelden gefunden wurde?

Also hat eine Mitarbeiterin ihn mitgenommen, da sie zwei Wochen Urlaub und somit etwas Zeit hatte. Ihre größte Hilfe dabei war ihr Kater Barney, der einfach nur alle kleinen Katzen liebt. Die Mitarbeiterin kam mit Jim in der Box nach Hause, Barney hörte sein Rufen, Box auf, Barney rein, beschnuppern, ablecken und die Freundschaft besteht! Seitdem kümmert sich der Babysitter nun rührend um den Kleinen, was die Arbeit sehr erleichtert, denn außer Flasche geben muss nun nicht viel mehr gemacht werden. Danke an die Mitarbeiterin und Barney, der Jim nun die ersten Schritte ins Leben beibringt. Und für Jim Knopf konnte sogar schon ein neues Zuhause gefunden werden, in das er in sechs Wochen umziehen kann!

 

Endlich! Langzeitinsasse findet Zuhause




Fast zwei Jahre saß Katze Sunny in unserer Stube, bis sich endlich beim Sommerfest 2012 eine junge Dame in die halbnackte Katze verliebte. „Es war Liebe auf den ersten Blick“ sagte sie, als sie direkt nach dem Sommerfest ins Katzenhaus kam, um Sunny persönlich kennen zu lernen. Nachdem auch die Katze sofort auf die Dame zuging, hatten wir alle ein gutes Gefühl und Sunny, die sich bei Stress regelmäßig ihr Bauchfell auszupfte soll nun keinen Stress mehr haben, sondern in ihrem eigenen Zuhause alle Streicheleinheiten bekommen, die sie sich wünscht. Wir wünschen ihr und ihrer neuen Dosenöffnerin alles Gute und hoffen, dass das Fell am Bauch schnell nachwächst.

 

Fienchen zickig???




Zickig? Was ist das???

Nach zwei langen Jahren im Tierheim konnte Fienchen endlich bei einem jungen Paar  in Bad Berleburg einziehen. Die zickigen Eigenarten der selbstbewussten Katze störten die beiden nicht im Geringsten. „ Dafür ist es eine Katze“ war die sachkundige Aussage.

 

Wir sind sehr froh, dass auch Fienchen nun ihr eigenes Zuhause hat. Die erste Rückmeldung haben wir schon bekommen und von zickig war da keine Rede.

 

Überfülltes Katzenhaus



"Sorry, das geht momentan nicht", mussten wir in den letzten Wochen so manches Mal sagen, denn in den Monaten August und September war unser Katzenhaus bis auf den letzten Platz ausgebucht. Da immer ein gewissen Platzkontingent für Notfälle frei bleiben muss, konnten wir in beiden Monaten keine Tiere aus privaten Abgaben aufnehmen. Leider haben wir immer mehr Anfragen, als der Platz Aufnahmen erlaubt, wobei wir uns immer wieder fragen müssen, warum man sich ein Tier anschafft und später wieder im Tierheim abgibt. Hier unsere Bitte an alle zukünftigen Tierbesitzer: Überlegen Sie gut, ob sie einer Katze ein ganzes Katzenleben lang ein Zuhause bieten können. Für die Tiere ist der Aufenthalt im Tierheim nicht schön. Sie haben Stress und vermissen ihre Menschen. Zudem müssen sie sich mit fremden Katzen arrangieren, was den meisten nicht so leicht fällt.  Viele, gerade ältere Tiere leiden sehr im Tierheim.

 

Trendfarbe schwarz?




Seit Ende Mai hat das Tierheim fast jede Woche einen Wurf oder sogar eine schwangere Mutter aufgenommen. Mal waren es nur drei, dafür ein anderes Mal gleich sechs kleine Katzen. Alle suchen ein neues Zuhause, auch jetzt noch haben wir etliche Katzenkinder, die wir in gute Hände abgeben möchten. Kater wie Katzen in verschiedenen Farben, wobei die „Trendfarbe“ in diesem Jahr ganz klar schwarz ist. Alle Kätzchen sind geimpft und gechippt und sollten zum gegebenen Zeitpunkt unbedingt kastriert werden, damit diese nicht noch mehr Babys bekommen können. Aber auch die Mütter suchen nette Leute, die sie aufnehmen, denn meist ist es so, dass unsere erwachsenen Katzen in die Röhre schauen, solange es im Tierheim Babykatzen gibt. Dabei ist mit Babykatzen nicht alles immer nur toll. Da muss noch eine Menge Erziehungsarbeit geleistet werden, damit die Kleinen wissen, was sie dürfen und was nicht. Da kann schon einmal die ein oder andere Gardine leiden oder eine Vase ihr Leben lassen, wenn sie bei einer Toberunde von der Fensterbank fällt.

 

Ausgesetzt mit "Wegzehrung" ...



Meerschweinchen Timmy wurde bei einer Familie in Netphen einfach vor der Tür abgestellt. Anscheinend war dem bisherigen Besitzer Timmy nicht so ganz egal, denn er saß in einer Transportbox mit Heu, Frischfutter und sogar an eine Wasserflasche hatte man gedacht. Timmy war sogar kastriert und in einem guten Zustand. Warum sein bisheriger Besitzer ihn aber nicht im Tierheim abgegeben hat, sondern Timmy eine Nacht im Freien zugemutet hat, können wir uns nicht erklären.

 

Sommerzeit, schöne Ferien ....




Liese und Lotte - jetzt geht es ihnen erst einmal wieder gut. Vielleicht bald auch bei Ihnen?


... so hieß es für viele fröhliche Menschen in diesem Sommer. Anscheinend aber nicht für viele Kleintiere. Denn allein von August bis September kamen insgesamt 33 Fundtiere zu uns, die meisten davon ausgesetzt. Leider wurde nur ein einziges wieder von seinem Besitzer abgeholt. Unter unseren Fundtieren waren: 16 Kaninchen, 1 Meerschweinchen, 7 Ratten , 1 Chinchilla, 1 Degu, 5 Frettchen, 2 Wasserschildkröten.

 

Frettchen Liese und Lotte waren in einer Transportbox ausgesetzt, Kaninchen Mimi war auf einem Parkplatz an einer Landstraße abgestellt worden,  Meerschweinchen Sid ließ man gleich auf dem Autobahnrastplatz zurück und eine der Wasserschildkröten hatte man unbemerkt in einen fremden Gartenteich gesetzt. Nun warten alle bei uns im Tierheim auf ein neues Zuhause, wo auch die Versorgung im Urlaub geregelt ist, damit nicht eines der vielen ausgesetzten Tiere das Gleiche noch mal erleben muss. 

Neuer Zaun im Kleintierdorf




Pfleger glücklich, Huhn Hilde nicht! Schon immer konnten unsere Hühner außer Hütte und Gehege auch noch den Bereich am Schildkrötenteich nutzen, doch jetzt war Schluss damit. Nachdem jahrelang alles gut ging, kam jetzt eines unserer Hühner auf die glorreiche Idee, die Äste im Wasser, die den Schildkröten zum Sonnenbaden dienen, zum Klettern zu benutzen. So spazierte unser Lachshuhn Hilde vor kurzem quer über den Teich. Den Pflegern rutsche das Herz in die Hose und alle standen sofort am Teich, um im Notfall hinterher zu springen.

 

 

Hilde drehte dann äußerst wackelig auf der Mitte um und tapste  zurück auf den Sand. Ab da war klar: Teichverbot für alle Hühner – Hilde sei Dank. Aus Reststücken wurde dann schnell ein höherer Zaun gebaut.

Missy - Fundkaninchen?



Missy wurde von unserem Notdienst abgeholt, angeblich hatte man sie draußen gefunden und eingefangen. Sie saß in einem alten verdreckten Stall auf dem Balkon, wo sie sich anscheinend schon länger befand. Missy hat auf beiden Augen eine sehr starke Linsentrübung und ist fast blind. Zumindest muss die kleine Maus jetzt nicht mehr allein dort vor sich hin vegetieren.

 

Kaninchenstall mal anders




Dieser Stall kann sich sehen lassen und findet vielfältigen Einsatz im Kleintierdorf.

Über eine besonders große Spende freuten sich die Mitarbeiter im Kleintierdorf. Uns erreichte eine Mail mit der Ankündigung, dass uns jemand einen selbstgebauten Kaninchenstall spenden wollte. Da der Stall aber etwas größer ausfiel, war es uns nicht möglich, ihn abzuholen.

 

Ende Oktober war es dann soweit, die netten Spender kamen extra mit einem Hänger vorgefahren und brachten uns den Stall. Der neue Stall steht jetzt mit in unserem Großtiergehege und da er drinnen abgetrennt werden kann, eignet er sich super für unsere Hühner als Rückzugsmöglichkeit oder vielleicht einmal für den einen oder anderen Igel der noch unter Beobachtung steht. Verwendungsmöglichkeit haben wir auf jeden Fall.

 

Vielen Dank an Familie Katz für den Stall und die etwas aufwendige Anlieferung!

Hahn und Hühner über den Zaun entsorgt




An einem Sonntag staunten unsere Ehrenamtliche nicht schlecht, als sie am frühen Abend noch mal ins Tierheim kamen. Hinter dem Tor liefen ein braunes und ein weißes Huhn umher. Zuerst dachten sie noch, die zwei wären aus dem Kleintierdorf entlaufen, aber nach kurzer Rücksprache mit den Kollegen war schnell klar, dass jemand die zwei einfach über den Zaun geworfen hatte. Helga, das braune Huhn, ließ sich noch einigermaßen schnell einfangen, bei Klara  sah das leider anders aus. Da sie sich so tief in die Brombeerbüsche verkrochen hatte, konnten wir sie erst am nächsten Tag einfangen. Doch damit nicht genug: einige Tage später entdeckte eine Kollegin morgens noch einen Hahn, der ganz eindeutig auch zu den beiden gehörte. Er hatte sich anscheinend so gut im Gebüsch versteckt, dass wir ihn zunächst nicht gesehen hatten. Wir können nur hoffen, dass nicht noch mehr Hühner über den Zaun geworfen wurden, die sich dann der Fuchs geholt hat.

 



TIERHEIM SIEGEN - HEIDENBERGSTRASSE 91 - 57072 SIEGEN - FON: 02 71 - 31 37 70 - EMAIL: INFO@TIERHEIM-SIEGEN.DE

Impressum  Seitenanfang  Drucken