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home > Rund ums TierheimKurznachrichten2013Mai

Wasilisa – Teilzeit Amokläufer, 6 Jahre alt, sucht Zuhause bei Einzelperson, mit viel Geduld, Liebe und jeder Menge Verständnis!




Zum dritten Mal ist sie nun wieder bei uns. Sie sieht mit ihren schiefen Zähnen und den wasserblauen großen Augen etwas wie ein Gremlin aus. Auch hat sie ein sehr spezielles Wesen und gleicht einer Diva mit Starallüren, vom Grundcharakter ist sie jedoch liebenswert. Hier ihre Geschichte:

Sie kam 2011 zu uns, da in dem Haushalt ein Kleinkind hinzukam und dies für Wasilisa zu viel Stress und Lärm bedeutete. Was ihr zusätzlich widerfahren und uns verschwiegen worden ist, wissen wir nicht. Sie reagierte laut Vorbesitzer auffällig, indem sie die Personen im Haushalt angriff. Wahrscheinlich war sie, bis das Kind dazukam, ausreichend  Aufmerksamkeit gewöhnt, die dann nur dem Kind zuteil wurde. Auch ließ sich nicht herausfinden, ob das Kind unkontrolliert mit der Katze umgehen durfte und sie dabei verletzt, oder ihr wehgetan hat.

Dann hatten wir sie an ein Pärchen vermittelt, bei dem sie eifersüchtig auf den Partner reagierte und diesem, wenn er abends ins Bad wollte, an die Beine sprang. Wasilisa merkt, wann jemand Angst vor ihr hat und nutzt dies mitunter, wie uns scheint, mit einem „Spaß“ aus. Dennoch blieb Wasilisa vorerst bei den Besitzern, als sie im Urlaub waren und die Katze zu den Eltern kam, reagierte sie auch da eifersüchtig auf den anderen Partner. Irgendwann ging es einfach nicht mehr und sie musste zurück ins Tierheim. Wie sie sicher jetzt merken – Wasilisa ist nur was für eine Einzelperson, sie mag nicht teilen.

Zuletzt hatten wir Wasilisa dann an ein junges Pärchen vermittelt, die sich beide ganz gezielt diese Katze ausgesucht hatten. Wir informierten sie genau über alle  negativen und positiven Eigenschaften, erzählten  ihre Geschichte und wie die eigenwillige Dame am besten zu Händeln ist. Sie wurde auch gerade deshalb ausgesucht, um ihr eine Chance zu geben. Am Anfang lief es auch gut und wir bekamen sehr schöne Fotos von ihr, die Freude war groß doch dann fuhren die Beiden in den Urlaub und jemand passte auf Wasilisa auf. Den mochte sie gar nicht und zeigte dies auch sehr genau. Zurück aus dem Urlaub griff Wasilisa dann auch die Besitzer an. Mal war eine Woche nichts und dann hatte sie ihre 5 Minuten, danach war alles wieder gut. Nun hatten die beiden Angst und nach mehrmaligen Telefonaten kam Wasilisa zu uns zurück.

An dieser Stelle wollen wir erwähnen, dass Tiere auf Umgebungswechsel und Veränderungen unter Umständen stark reagieren. Die Einen brauchen viel, die Anderen weniger Zeit, um sich sicher zu fühlen und einzuleben. Geduld, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Liebe und ein „dickes Fell“ sind da sehr wichtig. Dann könnte ein Tier mit so großem Problemverhalten wie unsere Wasilisa zum Traumtiger werden, wenn auch mit Sicherheit ab und an ein „wenig Zickig“ – schließlich ist sie ja ein verwöhntes Persermädchen. Jedoch muss sich ein möglicher neuer Besitzer im Klaren darüber sein, dass es zu Vorfällen und Problemen kommen wird!

 

 

Finchen – ein weiterer Notfall




Das kleine Finchen hat ein trauriges Schicksal ereilt. Die 15 Jahre alte Katze war die ersten 11 Jahre bei einer älteren Dame, bis diese sich nicht mehr um sie kümmern konnte. Danach verbrachte sie die letzten 4 Jahre bei der Schwiegertochter der Vorbesitzerin, bis diese nun plötzlich verstorben ist. Der Mann kann sich leider nicht um das Tier kümmern, da er regelmäßig auf Montage ist. Finchen hat seit ihrer Geburt chronischen Schnupfen, der auch bis jetzt nicht behandelt wurde. Wir werden soweit  möglich und nötig mit unserer Tierärztin einen Behandlungsplan für sie aufstellen, um zu sehen ob sich der Zustand noch verbessern läßt. Besonders ältere Tiere wie Finchen leiden sehr unter dem Verlust von Allem was bisher ihr Leben ausmachte: ihr Zuhause, ihre geliebten Menschen, ihr bisheriges Leben. Gerade für diese Tiere ist es besonders wichtig,  möglichst rasch wieder in ein liebevolles Zuhause vermittelt zu werden.

 

 

Sandy, Bijoux und Tinchen – Geglückte Vermittlung



Wir möchten mit einer erfreulichen Nachricht enden: Es geht um drei unserer sehr scheuen Katzen, die kaum bis keine Vermittlungschancen. Alle drei Katzen haben gemeinsam ein für sie traumhaftes Zuhause gefunden. Sie dürfen um und in einem Pferdestall ein stressfreies Leben mit großer Freiheit führen, während sie gleichzeitig von Menschen gut versorgt werden.

Wir freuen uns riesig für Sandy (12), Bijoux (11) und Tinchen und sind den neuen Besitzern sehr dankbar, dass sie diesen Katzen ein neues, erfülltes  Katzenleben ermöglichen.

 

 



Sandy


Bijoux


Tinchen

Ein neues Findelkind




Nach dem kleinen Feldhasen „Stups“ zur Osterzeit, wurde uns nun ein anderes Wildtier – Kleinkind gebracht, und zwar ein kleines Steinmader – Mädchen.

Sie kam in keinem guten Zustand bei uns an, denn sie lag weitestgehend bewegungslos und röchelnd da und niemand wusste, wie es mit ihr weitergehen würde. Mit Hilfe von Medikamenten, einer Wärmelampe und leckerer Aufzuchtsmilch, ging es ihr in den nächsten Tagen zusehends besser. Sie frisst mittlerweile auch schon selbstständig feste Nahrung. Wenn die Kleine ganz fit ist, soll sie wieder ausgewildert werden, damit sie ihr Leben in vollen Zügen genießen kann. Wir wünschen dabei schon mal im Vorraus viel Erfolg!!

 

 

Kaninchenflut



In Mai gab es im Kleintierdorf wieder mal ein paar Neuankömmlinge.

Ein ganz besonders zahlreicher Einzug fand am 29. Mai statt. Auf einen Schlag erreichten uns 9 Kaninchen, die wir von einem befreundeten Verein übernommen haben, da dieser wegen Platzmangels nicht wusste, wo er sie unterbringen sollte. Wir haben uns also bereit erklärt, die neun noch recht jungen Tiere bei uns aufzunehmen und für sie nun ein neues zu Hause zu suchen. Es handelt sich bei den Tieren um 6 Böckchen, die noch nicht alle kastriert sind und 3 Weibchen, von denen zwei vermutlich tragend sind. Wir haben somit vermutlich noch mehr als neun Kaninchen aufgenommen, aber das wird sich noch zeigen.

 

 











Abschied von Rosalie





Zuletzt haben wir noch eine traurige Nachricht. Ende diesen Monats gab es einen schwarzen Tag für alle Tierheim – Angestellten. Wir mussten einen schweren Gang gehen und uns von unserer geliebten Rosalie verabschieden. Vor knapp anderthalb Jahren kam sie als winziges Fundferkelchen im Alter von ca. 12 Wochen zu uns und wurde von der Kollegin in der Kleintierabteilung liebevoll aufgezogen. Sie folgte ihr überall hin, wie ein Hund. Als sie alt genug war durfte sie in die Schweine-WG mit den Hängebauchschweinen umziehen und ein glückliches Schwein sein. Bis vor ein paar Wochen.

Rosalie hatte offensichtlich Probleme beim Gehen und Schmerzen im Fuß. Wir ließen sie in der Tierklinik Gießen untersuchen und bekamen Medikamente, leider schlugen diese nicht an. Die Ärztin meinte, dass es ein genetischer Defekt sei, der Rosalie das Laufen schwer machte. Nach einiger Zeit war ein weiterer Kontrolltermin und die Situation hatte sich so verschlimmert, dass sich die Kleintierabteilungsleiterin schweren Herzens dazu entschied, sie gehen zu lassen. Das war das Letzte, was wir für Rosalie tun konnten - ein würdiger Abschied ohne Schmerzen. Weil wir leider schon nichts Gutes erahnten wurde die "Dicke" in den letzten Tagen total verwöhnt mit Leckereien jeglicher Art.

An dieser Stelle nehmen wir Abschied von einem tollen Schwein, das uns allen gezeigt hat, dass ein Schwein viel viel mehr ist als ein Schnitzel. Mach´s gut Süße! Wir werden dich nicht vergessen!!!

 

 

Paul – Fundtier oder doch nicht?




Mitte Mai kam während den Öffnungszeiten eine Frau mit Hund durch die Tür. Sie hätte den Rüden vor drei Tagen gefunden und es hätte sich niemand gemeldet. Nebenan stand die Tochter der Frau und weinte bitterlich, als eine Mitarbeiterin den Hund entgegen nahm, um ihn einzuquartieren. Auf Nachfragen, ob sie den Hund wirklich gefunden hätte oder es nicht vielleicht doch ihr eigener sei, beteuerte sie mehrmals, dass es nicht ihr eigener Hund ist. Nach einigen Tagen bekamen wir einen Anruf, der uns zum erstaunen brachte. Ursprünglich kam Paul, so nannten wir ihn, aus Ägypten und wurde auf eine Pflegestelle nach Burbach gegeben. Von dort aus ist der Hund in eine Familie vermittelt worden. Eben jene Familie, die Paul bei uns abgegeben hat. Da staunt man doch nicht schlecht. Drei Tage haben sie es mit dem Hund ausgehalten, fühlten sich wahrscheinlich völlig überfordert und gaben ihn einfach unter falschen Angaben bei uns ab. Wir sind sehr froh für Paul, denn wahrscheinlich hätte er es eh nicht gut gehabt in dieser Familie. Wir haben mit dem Verein in Ägypten gesprochen und wir werden Paul nun in gute, verantwortungsvolle Hände vermitteln.

 

 

Shorty, Ende gut alles gut




Shorty wurde uns gebracht, da er angeblich bei IKEA auf dem Parkplatz angebunden war. Schon des Öfteren hatten sich verantwortungslose Menschen ihrer Tiere auf diesem Parkplatz entledigt, denn er liegt in unmittelbarer Nähe des Tierheims und es sind dort immer viele Menschen dort unterwegs, dass die Tiere meist schnell gefunden werden. Zwar kam uns allen die Geschichte etwas komisch vor, aber beweisen konnten wir nichts, so dass wir den kleinen Rüden bei uns aufnahmen.  Schon etwas älter, mit Zahnstein und in typischer Terriermanier präsentierte sich der gescheckte Jack Russel-Terrier im Tierheim. Mit anderen Hunden zwar verträglich, aber doch sehr selbstbewusst. Schnell konnte er ein junges Paar für sich begeistern. Leider hatten sie vor kurzem ihren Hund verloren und suchten nun einen neuen Hausgenossen. Shorty heißt nun Hardy und hat ein tolles Leben vor sich. Wir wünschen alles Gute!

 

 

Angelo – 12 Tage Tierheim




Angelo hatte auch Glück, nur 12 Tage musste er im Tierheim ausharren.  Er wurde hier abgegeben,  weil ein Kind der Familie schwer erkrankt ist und man dem Hund dadurch einfach nicht mehr gerecht werden konnte. Es fiel seiner Besitzerin sichtlich schwer, den Rüden bei uns zulassen, aber es ging einfach nicht anders. Zum Glück dauerte es nicht lange und es fanden sich neue Leute für ihn. So konnte Angelo schnell ins neue Zuhause umziehen, in dem er hoffentlich bis an sein Lebensende bleiben darf.

 

 



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