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Wie so oft: ein Tier wird alt und man will es nicht mehr ... diesmal Bilbo




Eine ganz arme Socke ist unser Fundhund „Bilbo“. An einem Sonntag wurde er von unserem Bereitschaftsdienst in Oberschelden abgeholt. Der Hundesenior wird auf ca. 13 Jahre geschätzt. Sein Fell ist sehr verfilzt, seine Sehkraft lässt auch nach und er ist auch nicht mehr gut auf den Beinen unterwegs. Naja, wenn man schon alt ist, wollen die Knochen einfach nicht mehr so. Bis heute hat sich niemand gemeldet, der ihn vermisst. Wahrscheinlich hatte man ihn einfach loswerden wollen und ihn kurzerhand ausgesetzt.

 

Wieder ein trauriges Beispiel für ein Schicksal, das viele alte Tiere erleiden: sie werden den Besitzern lästig, ausgesetzt – und landen bei uns, wo sie dann oft den Rest ihres Lebens verbringen müssen, weil sie nicht mehr vermittelt werden können. Für uns eine große finanzielle Belastung. Doch es ist uns ein großes Anliegen, dass es diesen alten und liebenswerten Tieren bei uns so gut wie möglich geht. Deshalb haben wir in diesem Jahr unsere Freunde darum gebeten, uns mit diesem Anliegen zu unterstützen durch eine Weihnachtsspende speziell für diese alten Tiere. Danke, wenn auch Sie uns dabei helfen! 

 

 Hier können Sie direkt online spenden.

 

Wenns nicht klappt: ab ins Tierheim – und den nächsten Hund anschaffen ...




Ein Schäferhund-Rüde, der noch sehr jung und unerzogen ist, kam als Fundhund zu uns. Er hatte am Halsband eine Steuermarke und so konnten wir den Halter ausfindig machen. Die Vorbesitzerin erklärte uns, dass sie den Hund über ihren Schwiegersohn weitergegeben habe. Als sie uns den Namen nannte, fiel uns zuerst nichts auf. Wir nahmen Kontakt mit den Leuten auf und baten sie, da sie angeblich den Hund unmöglich zurücknehmen konnten, wenigstens die Abgabeerklärung  für „Eddy“ zu unterschreiben. Als die Leute dann vor uns standen, fiel es uns wie Schuppen von den Augen: Das waren genau dieselben Leute, von denen wir bereits einige Tage vorher einen Hund aufgenommen hatten. Als wir sie darauf ansprachen, meinten sie nur, dass es die Hunde ja bei uns im Tierheim besser hätten, als da, wo sie vorher gewesen waren. Das mag auch stimmen, aber man sollte sich auf jeden Fall vorher gut überlegen, ob und was für einen Hund man sich anschafft und auch,  ob man die Zeit und die finanziellen Mittel zur Verfügung hat. Bleibt uns nur zu hoffen, dass sich diese Familie beim nächsten Mal genau überlegt, ob sie sich einen Hund anschaffen will.



16 Jahre alt, verfilztes Fell, vereiterte Augen, abgemagert usw. -



Ein weiterer Neuzugang: ein Fundhund aus Hilchenbach. Beim Anblick der Hündin hatten wir Tränen in den Augen. Das Fell total verfilzt, die Augen vereitert, teilweise gar kein Fell, die Krallen lang und sehr dünn und kaum noch Muskeln vorhanden. Kurz nachdem wir die Hündin aufgenommen hatten, erhielten wir den Anruf der Besitzerin. Wir sprachen sie auf den Zustand der Hündin an, doch bekamen nur die Aussage, dass der Hund sich nicht gerne kämmen ließ!?

Der Hund war mittlerweile 16 Jahre alt und man kann auch verstehen, dass man ihm in diesem Alter nicht mehr viel zumuten möchte. Doch die Gesundheit geht vor und man hat die Verpflichtung, sich um das Tier zu kümmern. Wir baten den Kreisveterinär, sich das Tier anzuschauen, was er auch tat. Gleichzeitig wurde den Besitzern zur Auflage gemacht, die Hündin tiertierärztlich untersuchen zu lassen und den äußerlich schlechten Zustand zu verbessern. Hoffentlich halten sich die Besitzer auch daran.


 

Endlich mal wieder ein Glückspilz!




Glückspilz im November war unser Golden Retriever-Rüde „Krümel“. Gleich zwei Familien buhlten um ihn. Schließlich ist er zu einer Familie vermittelt worden, die bereits eine Golden-Retriever-Hündin hat und sehr um ihn bemüht war. Dort bekommt er endlich  eine  Familie, die viel Zeit für ihn hat und ein ganz tolles eingezäuntes Grundstück.

Wir wünschen dem hübschen Burschen eine tolle Zeit mit seiner Familie.


 

Feinschliff für Anton




Vermittelt wurden im November auch unser Schäferhund-Rüde „Anton“, der seit Oktober 2010 bei uns im Tierheim war. Er hat ebenfalls eine tolle Familie gefunden, die bereits Hundeerfahrung hat und den noch teils ungeschliffenen Rohdiamanten übernommen hat. Sie scheut die Arbeit nicht und das wird der tolle „Anton“  sicher auch danken.

 

Leider selten: Hundesenior fand Zuhause




Sehr erfreulich:  Hunde-Senior „Claus“ fand ein neues Zuhause. Ein Mann suchte noch eine Begleitung und wurde schließlich mit „Claus“ fündig. Die beiden geben ein gutes Gespann ab und „Claus“ hat sich auch schon gut eingelebt.


Keine Wiedersehensfreude!




Mitte November wurde unserer Mitarbeiterin von einer Bekannten eine Fundkatze in schrecklichem Zustand gebracht. Der Kater war tätowiert, so dass man über den Tierarzt schnell die Besitzer herausfinden konnte. Anstatt sich zu freuen und ihr Tier wohlbehalten in die Arme zu schließen, beschwerte man sich fast, warum man sie belästigt. Der Kater wäre bereits vor einem Jahr weggelaufen und jetzt wolle man ihn auch nicht mehr. Nun ist Merlin im Tierheim, er ist 12 Jahre alt und in einem miserablen Allgemeinzustand.

Aktuell ist er stationär in der Tierarztpraxis aufgenommen und bekommt Infusionen und Aufbauspritzen, er hat einen schlimmen Ausschlag dessen Herkunft noch nicht geklärt ist und die Blutwerte stehen auch noch aus. Wir hoffen alle, dass Merlin bald wieder fit ist und dann schnell ein neues liebevolles Zuhause findet.


Unschuldiges Streitopfer: die Katze



Eine Besucherin brachte eine kleine, ca. 4 Monate alte Katze, die sie auf dem Tierheim-Parkplatz gefunden hatte, ins Katzenhaus. Die kleine Maus war ganz unterkühlt und zitterte am ganzen Körper. Zum Glück meldete sich nach zwei Tagen eine junge Frau und erkundigte sich nach eben dieser Katze.

Nach einem Streit hatte ihr Vater ihr die Katze entrissen und wahrscheinlich vor dem Tierheim ausgesetzt. Nun wurde privat ein neues Zuhause für die Kleine gefunden, damit so etwas nie wieder passiert.


Teddy trotz "Problemchen" adoptiert




Perserkater Teddy saß über ein Jahr im Tierheim, da er ein Unsauberkeitsproblem hatte. Teddy ist sehr menschenbezogen und liebt es, bei seinen Menschen zu sein. Wenn er zu lang allein ist, erledigt er sein Geschäft auf dem Teppich, um seinen Unmut kund zu tun.

 

Lange suchten wir die passenden Leute für den liebenswerten Kater und im November war es endlich soweit. Eine Perserliebhaberin verliebte sich auf Anhieb in den Kater. Auch sein „Problemchen“ konnte sie nicht abschrecken. Schnell war die Adoption besiegelt und Teddy durfte endlich das Tierheim verlassen. Wir freuen uns sehr, denn der liebe Kerl hat es wirklich verdient.


 

Yannick und Brian – Angsthasen im Doppelpack




Die beiden 2jährigen Kater kamen Anfang 2012 von einem anderen Tierschutzverein zu uns. Beide ließen sich anfangs nicht einmal ansehen und flohen in Panik, sobald ein Mensch sich näherte. Die Vermittlungschancen für solch scheue Tiere stehen sehr schlecht.

Eine Kollegin nahm sich viel Zeit für die beiden und versuchte immer wieder, mit ihnen in Kontakt zu treten. Mit Leberwurst versuchte sie die beiden zu bestechen und siehe da, Yannick traute sich. Zuletzt konnte sie ihm über den Kopf streichen, ohne dass er floh. Brian traute sich noch nicht.

Eines Tages kam eine Dame mit einem Faible für Notfelle, sie hatte vor Jahren bereits eine Angstkatze von uns übernommen, deren Vertrauen sie mit viel Geduld erlangte. Leider kam dieser Kater Anfang des Jahres nicht mehr nach Hause. Nun entschied sie sich, einem neuen Tier ein Heim zu schenken. Als sie die Geschichte der beiden Jungkater hörte, war sie sofort hin und weg und nahm Yannick und Brian mit nach Hause.

Dies ist ein Glücksfall, der nicht oft vorkommt. Denn grundsätzlich ist es schwieriger, Katzenpaare zu vermitteln als Einzeltiere und dann auch noch solche „Problemfälle“. Wir sind sehr froh, dass die beiden Jungs eine Chance auf ein Leben außerhalb des Tierheims bekommen haben und wünschen ihnen alles Gute.



Trauriger Abschied von Lotta und Madita





Unser Kaninchenpärchen Lotta und Madita kam im Juli 2012 zu uns. Madita, bereits 12 Jahre alt, wurde mit ihrer Tochter Lotta, 10 Jahre, wegen Zeitmangels bei uns abgeben. Dass die Vermittlungschancen für die beiden nicht sehr groß sein würden, war uns bewusst. Als dann aber bei Madita noch eine Zahnfehlstellung und einige kleine Tumore an der Gesäugeleiste festgestellt wurden, verließ uns doch der Mut, noch ein richtiges Zuhause für die beiden zu finden.

Über unsere Vermittlungsseite wurde dann eine nette Dame auf die beiden aufmerksam. Sie selber konnte die zwei leider nicht aufnehmen, hat dann aber, in Rücksprache mit uns, versucht ein Zuhause für die beiden zu finden.

Leider war alle Mühe umsonst. Madita verstarb Ende November. Lotta, die 10 Jahre mit Madita zusammen gelebt hatte, verfiel sofort in große Trauer. Eine neue Vergesellschaftung interessierte Lotta leider recht wenig, sie saß nur noch teilnahmslos in einer Ecke und auch das Frischfutter, was sie sonst aus der Hand fraß, wollte sie nicht mehr nehmen. Erst jetzt fiel uns auf, wie alt Lotta auf einmal aussah. Vorher hatte man ihr ihr Alter nicht angesehen. Wir mussten also überlegen, wie es mit Lotta weiter gehen sollte. Lotta war alt, ja, aber nicht krank. Allerdings wollte sie anscheinend ohne Madita auch nicht mehr weiterleben. Wir mussten uns also fragen, ob Lotta ihre Trauer noch überwinden würde, sie sich vielleicht doch mit einem anderen Kaninchen neu anfreunden könnte, ob man sie zwangsfüttern soll, wenn sie gar nicht mehr will?

In dem Moment wo uns noch alle möglichen Gedanken durch den Kopf gingen und doch eine Entscheidung her musste, schlief Lotta einfach ein.


Zu guter Letzt ...



In unserem November-Rückblick konnten Sie Anteil nehmen an einigen Tierschicksalen, mit denen wir es tagtäglich in unserem Tierheim zu tun haben. Wir freuen uns sehr, wenn es gelingt, einem Tier zu helfen, es aufzupäppeln, seine Ängste zu reduzieren und besonders dann, wenn wir es in ein neues und gutes Zuhause vermitteln können.

Doch bis es soweit ist, entstehen uns auch tagtäglich hohe Kosten für die Tiere, um die sich sonst niemand mehr kümmert.  Sie interessieren sich für Tiere und ihr Schicksal ist Ihnen nicht egal, sonst würden Sie unsere Kurznachrichten nicht bis zum Schluss gelesen haben. Deshalb möchten wir Sie genau an dieser Stelle fragen, ob Sie uns und damit unseren Tieren ein bisschen helfen möchten. Jede Hilfe zählt und ist gut investiert!

Sie können hier gleich online einen Beitrag für die Versorgung unserer Tiere leisten. DANKE für Ihre Hilfe!

 

Hier können Sie online spenden



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